Trainer Franco Foda ist nach dem Scheitern der Vertragsverhandlungen mit Sturm Graz über das Verhalten der Vereinsführung enttäuscht.
"Ich finde es traurig, dass es nach 15 Jahren so endet. Die Entscheidung, Sturm zu verlassen, tut mir im Herzen weh. Wir haben ja sehr viel aufgebaut und auch sehr gut zusammengearbeitet", sagte Foda gegenüber der "Steirerkrone".
Besonders ärgert sich der 45-Jährige über den Vorwurf von Präsident Gerald Stockenhuber, Foda habe im neuen Vertrag eine Ausstiegsklausel gefordert, die der Klub allerdings abgelehnt habe.
"Ich wehre mich gegen diese Unwahrheit", sagte Foda und widersprach dem Grazer Boss.
"Ich hab diese Klausel nicht zusätzlich gefordert, sie war ja bereits Bestandteil meines altes Vertrages", unterstrich der Ex-Bundesligaprofi und ergänzte: "Ich bin doch schockiert über diese Aussendung unseres Präsidenten, denn Vertragsdetails haben in der Öffentlichkeit nichts verloren."
Trotz der Querelen will der ehemalige deutsche Nationalspieler bis zum Sommer beim Klub weiter arbeiten. Er schränkt allerdings ein: "Ich weiß nicht, was der Klub plant und vorhat."
Fodas Vertrag läuft im Sommer 2012 aus. Zunächst hatte seine Unterschrift unter einen neuen Kontrakt nur als Formsache gegolten.
Der Ex-Bundesliga-Profi war für die "Blackies" 15 Jahre als Spieler und Trainer aktiv. In der Saison 2010/11 führter er die Grazer überraschend zur Meisterschaft.
Der 45-Jährige ist nun bei Hertha BSC Berlin als Nachfolger von Markus Babbel im Gespräch. Der Hertha-Coach hat bislang seinen bis 2012 laufenden Vertrag nicht verlängert.
