Der italienische Ex-Nationalspieler Christian Vieri fordert im Zuge des Spitzel-Prozesses gegen seinen Ex-Klub Inter Mailand vom nationalen Fußball-Verband FICG die Aberkennung von Inters Meister-Titel 2006.

Wegen Verstößen gegen den Sport-Kodex verlangt der 38 Jahre alte Ex-Profi, den Inter in früheren Jahren in seinem Privatleben überwachen lassen hatte, außerdem laut einem Bericht der "Gazzetta dello Sport" Tätigkeitsverbote für Mailands Boss Massimo Moratti und Vizepräsident Rinaldo Ghelfi.

Vieri verlangt in dem Prozess gegen Inter 9,25 Millionen Euro Schadenersatz und von der Telefongesellschaft Telecom Italia weitere 12 Millionen Euro. Die Bespitzelung des einstigen Stürmerstars durch eine Privatdetektei mit Verbindungen zur Telecom Italia hat bei dem im Oktober zurückgetretenen Stürmer nach Angaben seines Anwalts zu schweren Depressionen geführt.

Moratti hat die Überwachung Vieris bereits eingestanden, ein Urteil in dem Prozess wird in den nächsten Wochen erwartet.

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