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Der Argentinier Carlos Tevez markierte für Manchester in der 61. Minute den Ausgleich © getty

Last-Minute-Sieg: In Wigan muss Spitzenreiter ManUtd lange einem Rückstand hinterherlaufen, drehte die Partie aber noch.

Wigan - Der englische Meister Manchester United steht vor der erfolgreichen Titelverteidigung und einem lang ersehnten Rekord.

Die Mannschaft von Teammanager Alex Ferguson kam am Mittwochabend zu einem 2:1 (0:1)-Erfolg im Nachholspiel bei Nachbar Wigan Athletic.

Mit nunmehr 86 Punkte bauten die "Red Devils" den Vorsprung an der Spitze der Premier League auf sechs Zähler zum Erzrivalen FC Liverpool aus.

Damit könnte Manchester bereits am Samstag mit einem Unentschieden am vorletzten Spieltag gegen den FC Arsenal den dritten Meistertitel in Folge perfekt machen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Carrick erlöst ManUtd

Und noch viel wichtiger: Mit der 18. Meisterschaft der Klubgeschichte würde United mit Liverpool gleichziehen.

Das Spiel in Wigan begann für den Favoriten, der mit dem Weltpokal- und Liga-Cup-Gewinn bereits zwei Titel in der laufenden Saison hat und zudem gegen den FC Barcelona die Champions-League-Krone erfolgreich verteidigen kann, denkbar schlecht.

Hugo Rodallega brachte den Außenseiter in Führung (28.).

Doch der argentinische Stürmerstar Carlos Tevez glich nach einer guten Stunde aus (61.).

Michael Carrick sorgte in der 86. Minute schließlich für die Entscheidung. Einen Pass von O'Shea zimmerte Carrick in den Torwinkel.

Tevez soll bleiben

Ferguson machte nach Spielende klar, dass ManUnited Tevez auf jeden Fall behalten möchte: "`Er ist ein fantastischer Spieler. Er weiß, dass ich ihn unbedingt halten möchte. Ich und Geschäftsführer David Gill haben schon mit ihm gesprochen."

Allerdings müsste der Klub-Weltmeister für den Spieler, der zurzeit nur auf Leihbasis in Old Trafford spielt, tief in die Tasche greifen. Von umgerechnet rund 34 Millionen Euro Ablöse ist die Rede.

"Fühle mich nicht erwünscht"

Tevez selbst hatte zuletzt erklärt, dass er sich wohl nach einem neuen Klub umsehen müsse:

"Ich fühle mich nicht erwünscht hier. Die Fans behandeln mich wie ein Familienmitglied, aber der Verein respektiert mich nicht als Fußballer. Ich fühle mich schlecht wegen meiner Situation. Es wäre schwierig, länger zu bleiben. Deshalb denke ich, dass ich mich verabschieden werde."

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