Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) wird als Reaktion auf die neuen Enthüllungen im Wettskandal Kontakt mit der Bochumer Staatsanwaltschaft aufnehmen.

Dies teilte der ÖFB am Samstag mit. Zudem habe sich der Verband abermals an die zuständigen Behörden in Österreich gewandt, um zu erfahren, "ob Verdachtsmomente vorliegen oder Ermittlungen getätigt werden".

"Für uns ist ein sauberer Fußballsport das höchste schützenswerte Gut, und wir verurteilen sämtliche versuchten oder möglicherweise gar durchgeführten Manipulationen auf das Schärfste. Wir wollen und werden weiter alles in unserer Macht stehende beitragen, um zu einer möglichst raschen Aufklärung beitragen zu können", sagte ÖFB-Präsident Leo Windtner.

Ante Sapina, der durch den Wettskandal um den DFB-Schiedsrichter Robert Hoyzer berühmt wurde, und sein Kompagnon Marijo C. sollen laut Anklageschrift Spieler des Bundesligisten Kapfenberger SV bestochen haben, damit sie absichtlich drei Partien verlieren.

Im Mittelpunkt stand dabei, so die Bochumer Staatsanwaltschaft, ein Abwehrspieler des Klubs. Er soll über einen Mittelsmann insgesamt mehr als 200.000 Euro erhalten haben, die er zum Teil an seine Teamkollegen weitergeben sollte.

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