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Michael Ballack wechselte 2006 vom FC Bayern zum FC Chelsea © getty

Ballacks Chelsea ist bei den Buchmachern Favorit auf den Titel in der Premier League. Aber die Konkurrenz ist groß an der Spitze.

London - Vier Champions, ein mächtig aufgepumpter Herausforderer und ein Buchmacher-Favorit Michael Ballack:

Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft zieht mit dem FC Chelsea am Samstag gegen Hull City (ab 13.45 Uhr LIVESCORES) an der heimischen Stamford Bridge den Vorhang zur 18. und wohl spannendsten Saison in der englischen Premier League auf.

Und die Blues müssen sechs Tage nach dem Sieg im Community Shield gegen Titelverteidiger Manchester United (zum Artikel) ihrem Status als Topfavorit auf den Meistertitel gerecht werden.

Der Buchmacher Ladbrokes führt das Team des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch mit einer Topquote von 2:1.

Fokus liegt auf der Meisterschaft

"Wie jedes Jahr wollen wir natürlich so viele Titel wie möglich gewinnen. Unser besonderer Fokus liegt dabei auf dem Gewinn der Meisterschaft in der Premier League", sagte Ballack bei Sport1.de.

Nach drei enttäuschenden Jahren in der besten Liga der Welt, in der man immer Rekordmeister Manchester den Vortritt hatte lassen müssen, soll nun auch der neue Teammanager Carlo Ancelotti für einen Höhenflug sorgen.

"Carlo Ancelotti ist ein Meistertrainer, der schon viel gewonnen hat und viel Erfahrung in den Klub einbringt", sagte Ballack, dessen Chef nach dem Ende der vergangenen Saison vom AC Mailand nach London gewechselt war.

Große Konkurrenz im Meisterkampf

Aber die Konkurrenz ist groß: Neben Manchester will vor allem Erzrivale und Vizemeister FC Liverpool nach 19-jähriger Durststrecke wieder ganz oben stehen.

Und der FC Arsenal strebt trotz des Verlustes zweier Leistungsträger den 14. Titel der Klubgeschichte an. Für die größte Spannung sorgt aber zweifelsohne die einstige graue Maus Manchester City.

Scheich Mansur bin Zayed Al Nahyan, sportverliebter Spross der Herrscherfamilie von Abu Dhabi, pumpte in den vergangenen zwölf Monaten umgerechnet geschätzte 250 Millionen Euro für personelle Verstärkungen in den Klub, mit dem die deutsche Torhüterlegende Bert Trautmann 1956 den FA-Cup gewann.

Drastischer als Chelseas kompromissloser Kapitän John Terry hätte man die Situation vor dem Saisonstart nicht ausdrücken können:

"Es wird wieder sehr eng, wie schon in den vergangenen vier oder fünf Jahren. Es wird ein Kampf um Leben und Tod."

Manchester City investiert 110 Millionen

Umgerechnet rund 110 Millionen Euro hat Man City vor der Saison in Carlos Tevez (29), Emmanuel Adebayor (29), Roque Santa Cruz (19,5), Kolo Toure (18,5) und Gareth Barry (14) investiert.

Ob das reicht, wird sich möglicherweise schon im ersten Spiel am Samstag bei den Blackburn Rovers zeigen, dem alten Klub von Manchesters Teammanager Mark Hughes.

Der ehemalige Bayern-Profi steht angesichts der Investitionen mächtig unter Druck, obwohl das Ziel für die laufende Saison "nur" Top vier lautet.

ManUnited will vierten Titel in Serie

Das wäre für die Arrivierten eine maßlose Enttäuschung. Manchester will als erstes Team überhaupt in England zum vierten Mal in Folge Meister und damit alleiniger Rekordtitelträger werden.

"Das wäre eine großartige Leistung, weil wir alle wissen, was für eine schwierige Liga das ist", sagte Teammanager Sir Alex Ferguson. Der Meister startet am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Birmingham City.

Liverpool hat keine Angst vor den Großen

Stürmerstar Fernando Torres vom FC Liverpool, der 43,5 Millionen Euro in Alberto Aquilani und Glen Johnson investiert hat, sieht das Problem der Reds nicht in den Topfavoriten.

"Wir haben kein Problem, Manchester United oder Chelsea zu schlagen. Tottenham ist zwar ein schwieriges Pflaster, aber in diesen Spielen müssen wir unsere Titelambitionen untermauern", sagte der 25-Jährige.

Liverpool, das am Sonntag den Spieltag an der White Hart Lane mit dem Duell gegen die Spurs abschließt, gewann im vergangenen Jahr zwar beide Spiele gegen ManU, ließ aber gegen die Außenseiter viele Punkte.

Arsenal nur Außenseiter

Schwer dürfte es für den FC Arsenal werden, der für Adebayor und Toure viel Geld kassierte, aber bislang kaum in etwas adäquates investierte.

Auf die Frage, was für die Gunners unter dem Strich nach der kommenden Saison akzeptabel wäre, antwortete Teammanager Arsene Wenger:

"Der Gewinn der Meisterschaft und der Champions League - alles andere wäre in den Augen unserer Fans ein Desaster."

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