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Gernot Rohr trainiert seit 2010 die Nationalmannschaft Gabuns © getty

Nach dem Elfmeter-Aus gegen Mali ist der deutsche Trainer voll des Lobes für sein Team. Die Vorrunde fordert ihren späten Tribut.

Libreville - Gernot Rohr warf die unglückliche Niederlage im Elfmeterschießen nicht um.

"Ich muss meinen Spielern gratulieren. Sie haben alles gegeben, sie können den Platz erhobenen Hauptes verlassen", kommentierte der deutsche Trainer von Gabun, Co-Gastgeber beim Afrika-Cup, die 4:5-Niederlage im Elfmeterschießen im Viertelfinale in Libreville gegen Mali.

Nach der Verlängerung hatte es 1:1 gestanden. Bis zur 83. Minute konnte die Rohr-Elf sogar vom Einzug in die Vorschlussrunde träumen (DATENCENTER: Afrika-Cup).

Eric Mouloungui hatte die Gastgeber unter dem Jubel der Fans in der 54. Minute in Führung gebracht, doch sieben Minuten vor dem Schlusspfiff glich Cheick Diabate (83.) für Mali aus.

Pech in der Elfmeter-Lotterie

"Den Ausgleich so spät zu kassieren, ist nie einfach", sagte der ehemalige Münchner und Offenbacher Bundesliga-Profi.

In der Lotterie Elfmeterschießen war Gabun dann das Glück nicht mehr hold. Malis Torwart Soumaila Diakite parierte den Schuss von Pierre-Emerick Aubayemang.

Den entscheidenden Elfmeter für Mali verwandelte Seydou Keita von Champions-League-Sieger FC Barcelona.

Die größten Chancen hatten die Rohr-Schützlinge durch Aubayemang und Daniel Cousin, als diese in der ersten Halbzeit zweimal den Pfosten getroffen hatten.

"Wir sind unglücklich ausgeschieden"

Mouloungui meinte: "Wir haben ein großartiges Turnier gespielt. Es bedeutet schon etwas, kein einziges Turnierspiel in regulärer Spielzeit verloren zu haben. Wir sind unglücklich ausgeschieden."

Der Einzug ins Halbfinale wäre der größte Erfolg für Gabuns Nationalmannschaft gewesen.

"Wir haben unsere Fans begeistert"

Auf die Frage während der Pressekonferenz, ob es eine Entschuldigung in Richtung der Menschen in Gabun gebe, die nun sehr enttäuscht seien, meinte der Mann von OGC Nizza:

"Wir brauchen keine Entschuldigung. Vor Turnierbeginn waren viele skeptisch, aber wir haben unsere Fans vielmehr während des Turniers mit unserer Spielweise begeistert."

"Natürlich sind alle enttäuscht, aber wir haben unsere Stärken gezeigt. Die Mannschaft ist noch jung, wir sind an einigen kleinen Details gescheitert. Auf diesem Weg müssen wir weitermachen", ergänzte Mouloungui.

Vorrunde fordert Tribut

Unter dem Strich blieben drei Vorrunden-Siege für Gabun gegen die ehemaligen Afrika-Cup-Sieger Marokko (3:2) und Tunesien (2:1) sowie gegen Niger (2:0). Möglicherweise war der Kräfteverschleiß für die Rohr-Elf zu groß.

"Uns fehlte am Ende die nötige Frische. Mein Team hat eine Menge in den ersten Spielen investieren müssen", sagte der deutsche Coach.

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