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Steven Gerrard spielt seit 1989 für den FC Liverpool in der Premier League © getty

Der Kapitän des FC Liverpool kommt vor Gericht noch einmal mit einem "blauen Auge" davon. 100.000 Fans wollen die Reds übernehmen.

München - Der englische Nationalspieler Steven Gerrard vom FC Liverpool ist im Prozess um eine Kneipenschlägerei freigesprochen worden. (Gerrard allein vor Gericht)

Das Gericht hatte abschließend keine eindeutigen Beweise für ein strafwürdiges Vergehen Gerrards, der nach eigener Aussage "in Notwehr" gehandelt habe.

Drei Tage zuvor waren die sechs Mitangeklagten des 29-Jährigen vom Gericht als schuldig verurteilt worden.

Sie hatten zugegeben, an der Schlägerei Ende Dezember 2008 in Liverpool beteiligt gewesen zu sein.

Gerrard feiert Sieg

"Reds"-Kapitän Gerrard, dem bei einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft gedroht hätten, hatte bis zuletzt auf nicht schuldig plädiert.

Bei der Schlägerei war ein Geschäftsmann verletzt worden.

In der Kneipe hatte Gerrard im Dezember mit Freunden den Sieg der Liverpooler über Newcastle United gefeiert.

Revolution bei den Reds

Während Gerrard aufatmen kann, bahnt sich bei seinem Verein eine Revolution an. Nach dem Motto "Alle Macht den Fans" planen die Anhänger der Reds die Übernahme ihres Klubs.

Zu diesem Zweck sollen weltweit rund 100.000 solvente Liverpool-Fans und ein kommerzieller Partner gefunden werden, die gemeinsam den derzeitigen Klubbesitzern den Verein für bis zu 500 Millionen Pfund (675 Millionen Euro) abkaufen.

Den Anstoß zu der ungewöhnlichen Aktion gab offenbar die wachsende Unzufriedenheit der Liverpooler mit den derzeitigen Klubeigentümern George Gillett und Tom Hicks.

Liverpool als Spielball

Die beiden Amerikaner hatten den fünfmaligen Landesmeister-Cupgewinner Anfang 2007 für 220 Millionen Pfund (300 Millionen Euro) erworben.

Die Fans sehen ihre Reds zunehmend nur noch als Spielball profitorientierter Investoren.

Proteste hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder im Zusammenhang mit Übernahme-Verhandlungen zwischen Gillett/Hicks und einem Finanzkonsortium aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gegeben.

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