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Jurij Schirkow spielt seit 2004 für ZSKA Moskau © getty

Der Poker um den russischen Nationalspieler ist beendet: Der 25-Jährige wechselt von ZSKA Moskau zum Ballack-Klub FC Chelsea.

London - Nach monatelangem Poker ist der Transfer des russischen Nationalspielers Jurij Schirkow zum englischen Pokalsieger FC Chelsea perfekt.

Das teilte der neue Teammanager Carlo Ancelotti auf seiner ersten Pressekonferenz mit.

Zugleich bestätigte der Italiener die Verpflichtung des Stürmers Daniel Sturridge vom Ligakonkurrenten Manchester City.

Außerdem machte er sich für einen Verbleib von Kapitän John Terry bis zu dessen Karriereende stark.

Angeblich 20 Millionen Euro Ablöse

Schirkow, Linksaußen von ZSKA Moskau, war nach seinen eindrucksvollen Auftritten bei der EM 2008 zu Russlands Spieler des Jahres gewählt worden.

Über die Laufzeit des Vertrages sowie die Höhe der Ablösesumme machte Ancelotti keine Angaben, zuletzt war aber von einem Vierjahreskontrakt bis zum 30. Juni 2013 und 20 Millionen Euro Ablöse die Rede.

Schirkow spielt beim Klub seines milliardenschweren Landsmanns Roman Abramowitsch künftig mit dem deutschen Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack zusammen.

Ancelotti plant den schnellen Russen als Außenverteidiger oder Mittelfeldspieler ein.

Auch Sturridge kommt

Bayern München hatte vor einiger Zeit ebenfalls Interesse an dem 25-jährigen Schirkow signalisiert, sich aber nicht auf ein Wettbieten mit den Engländern einlassen wollen.

Manager Uli Hoeneß hatte nach Bekanntwerden des Interesses aus London gesagt: "Wenn Chelsea Ernst in dieser Sache macht, haben wir keine Chance."

Die Briten hatten vor Schirkow auch Sturmtalent Sturridge verpflichtet.

Der 19-jährige Angreifer soll ebenfalls einen Vierjahresvertrag bis 2013 erhalten haben.

Ancelotti hat Lacher auf seiner Seite

Ancelotti erteilte zudem allen Wechselgerüchten um Terry zu Manchester City eine Absage. Doch zunächst schockte der gut aufgelegte Chelsea-Coach die anwesenden Journalisten:

"Terry ist ein Symbol für diese Mannschaft, aber ich weiß nicht, ob er in der nächsten Saison noch Kapitän ist", sagte der Italiener.

Erst kurze Zeit später klärte er die verdutzten Journalisten auf: "Ich mache sehr gerne Witze", erklärte Ancelotti und hatte die Lacher damit auf seiner Seite.

Dann stellte er klar: "Terry wird für immer bei Chelsea bleiben. Er wird auch kommende Saison der Kapitän sein. Es gibt keine preisliche Schmerzgrenze für ihn."

Vergleich mit Maldini

Anschließend lobte er Terry überschwänglich und verglich den Abwehrchef mit dem langjährigen Milan-Profi Paolo Maldini.

Beide seien sich in punkto Professionalität und Qualität sehr ähnlich, schwärmte Ancelotti.

Ob Chelsea nach Schirkow und Sturridge noch weitere Spieler verpflichten werde, wollte der Coach nicht ausschließen.

Dringender Bedarf bestehe jedoch nicht: "Ich bin mit dem derzeitigen Kader sehr zufrieden. Wir haben ein großartiges Team. Dennoch werden wir den Markt im Auge behalten".

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