Zlatan Ibrahimovic ist schon im Ibrakadabra-Modus. Ein neuen Spielkameraden will PSG dem Superstar noch zur Seite stellen.

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Von Holger Luhmann

München - Ein Raunen ging über den Trainingsplatz in Hongkong.

Zlatan Ibrahimovic stieg mit seinen 1,95 Meter Körpergröße und 95 Kilogramm in die Luft wie ein koreanischer Kämpfer und schlenzte den Ball halb mit dem Außenrist, halb mit der Hacke ins Tor.

Sein spektakulärer Taekwondo-Treffer war wie ein Ausrufezeichen.

Als wolle der exzentrische Stürmerstar von Paris Saint Germain sagen: Seht her, ich bin schon wieder in Ibrakadabra-Laune. Bereit für den Griff nach Europas Fußball-Krone.

Endlich soll er her für PSG und Ibrahimovic: der Titel in der Champions League.

Nach verpasster WM hochmotiviert

Europas Königsklasse ist die Fußball-Bühne, auf der Ibrahimovic zaubern will - und darf.

Bei der WM war der 32-Jährige, der nach eigener Aussage einen schwarzen Taekwondo-Gürtel trägt, zum Zuschauen verdammt.

Mit Schweden hatte er die Teilnahme verpasst - in den Playoffs gegen Portugal, gegen Weltfußballer Cristiano Ronaldo.

Jetzt ist er schon wieder hochmotiviert. Auf Mission. (807440DIASHOW: Ibrahimovic' frechste Sprüche)

Das Viertelfinale wie in der vergangenen Saison, als gegen den FC Chelsea Endstation war, ist für die Ansprüche von PSG und Ibrahimovic nicht gut genug.

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Neuer Spielkamerad Di Maria?

Es ist gut möglich, dass PSG Ibrahimovic noch einen neuen Spielkameraden zur Seite stellt, damit sich der Traum vom Triumph in der Champions League endlich erfüllt.

Vieles deutet daraufhin, dass der steinreiche katarische Klub-Präsidenten Nasser Al-Khelaifi noch einmal tief in die Tasche greift.

Angel di Maria soll her. Für 80 Millionen Euro, die PSG dann an Real Madrid überweisen müsste.

Im Gegenzug könnte Edinson Cavani verkauft werden - wohl an Manchester United.

Paris steht wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay ja unter Beobachtung der Europäischen Fußball Union und muss vor dem nächsten Transfer erst finanziellen Spielraum schaffen.

Cavani als Zubereiter nicht glücklich

Sportlich könnte die Rochade Sinn machen.

Cavani war zuletzt in der Rolle des Zuarbeiters für Ibrahimovic und in dessen Schatten nicht unbedingt glücklich.

Di Maria gilt da eher uneigennütziger Vorarbeiter.

Millionen-Bollwerk als Sorgenkind

Sorgenkinder gibt es dagegen in der PSG-Abwehr.

Dabei hatte Frankreichs Hauptstadtklub extra David Luiz geködert - und dafür 50 Millionen Euro an den FC Chelsea überwiesen.

Luiz ist damit der teuerste Abwehrspieler der Welt.

PSG, das 2013 nach 20 Jahren die erste Meisterschaft gewann, frohlockte schon über das neue brasilianische Bollwerk mit Luiz und Thiago Silva. Freilich nur bis zur WM.

Spätestens seit dem 1:7 im Halbfinale gegen Deutschland, in dem Thiago Silva gesperrt war, herrscht etwas Unsicherheit über die Qualitäten von Luiz.

Ein bisschen mentale Aufbauarbeit wird nötig sein.

"Niemand wird uns stoppen"

Doch aufhalten lassen will sich PSG nicht.

"Nichts und niemand wird uns stoppen, unser Traum ist größer", sagte Al-Khelaifi, als der Klub von der UEFA zu einer Strafe von 60 Millionen Euro verdonnert worden war.

Worte, die Ibrahimovic mit seinem Taekwondo-Tor im Training eindrucksvoll unterstrichen hat. (797388DIASHOW: Die spektakulärsten Tore aller Zeiten)

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