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Nach dem siegreichen FA-Cup-Finale freut sich Michael Ballack (r.) zusammen mit Florent Malouda © imago

Im FA-Cup holt Michael Ballack doch noch einen Titel. Mit neuem Trainer will er noch einmal angreifen.

London - Pokaltriumph, neuer Vertrag, neuer Teammanager: Nach herben Enttäuschungen in Meisterschaft und Champions League feierte Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack mit dem FC Chelsea durch das 2:1 gegen den FC Everton den fünften FA-Cup-Titel der Klubgeschichte.

Wenig später gab er die Einigung auf ein weiteres Engagement bei den Blues bekannt.

48 Stunden, nachdem der 32-Jährige den Cup vor der Royal Box in den Himmel reckte, bestätigte Chelsea die Verpflichtung von Carlo Ancelotti als Teammanager.

Der Italiener hatte seinen Kontrakt beim AC Mailand aufgelöst und tritt die Nachfolge von Guus Hiddink an, der sein Vier-Monats-Engagement mit dem FA-Cup krönte.

"Ich denke es ist Zeit für eine neue Herausforderung. Ich werde alle meine Energie für Chelsea aufwenden", sagte Ancelotti: "Chelsea ist eine große Herausforderung für mich."

"Schön, etwas in den Händen zu halten"

Im Vordergrund stand für Ballack am Pfingstwochenende der Pokalgewinn, auch wenn er vor 89.391 Zuschauern im ausverkauften Wembley-Stadion erst in der 61. Minute ins Geschehen eingreifen durfte. 112543(Diashow: Die Bilder des Spiels)

"Der Stellenwert des Pokals ist sehr hoch für mich. Es ist schön, am Ende etwas in den Händen zu halten", sagte Ballack zum Sieg im ältesten Fußball-Wettbewerb der Welt. Es war das 128. Cup-Finale seit 1835.

Vergessen waren der dürftige dritte Rang in der Premier League und das Halbfinal-Aus in der Königsklasse.

7,4 Millionen jährlich für Ancelotti

Grund genug für den 32-Jährigen, eine Neuigkeit zu verkünden. "Ich habe noch nicht unterschrieben, aber ich habe mich mit dem Verein auf einen Einjahresvertrag geeinigt", sagte Ballack dem BBC-Fernsehen.

Am Montag stand der fünfte Trainer des Deutschen seit seinem Wechsel 2006 fest. Chelsea bestätigte die Verpflichtung von Carlo Ancelotti, der tags zuvor beim AC Mailand gekündigt hatte. (Chelsea: Ancelotti macht's)

Der 49 Jahre alte Italiener erhält einen Dreijahresvertrag, soll 7,4 Millionen Euro pro Saison bekommen und folgt auf Jose Mourinho, Avram Grant, Luiz Felipe Scolari und zuletzt Guus Hiddink, der allerdings nur vier Monate an der Seitenlinie stand.

Hiddink und Abramowitsch tanzen

"Das ist einer der wichtigsten Titel meiner Karriere. Im Mekka des Weltfußballs den FA-Cup zu gewinnen, ist etwas kaum Fassbares", sagte der 62-jährige Hiddink, der sich nun wieder auf die russische Nationalmannschaft und die WM-Qualifikation konzentriert.

Hiddink tanzte wie Klubeigner Roman Abramowitsch zusammen mit Spielern und Trainerstab. "Wir haben einen multikulturellen Kader, Sie müssten die afrikanischen Spieler mal sehen. Michael Essien beim Break Dance zu beobachten, ist eine wahre Freude", sagte Hiddink.

Ballack lobt positive Hiddink-Einstellung

Hiddink hat die Chelsea-Stars mit seiner positiven Einstellung begeistert. "Er war immer entspannt und hat uns immer vertraut, weil er wusste, dass wir Fußball spielen können", sagte Ballack: "Es war eine große Freude, mit ihm zu arbeiten."

Gegen den FC Everton zahlte sich diese Einstellung aus.

Das 0: 1 durch Louis Saha nach nur 25 Sekunden - das schnellste Tor in der FA-Cup-Final-Geschichte - verdauten die Blues ohne Probleme, der Erfolg durch die Tore von Didier Drogba (21.) und Frank Lampard (72. ) kam zwangsläufig.

Angriff in Premier League und Champions League

Ballack setzt auf "Kontinuität" und formulierte die Ziele, die Ancelotti verwirklichen soll.

"Nächstes Jahr wird die Konzentration auf der Premier League und der Champions League liegen", meinte der Deutsche.

"Wir brauchen nicht viel zu ändern, um die Premier League zu gewinnen, denn wir haben einen guten Kader. Aber wir haben wieder einen neuen Teammanager und brauchen etwas Zeit, uns umzustellen", ergänzte Ballack.

Abramowitsch soll dem neuen Teammanager 50 Millionen Euro für neue Spieler zur Verfügung stellen. Auf der Einkaufsliste sollen Franck Ribery vom deutschen Rekordmeister Bayern München und der spanische Europameister David Villa vom FC Valencia stehen. (Ribery zu Chelsea? Bayern kämpfen verbissen)

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