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Wechselt er nun endgültig zu Milan? David Beckham soll bleiben © getty

Der ausgeliehene Glamour-Kicker bleibt gefragt. Ein Ex-Leverkusener muss dagegen gehen. Lorant wird in der Slowakei gefeuert.

München - Nach dem Willen des AC Mailand soll der ausgeliehene englische Topstar David Beckham auch in der nächsten Saison für den 17-maligen italienischen Meister auflaufen.

"Ich hoffe, Beckham kommt ab Januar wieder zu uns, aber ab dem Ende der Saison wird er definitiv in Los Angeles sein", sagte Milan-Vizepräsident Adriano Galliani.

Beckham, der eigentlich in den USA bei den Los Angeles Galaxy bis 2012 unter Vertrag steht, ist bis zum 30. Juni 2009 an Mailand ausgeliehen. Danach soll er nach Los Angeles zurückkehren und dort die Saison in der Major League Soccer (MLS) zu Ende spielen.

Zuletzt war in Italien spekuliert worden, dass der Glamour-Boy des Fußballes zum 1. Januar 2010 endgültig zu Milan wechselt.

Sogar Verzicht auf Gehalt

Der ehemalige englische Nationalmannschaftskapitän soll für die Rückkehr nach Europa sogar auf Gehalt verzichten, denn nur ein Verbleib in der Serie A mit entsprechender Spielpraxis auf höchster Ebene würde ihm einen Platz im englischen Nationalteam und die WM-Endrunde 2010 in Südafrika bescheren.

Sport1.de hat weitere Splitter aus dem internationalen Fußball:

Emerson löst Vertrag auf

Dagegen hat Milan den Vertrag mit dem ehemaligen Leverkusener Mittelfeldspieler Emerson aufgelöst.

Der 33 Jahre alte Brasilianer hatte persönliche Gründe für diesen Schritt angegeben. In Mailand hatte Emerson in den vergangenen beiden Spielzeiten lediglich 25 Spiele absolviert.

Zuvor hatte er mit seinen Ex-Klubs Real Madrid, Juventus Turin und AS Rom mehrere nationale Titel gewonnen. In der Bundesliga stand er zwischen 1997 und 2000 82 Mal für Leverkusen auf dem Spielfeld.

Adriano muss bei Inter gehen

Der italienische Meister Inter Mailand löst den bis Juni 2010 datierten Vertrag mit dem brasilianischen Stürmer Adriano auf. Darauf einigte sich der Tabellenführer der Serie A laut einem Bericht der "Gazzetta dello Sport" mit Adrianos Manager Gilmar Rinaldi.

Der 27-Jährige spielte acht Jahre bei Inter und gewann in dieser Zeit drei Meistertitel. Der in Brasilien weilende Adriano hatte verkündet, derzeit keine Lust am Fußball zu haben und eine Auszeit nehmen zu wollen.

Nach dem frühen Tod seines Vaters 2006 sorgte der Torjäger mit wilden Partys und Disziplinproblemen Schlagzeilen. Adriano hatte in den vergangenen Jahren auch mit Alkoholproblemen zu kämpfen.

Lorant in Slowakei gefeuert

Der ehemalige Trainer von 1860 München ist beim slowakischen Klub DAC Dunajska Streda entlassen worden. Nach einem 0:6 gegen den Tabellenführerer Slovan Bratislava haben sich beide Parteien offenbar einvernehmlich getrennt.

"Werner hat mich nach dem 0:6 angerufen, dass es keinen Sinn mehr mache", sagte Dunajska-Präsident Khasahyar Mohseni der Münchener "Abendzeitung".

Der slowakische Erstligist war bereits Lorants zwölfte Trainerstation nach seinem Abschied von den "Löwen". Seinen Posten übernimmt der ehemalige kroatische Nationaltrainer Zlatko Kranjcar.

Ranieri kämpft gegen Rassismus

Claudio Ranieri, Trainer des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin, will seine Mannschaft im Falle weiterer rassistischer Ausfälle der Fans vom Spielfeld holen.

"Hier geht es um ein nationales Problem, das die Gesellschaft und nicht nur den Fußball betrifft", sagte Ranieri.

Juventus wurde am Montag wegen rassistischer Gesänge seiner Fans im Spitzenspiel gegen Inter Mailand (1:1) dazu verurteilt, ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen.

"Der Kampf gegen den Rassismus kann die Fußballwelt nicht alleine führen. Wir brauchen die Hilfe von Gesetzen und die Gewissheit, dass es harte Strafen gibt wie in England", sagte Ranieri der römischen Tageszeitung "La Repubblica".

Ferrera wird Lienen-Nachfolger

Der belgische Trainer Emilio Ferrera wird Nachfolger von Ewald Lienen beim griechischen Erstligisten Panionios Athen.

Die 51-Jährige aus Schaarbeek bei Brüssel unterschrieb einen Dreijahresvertrag bei dem zweimaligen Pokalsieger, der seit Anfang Dezember von Assistenz-Trainer Giotis Stamatopoulos betreut wurde.

Ferrara kommt vom Ligakonkurrenten Panthraikos Komotini und wird seinem neuen Team am 4. Mai vorgestellt.

Lienen hatte Mitte November wegen unterschiedlichen Auffassungen über die Transfer- und Kadergestaltung nach zweijähriger Amtszeit das Handtuch geworfen.

FIFA-Forderung empört WADA

WADA-Präsident John Fahey hat sich deutlich gegen eine Sonderregelung für die FIFA bei den Doping-Meldepflichten ausgesprochen.

"Wenn man vorschlägt, dass Athleten wie Fußballer etwas Freizeit haben sollten, dann ist das nur eine Einladung für Dopingbetrüger, in dieser testfreien Zeit Mittel zu nehmen, die schnell vom Körper abgebaut werden und später nicht mehr nachgewiesen werden können", sagte der australische Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) der "Sport Bild".

"Ich finde die Haltung der FIFA sehr enttäuschend und ziemlich frustrierend, denn das neue System war einstimmig verabschiedet. Und nach drei Monaten sagt die FIFA schon: 'Das ist uns zu kompliziert'", meinte Fahey.

Qotbi neuer Trainer im Iran

Als dritter Trainer innerhalb weniger Wochen soll Afshin Qotbi die Nationalmannschaft des Irans aus der Krise führen.

Wie die iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtete, tritt er die Nachfolge des zurückgetretenen Mohammad Mayelikohan an, der das Amt nur zwei Wochen ausfüllte. Am 28. März war der ehemalige Bundesliga-Profi Ali Daei nach der Niederlage im WM-Qualifikationsspiel gegen Saudi Arabien (1:2) entlassen worden.

Als Berater fungiert im Iran derzeit der ehemalige DFB-Chefausbilder Erich Rutemöller.

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