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Mohamadou Idrissou markierte gegen Sambia sein erstes Länderspieltor © imago

Der Freiburger erzielt gegen Sambia das entscheidende Tor für die "unzähmbaren Löwen". Ein Bielefelder trifft für den Verlierer.

Lubango - WM-Teilnehmer Kamerun hat dank des Freiburger Bundesligaprofis Mohamadou Idrissou beim Afrika-Cup wieder den Einzug ins Viertelfinale vor Augen.

Der Stürmer erzielte vier Minuten vor Schluss den 3:2 (0:1)-Siegtreffer der "unzähmbaren Löwen" gegen Sambia in Lubango.

Damit rückte Kamerun mit drei Punkten auf den zweiten Platz vor. Dagegen muss der viermalige WM-Teilnehmer Tunesien, der gegen Spitzenreiter Gabun 0:0 spielte, um das Weiterkommen zittern.

Nur ein Sieg gegen Kamerun im abschließenden Gruppenspiel würde den Nordafrikanern noch das Weiterkommen sichern.

Lange Zeit hatte es für Kamerun, das zum Auftakt gegen Gabun 0:1 verlor, nach einem vorzeitigen K.o. ausgesehen. Bereits in der achten Minute war Sambia durch Jacob Mulenga in Führung gegangen.

Doch im zweiten Durchgang drehte der Favorit durch Geremi (68.) und Samuel Eto'o (72.) das Spiel, ehe der Bielefelder Chris Katongo per Foulelfmeter nochmal für den Ausgleich sorgte.

Tunesien mit zweitem Remis

Tunesien enttäuschte dagegen erneut. Der viermalige WM-Teilnehmer blieb gegen Gabun auch im zweiten Gruppenspiel sieglos.

Vor dem 0:0 in Lubango hatten die Tunesier, Afrika-Cup-Sieger von 2004, in Gruppe D gegen Sambia 1:1 gespielt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Unterdessen hat Franz Beckenbauer angesichts des Terroranschlages gegen die Mannschaft aus Togo, bei dem zwei Delegationsmitglieder getötet worden waren, Kritik an der Vergabe des Afrika-Cups an Angola geübt.

"Kaiser" rügt afrikanischen Verband

"Angola ist ein Entwicklungsland. Wie man da einen Afrika-Cup spielen kann, ist mir schleierhaft. Die brauchen in dem Land alles andere, bloß keine Stadien. Ich weiß nicht, wer die Entscheidung da getroffen hat", sagte der Ehrenpräsident von Bayern München, der auch Mitglied der Exekutive im Weltverband FIFA ist, dem TV-Sender "Sky".

Mit Blick auf die WM 2010 in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) warnt der "Kaiser" aber vor Hysterie. "Angola kann man wirklich nicht mit Südafrika vergleichen, denn Südafrika ist ein Industrieland", sagte Beckenbauer und verwies auf die großen Anstregungen Südafrikas, die Sicherheitsstandards zu verbessern:

"Sie haben Hubschrauber gekauft, Patrouillen-Boote werden die Küsten kontrollieren, sie haben 100.000 Sicherheitsbeamte zusätzlich ausgebildet. Mehr kann man nicht tun."

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