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Auf Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch kommen schwierige Zeiten zu © imago

Die Blues werden hart bestraft. Der RC Lens hatte gegen die Londoner geklagt. Ein anderer englischer Klub hat große Finanzgroßen.

München - Schock für den FC Chelsea: Die FIFA hat gegen den Klub von Michael Ballack ein Transferverbot für ein Jahr verhängt.

Damit dürfen die Blues in den nächsten beiden Transferperioden (Winter 2009/10 und Sommer 2010) keine Spieler aus dem In- und Ausland verpflichten.

Hintergrund für die drastische Strafe ist der Vertragsstreit um den Spieler Gael Kakuta, der 2007 von RC Lens zu Chelsea gewechselt war.

Lens hatte bei der FIFA Beschwerde wegen Vertragsbruchs eingereicht.

Die Schlichtungskammer der FIFA folgte dem Gesuch der Franzosen.

Hat Chelsea zum Vertragbruch animiert?

"Chelsea ist es in den kommenden beiden Transferperioden untersagt, Spieler zu verpflichten, weder national noch international", heißt es in einer Stellungnahme der FIFA.

Chelsea habe demnach den Spieler zum Vertragsbruch angehalten.

Der Teenager wurde von der FIFA für vier Monate für alle offiziellen Spiele gesperrt.

Zudem muss der Akteur eine Strafe in Höhe von 780.000 Euro zahlen, für die Chelsea haftet. Die Engländer müssen außerdem eine Ausbildungsentschädigung von 130.000 Euro an Lens zahlen.

West Ham mit großen Finanzsorgen

Derweil wurde bekannt, dass die finanziellen Probleme von West Ham United offenbar noch größer sind als lange Zeit angenommen.

Die Hammers drücken angeblich Schulden und Verbindlichkeiten von knapp 115 Millionen Euro.

Das geht laut eines Berichts der Tageszeitung Guardian aus den Büchern des Klubs hervor.

Allein im vergangenen Jahr soll der Europacupsieger der Pokalsieger von 1965 über 43 Millionen Euro Verlust erwirtschaftet haben.

Bankrott stand bevor

West Hams Finanzchef Nick Igoe bezeichnete die Vereinspolitik von Ex-Klubboss Björgolfur Gudmundsson als "völlig verfehlt".

Der Traditionsklub aus dem Londoner East End stand offenbar bereits vor dem Bankrott.

Nur der gute Wille seiner Gläubiger habe West Ham vor dem Ruin bewahrt, heißt es. Weil der aktuelle Hammers-Eigner, die CB Holding, eine Tochter der bankrotten isländischen Bank Straumur ist, droht den Hammers jedoch weiteres Ungemach.

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