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Mit dem 0:0 gegen Arsenal machte United den Titel-Hattrick perfekt © getty

Der Erfolg von Manchester United ist eng mit seinem Trainer verbunden. Ferguson hat sich schon das nächste Ziel gesetzt.

München - Der Champagner floss in Strömen, rund um den Fußball-Tempel Old Trafford brannten Feuerwerke ab.

Mit dem 18. Meistertitel hat Manchester United ein weiteres wichtiges Kapitel in der ruhmreichen Klubhistorie geschrieben.

Die "Red Devils", die den dritten Titel in Folge mit einer Nullnummer gegen den FC Arsenal zur Lunchtime am Samstag perfekt machten, dürfen sich wie Erzrivale FC Liverpool Rekordmeister nennen (zum Spielbericht: ManUnited feiert 18. Meisterschaft).

Daran änderte auch nichts, dass der FC Liverpool genauso wie Chelsea seine Pflichtaufgabe am Sonntag löste. Der Zweitplatzierte siegte bei West Bromwich mit 2:0. Chelsea gewann gegen die Rovers mit 2:0. Florent Malouda (4.) und Nicolas Anelka (59.) machten die Tore für die Blues. (DATENCENTER: Premier League)

Ferguson als Vater des Erfolgs

Manchester Erfolgsgeschichte ist untrennbar mit der Person Alex Ferguson verbunden.

Der Teammanager wuchtete die 25 kg schwere und 76 cm hohe Premier-League-Trophäe aus Sterling Silber zum elften Mal in 17 Jahren über sein ergrautes Haupt.

Und er strahlte dabei, als ob es sein erster Titel sei. Und es sollen noch mehr werden. An die Rente verschwendet der 67-Jährige keinen Gedanken.

"Es wäre noch bemerkenswerter, wenn wir an ihnen vorbeiziehen", sagte Sir Alex mit Blick auf den Konkurrenten Liverpool und meinte deshalb: "An einen Rücktritt denke ich nicht. Ich werde weitermachen und Teammanager bleiben. Nur meine Gesundheit entscheidet darüber, ob ich aufhöre. Lasst uns beten."

Gewaltige Titelsammlung

Die Erfolgsstory von Ferguson in Manchester ist unglaublich.

Nur die Blackburn Rovers, der FC Arsenal und der FC Chelsea konnten ManU seit 1992 kurzfristig von der Spitze in England verdrängen.

In 23 Jahren führte Ferguson den Klub auch zu fünf FA-Cup- und zwei Champions-League-Siegen (1998, 2008) sowie den Europapokal der Pokalsieger 1991.

"Als ich hier anfing, waren sie (Liverpool/Anmerk. d. Red.) das größte Team im Land. Ich hätte nicht im Traum dran gedacht, elf Titel zu holen. Nicht in einer Million Jahren", sagte Ferguson.

"Haben uns schnell entwickelt"

"Ich wollte erstmal einen gewinnen und sehen, was dann passiert. Aber wir haben uns schnell entwickelt."

Längst steht Ferguson auf einer Stufe mit dem legendären Liverpool-Manager Bob Paisley, der die Reds zwischen 1974 und 1983 zu sechs Meisterschaften, drei Siegen im Europapokal der Landesmeister und einem im UEFA-Cup führte.

Mit Spielerpersönlichkeiten wie Eric Cantona, Mark Hughes, Roy Keane, Paul Scholes, Ryan Giggs oder David Beckham und einer unvergleichlichen Erfolgsphilosophie machte Sir Alex Manchester United zu einem der berühmtesten Klubs der Welt.

Drei Pokale sind es nun in dieser Saison schon wieder: Liga-Cup-Sieg, Klub-WM und Meisterschaft.

Die Krönung soll nun am 27. Mai in Rom folgen, wo man im Champions-League-Finale den Titel aus dem Vorjahr gegen den FC Barcelona verteidigen will.

Der 37. Spieltag im Überblick:

Manchester United - FC Arsenal 0:0

Bolton Wanderers - Hull City 1:1Tore: 1:0 Steinsson (26.), 1:1 Fagan (46.)

FC Everton - West Ham United 3:1Tore: 0:1 Kovac (24.), 1:1, 3:1 Saha (38./Elfm.,76.), 2:1 Yobo (48.)Rot: Tomkins (37./West Ham)

FC Middlesbrough - Aston Villa 1:1Tore: 1:0 Sanli (14.), 1:1 Carew (57.)

Newcastle United - FC Fulham 0:1Tor: 0:1 Kamara (41.)Rot: Bassong (60./Newcastle)

Stoke City - Wigan Athletic 2:0Tore: 1:0 Fuller (69.), 2:0 Beattie (76.)

Tottenham H. - Manchester City 2:1Tore: 1:0 Defoe (29.), 1:1 Bojinov (65.), 2:1 Keane (86./Elfm.)

West Bromwich - FC Liverpool 0:2Tore: 0:1 Gerrard (28.), 0:2 Kuyt (63.)

FC Chelsea - Blackburn Rovers 2:0 Tore: 1:0 Florent Malouda (4.), 2:0 Nicolas Anelka (59.)

FC Portsmouth - FC Sunderland (Montag, 21 Uhr)

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