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Das legendäre Azteken-Stadion ist das einzige, das zwei WM-Endspiele erlebte © getty

Mexikos Regierung beschließt wegen der Schweinegrippe ein Versammlungsverbot. Das hat Auswirkungen auf den Besuch von Fußballspielen.

Mexiko-Stadt - So etwas hatte das imposante Azteken-Stadion in Mexiko-Stadt erst einmal erlebt.

Das Meisterschaftsspiel zwischen dem FC America und UAG Tecos aus Guadalajara (1:2) fand am Sonntag in der riesigen, 115.000 Fans fassenden Arena aufgrund der grassierenden Schweinegrippe unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Versammlungsverbot angeordnet

Die Gesundheitsbehörden hatten bereits am Freitag ein Versammlungsverbot erlassen, die Schulen geschlossen, Messen in den Kirchen abgesagt und auch den Besuch der Nationalsportart Fußball in einigen Stadien untersagt.

So wurde auch das Spiel zwischen den Pumas und Chivas aus Guadalajara (1:1) im Olympiastadion von Mexiko-Stadt zum Geisterspiel wie auch schon am Samstag der Vergleich zwischen Pachuca und Cruz Azul, rund 90 Kilometer von der Hauptstadt entfernt.

Schon mehr als 100 Opfer

Nur wenige Medien- und Vereinsvertreter waren in den Arenen zugelassen, auch der neue Nationaltrainer Javier Aguirre wurde im Azteken-Stadion gesichtet.

Die Schweinegrippe hat in Mexiko mittlerweile mehr als 100 Todesopfer gefordert.

Die meisten Krankheitsfälle wurden in der Hauptstadt festgestellt, deshalb ergriffen die Behörden Vorsichtsmaßnahmen, um Massenversammlungen zu verhindern.

Normalerweise zehntausende Fans

Es herrschte im Azteken-Stadion, Austragungsort der WM-Endspiele 1970 und 1986, eine gespenstische Atmosphäre.

Die Zurufe der Spieler und Trainer waren deutlich zu hören, auch das Aufspringen des Balles.

Wo normalerweise Zehntausende für einen ohrenbetäubenden Lärm sorgen, herrschte diesmal fast absolute Stille.

Erinnerungen an 2004

Im Azteken-Stadion hatte es erst einmal ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegeben.

Am 30. Mai 2004 hatte America gegen Toluca ohne Fans antreten müssen. Dies war eine Disziplinarmaßnahme nach Ausschreitungen in der Copa Libertadores gegen Sao Caetano.

Geisterspiel im Olympiastadion

Auch die Pumas hatten am 27. Februar 2002 ein Geisterspiel im Olympiastadion bestreiten müssen.

Auch hier hatte es zuvor gegen Morelia Krawalle und Prügeleien gegeben, sodass der mexikanische Verband diese Sanktionen verhängte.

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