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Harry Redknapp trainiert seit Oktober 2008 Tottenham Hotspur © getty

Die Spurs sind stark gestartet und haben hohe Ziele. Spitzenreiter Chelsea reist zu Stoke City. Manchester City empfängt Arsenal.

Von Mathias Frohnapfel

München - Für Tottenham Hotspur ist allein schon dieser Fakt eine Genugtuung: Das Spitzenspiel der Premier League steigt am fünften Spieltag in Nordlondon.

Die Spurs empfangen als Tabellenzweiter Manchester United, das nur einen Platz schlechter platziert ist (Sa., ab 18 Uhr LIVESCORES).

Und der Klub, für den einst Jürgen Klinsmann stürmte, geht selbstbewusst in die Begegnung.

Schließlich legte die Truppe von Trainer Harry Redknapp den besten Saisonstart seit 1960 hin. (DATENCENTER: Premier League)

Ferguson traut Spurs viel zu

Uniteds Trainer Sir Alex Ferugson hat Respekt vor der Arbeit Redknapps, der in der vergangenen Saison das Team von Juande Ramos übernahm.

"Die Spurs sind gut gestartet und es gibt eine Menge erfahrener Spieler in dieser Mannschaft", sagte Ferguson.

Nach seiner Einschätzung hat Tottenham sogar eine "realistische Chance in die Gruppe der ersten Vier zu gelangen".

Defoe bisher viermal erfolgreich

Zuletzt hatten bekanntlich auf die ersten vier Plätze Manchester United, Chelsea, Liverpool und Arsenal eine Art Abonnement.

Manchester wird gegen Tottenham besonders Jermain Defoe im Blick haben müssen, der bereits vier Tore erzielte. (DATENCENTER: Die Torjäger der Premier League)

Weitere Stützen der Spurs sind Peter Crouch, Roman Pavlyuchenko und Robbie Keane. Allerdings müssen die Londoner nun länger auf den kroatischen Mittelfeldstar Luka Modric verzichten, der sich beim Sieg gegen Birmingham City einen Wadenbeinbruch zuzog.

Redknapp will gegen United und Chelsea punkten

Spurs-Trainer Redknapp geht dennoch optimistisch in das Match gegen den Meister.

"Aus den nächsten zwei Spielen möchte ich vier Punkte holen. Aber es werden zwei harte Aufgaben."

Nach der Partie gegen Manchester treten die Spurs gegen Chelsea an.

Und Redknapp formuliert gleich einen Wunsch, der die Spurs-Fans zum Träumen bringt: "Ein Platz in der Europa League wäre schön, noch schöner wäre es in die Champions League zu kommen."

Chelsea muss zu Stoke City

Spitzenreiter Chelsea reist indes zu Stoke City, das nach einem gelungenem Start Platz fünf belegt. (Sa., ab 16 Uhr LIVESCORES)

Blues-Trainer Carlo Ancelotti reagierte jetzt auch auf den Transfer-Bann gegen sein Team und sagte: "Diese Entscheidung kam überraschend. Aber der Verein hat jetzt Einspruch eingelegt und ich hoffe auf ein gutes Ergebnis."

Das Team von Michael Ballack muss ohne Deco und Yuri Zhirkov zur Auswärtspartie fahren.

Ancelotti: "Eine wichtige Phase"

"Wir stehen jetzt vor einer wichtigen Phase", erklärte Ancelotti.

"Bis zum Oktober werden wir sehr viele Partien spielen und müssen das Maximum geben. Danach werden wir besser wissen, wo uns diese Saison hinführen kann".

Emotionale Partie für Adebayor

Derweil muss sich Arsenal bei Manchester City (Sa., ab 16 Uhr LIVESCORES) behaupten.

Vor allem für Emmanuel Adebayor dürfte es eine sehr emotionale Partie werden. Der Stürmer spielte von 2006 bis zu diesem Sommer für Arsenal, ehe er zu den "Citiziens" wechselte.

"Sie sehen jetzt einen selbstbwussten Spieler", erklärte er vor der Partie den Reportern. "Ich fühl mich hier wieder geliebt und deshalb lächle ich auch wieder."

Doch die Arsenal-Fans haben Adebayor seinen Wechsel keinesfalls verziehen.

"Die Leute müssen verstehen, dass große Klubs dich holen wollen, wenn du gut spielst", sagte Adebayor.

Und sprach über die gute Aufnahme bei den "Citiziens".

"Schon nach einer Woche habe ich gespürt, dass die Fans an mich glauben. Ich fühl mich hier wirklich zu Hause", berichtete Afrikas Fußballer des Jahres.

Wenger macht keine Vorwürfe

Vor der Saison hat Arsenal neben Adebayor (Ablöse 29 Millionen Euro) auch Innenverteidiger Kolo Toure (Ablöse 18,7 Millionen Euro) an Manchester City abgeben.

Trainer Arsene Wenger bemühte sich dennoch vor dem Spiel um Gelassenheit.

"Ich hege keinen Groll gegenüber Toure oder Adebayor. Ich wünsche meinen Ex-Spielern immer, dass sie glücklich sind. Es gehört zum Leben, dass Spieler zu anderen Klubs weiterziehen."

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