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Fred Rutten war erst zu Beginn der Saison 2008/09 nach Schalke gekommen © getty

Fred Rutten kehrt zur neuen Saison dahin zurück, wo Huub Stevens her kommt. Der scheint unter einem Ex-Spieler anzuheuern.

München - Die beiden niederländischen Ex-Schalke-Trainer Huub Stevens und Fred Rutten haben einen neuen Arbeitgeber gefunden.

Fred Rutten wird wie erwartet Trainer beim PSV Eindhoven. Stevens löst zur kommenden Saison laut österreichischen Zeitungen seinen Landsmann Co Adriaanse als Trainer beim österreichischen Erstligisten RB Salzburg ab.

Rutten, der bei den Königsblauen am 26. März von seinen Aufgaben entbunden worden war und am vorigen Mittwoch seinen Vertrag mit Schalke aufgelöst hatte, unterschrieb am Freitag beim Tabellenfünften der Ehrendivison einen Kontrakt über drei Spielzeiten bis 2012.

Er tritt bei der PSV die Nachfolge von Stevens an, der am 28. Januar von seinem Posten zurückgetreten war.

Eindhoven wird bis zum Saisonende noch vom früheren Stevens-Assistenten Dwight Lodeweges betreut, der einen ab Sommer gültigen Zweijahresvertrag beim Liga-Konkurrenten NEC Nijmegen unterzeichnet hat.

"Ich bin froh, dass ich wieder zurück bin", sagte Rutten bei seiner Vorstellung. Der 46-Jährige arbeitete bereits in der Saison 2001/02 als Jugendkoordinator für Eindhoven. Zudem war Rutten von 2002 bis 2006 als Co-Trainer bei der PSV beschäftigt.

Stevens soll in Salzburg nach Informationen der "Tageszeitung Österreich" einen Einjahresvertrag erhalten.

Bei Red Bull arbeitet unter anderem Thomas Linke als Sportdirektor, der als Profi unter Stevens mit Schalke 04 1997 den UEFA-Cup gewann.

Weitere Splitter aus dem internationalen Fußball:

Maldinis letztes Spiel für Mailand

Paolo Maldini wird am 31. Mai seine aktive Karriere beenden. Das Auswärtsspiel mit dem AC Mailand am letzten Spieltag der Serie A beim AC Florenz soll dann der Schlusspunkt seiner Karriere sein.

"Ich mache nicht mehr weiter. Man kann nicht gegen die Natur kämpfen", sagte der 40-Jährige im Interview mit der Turiner Tageszeitung "La Stampa".

Er habe es nie bereut, immer für den AC Mailand gespielt zu haben, für den er im Alter von 10 Jahren sein erstes Match bestritt. "Ich hätte mich verloren, wenn ich gewechselt hätte", sagte der gebürtige Mailänder, der 1985 im Alter von 16 Jahren bei den Profis in der Serie A debütierte.

Letzter Wunsch

Der 126-malige Nationalspieler äußerte den Wunsch, noch ein letztes Mal für die Nationalmannschaft spielen zu dürfen.

Die Einnahmen dieses Abschiedsspiels in Pescara könnten den Erdbebenopfer in der mittelitalienischen Region Pescara gespendet werden.

"Ich wäre stolz, an so einem Spiel teilzunehmen", sagte der Abwehrspieler, der zuletzt 2002 für das Nationalteam gespielt hatte.

Maldini will nach seiner aktiven Karriere im Gegensatz zu seinem Vater Cesare Maldini, dem früheren Trainer der italienischen Nationalmannschaft, keine Trainerlaufbahn einschlagen.

"Ich besitze ein Bekleidungsunternehmen und habe in Immobilien investiert. Ich würde gern in der Welt des Fußballs bleiben, aber niemals als Trainer", sagte Paolo Maldini, dessen Sohn Christian in Milans Nachwuchsabteilung aktiv ist.

Pizarro freigesprochen

Claudio Pizarro hat vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne einen Sieg gegen den peruanischen Fußballverband errungen.

Der CAS annullierte eine Strafe von 10.000 Dollar und dreimonatiger Sperre, die der PFF gegen Pizarro wegen angeblichen Fehlverhaltens in einem Hotel vor 18 Monaten ausgesprochen hatte.

Der Angreifer nahm die Nachricht von seinem Anwalt entgegen. "Ich bin sehr zufrieden und fühle mich bestätigt. Damit ist meine Ehre wieder hergestellt. Meine Familie und Freunde haben immer zu mir gehalten und wussten, dass dies alles nur Lügen sind, die über mich verbreitet wurden", erklärte Pizarro.

"Dieses Urteil wird jetzt auch allen, die Zweifel hatten, Gewissheit geben, dass ich immer die Wahrheit gesagt habe."

Laut CAS gäbe es keinerlei Beweis für Verfehlungen des Werder-Stürmers.

Er war beschuldigt worden, mit weiteren Spielern im November 2007 nach einem 1:1 in einem WM-Qualifikationsspiel gegen Brasilien in einem Hotel über die Stränge geschlagen zu haben. Dabei sollen laut den Vorwürfen Alkohol und Frauen im Spiel gewesen sein.

Ursprünglich war Pizarro deswegen sogar zu einer Sperre von 18 Monaten und 80.000 Dollar verurteilt worden, die nach einem ersten Einspruch reduziert wurde.

Kurioser Platzverweis für Neves

Ein Wutausbruch gegen einen Balljungen hat dem Ex-Hamburger Thiago Neves den wohl ungewöhnlichsten Platzverweis seiner Profikarriere eingebracht.

Im Pokalspiel seines Klubs Fluminense Rio de Janeiro gegen Aguia Maraba (1:2) in Belem verlor der 24-Jährige beim 0:2-Zwischenstand die Nerven und warf dem Helfer an der Seitenlinie den Ball mit voller Wucht ins Gesicht, woraufhin ihm der Schiedsrichter die Rote Karte zeigte.

Der Balljunge hatte zuvor die Rückgabe des Spielgeräts verzögert.

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