Österreichs Fußball kommt nicht zur Ruhe. Nach den Ausschreitungen beim Wiener Derby ist nun das Bundesliga-Spiel zwischen dem SC Wiener Neustadt und Sturm Graz (1: 2) unter Manipulationsverdacht geraten.

Ein spätes Handspiel von Neustadt-Stürmer Edin Salkic und ungewöhnliche Quotenverläufe auf dem asiatischen Wettmarkt nährten entsprechende Gerüchte.

Der 21-jährige Salkic hatte am Sonntag in der 87. Minute einen Eckball über seinem Kopf weggeboxt. Das Elfmeter-Geschenk brachte Tabellenführer Sturm den 2:1-Sieg und vor dem letzten Spieltag einen Zwei-Punkte-Vorsprung auf Verfolger Austria Wien.

Pikant: Salkic spielte 2009 für Graz. Bei der Staatsanwaltschaft ist bereits von einer Privatperson eine Anzeige wegen Betrugsverdachts eingegangen.

Zumindest die Frühwarnsysteme für Asien schlugen an. Es lägen "glasklare Indikatoren" auf dem asiatischen Wettmarkt vor, die den Manipulationsverdacht erhärten, sagte Peter Mündle vom Wettbeobachter Asian Monitor dem "ORF":

"Es gab im Vergleich zu den bei solchen Spielen üblichen Beträgen die siebenfachen Einsätze. Und die Quote hat sich vor und während des Spiels mehrmals dramatisch verändert." Der österreichische Fußball-Bund ÖFB kündigte an, den Gerüchten nachzugehen.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel