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Roman Pawljutschenko zog mit Russland ins EM-Halbfinale ein © getty

Der russische Stürmerstar bestätigt seinen Transfer zu den Spurs, Robinhos Wechsel rückt näher und Jose Mourinho verspottet Schewtschenko.

München/London - Der russische Stürmerstar Roman Pawljutschenko wechselt von Spartak Moskau zum englischen Traditionsklub Tottenham Hotspur.

"Ich kann bestätigen, dass ich zu den Spurs wechsle", sagte der 26-Jährige, der bei der EM drei Tore für den Halbfinalisten geschossen hat:

"Ich habe mein Visa bekommen und werde nach London fliegen, um den Vertrag zu unterschreiben. Alles ist so schnell gegangen, dass ich mich nicht einmal mehr von meinen Teamkollegen verabschieden konnte."

Durch den Transfer scheint nun der Weg für den früheren Leverkusener Dimitar Berbatow zu Manchester United frei zu sein.

Weg für Berbatow frei

Damit holt Tottenham gleich doppelten Ersatz: Zum einen für Berbatow, den Teammanager Juande Ramos beim 1:2 am Sonntag gegen den FC Sunderland bereits aus dem Kader gestrichen hatte, da er mit dem Kopf nicht bei der Sache sei.

Zum anderen für Andrei Arschawin. Um Pawljutschenkos Sturmpartner in der Nationalelf hatten sich die Spurs umsonst bemüht, sein Klub Zenit St. Petersburg lehnte einen Wechsel ab.

An Pawljutschenko soll zuletzt auch der Hamburger SV interessiert gewesen sein.

Sport1.de gibt einen Überblick über alles Wissenswerte auf dem internationalen Transfermarkt:

Vidic rechnet mit England ab

ManUniteds Verteidiger Nemanja Vidic ist offenbar in der Premier League unzufrieden. "Ich werde nicht bleiben, um in England zu leben, das ist sicher", wird der Serbe im russischen Magazin "Football Weekly" zitiert: "Man bekommt nur ein paar flüchtige Sonnenstrahlen ab, bevor wieder alles bewölkt ist."

Allerdings missfällt ihm nicht nur das regnerische Inselwetter, auch die Lebensqualität in England behagt dem Star-Verteidiger nicht.

Die Leute hätten "schlicht keine Zeit, das Leben zu genießen", sagte der 26-Jährige: "In Zukunft würde ich es gerne in einer anderen Top-Liga versuchen. Ich denke an Spanien. Zumindest gibt es dort keinen Grund, sich über das Wetter zu beschweren."

Inzwischen hat der Verteidiger seine Aussagen revidiert. Die Zitate seien aus dem Zusammenhang gerissen oder schlicht falsch.

Robinho-Wechsel rückt näher

Der Wechsel des brasilianischen Stürmers Robinho von Real Madrid zum FC Chelsea steht offenbar kurz bevor.

Rund 32 Millionen Euro soll der 24-Jährige dem Klub von Michael Ballack wert sein.

"Der Transfer steht vor dem Abschluss", sagte sein Berater Wagner Ribeiro dem "Guardian": "Robinhos Zeit in Spanien ist vorbei. Er freut sich darauf, Teil eines neuen Projekts zu sein."

Kaka räumt alle Zweifel aus

Von einem Wechsel zu Chelsea will Robinhos Landsmann Kaka dagegen nichts wissen. "Ich bleibe bei den Rossoneri", sagte er der "Gazzetta dello Sport" und widersprach damit entsprechenden Meldungen.

"Ich habe immer gesagt, dass ich bei Milan glücklich bin, solange meine Ziele mit denen des Klubs übereinstimmen. Bislang war das der Fall. Wenn mich jemand Roman Abramowitsch versprochen hat, war das sicher nicht ich."

Mourinho verspottet Schewtschenko

Kakas neuer Teamkollege Andrej Schwetschenko sieht sich nach seinem Wechsel vom FC Chelsea zu Milan derweil dem Spott seines ehemaligen Trainers Jose Mourinho ausgesetzt.

Der neue Inter-Coach trat gegen seinen früheren Stürmer verbal nach. Der Ukrainer habe sich in der gemeinsamen Zeit beim FC Chelsea nicht durchsetzen können, "weil er beim AC Mailand wie ein Prinz behandelt wurde. In Chelsea hatten wir aber eine andere Philosophie, wir hatten keine Prinzen", meinte der Portugiese spöttisch bei "Feel Football" und erklärte: "Er war ohnehin nicht meine erste Wahl."

Schewtschenko war nach sieben Jahren bei Milan 2006 für 46 Millionen Euro nach London gewechselt, konnte sich dort aber auch unter Mourinhos Nachfolger Avram Grant keinen Stammplatz erkämpfen.

Im Sommer kehrte der Ukrainer auf Leihbasis zum AC zurück und wird nun in den Mailänder Derbys auf seinen ehemaligen Trainer treffen. Groll hegt der 31-jährige Schewtschenko gegen Mourinho aber nicht: "Ich hoffe, dass er den Erfolg mit Inter hat, den er bisher auch anderswo hatte. Er ist ein Trainer, der weiß, was er will."

Und auch Mourinho fand noch versöhnliche Töne für Europas Fußballer des Jahres 2004: "Ich hatte nie ein persönliches Problem mit Andrej. Ich glaube, dass er in Zukunft wieder ein Spieler von großer Qualität sein wird."

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