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Carlos Tevez (l.), hier gegen Nigel de Jong, hat mittlerweile die Seiten gewechselt © getty

Nach dem Eklat durch Emmanuel Adebayor will es sein Teamkollege Carlos Tevez bei der Rückkehr zu seinem Ex-Klub besser machen.

Von Julian Meißner

München - Carlos Tevez hat nicht vor, es seinem Teamkollegen Emmanuel Adebayor nachzumachen.

Während sich der Togolese im Spiel gegen seinen ehemaligen Klub am vergangenen Wochenende gründlich daneben benahm und für einen handfesten Skandal sorgte, gibt sich Tevez vor seiner Rückkehr zu Manchester United ziemlich zahm.

"Ich erwarte, dass ich gut empfangen werde", sagte der Argentinier, der im Sommer zu Lokalrivalen Manchester City gewechselt war, dem "Daily Telegraph".

"Ich habe immer alles für United gegeben und hatte eine gute Beziehung zu den Fans", so Tevez vor dem mit Spannung erwarteten Stadt-Derby zwischen dem Zweiten und dem Dritten der Premier League am Sonntag (14.30 Uhr LIVE).

Eklat mit Folgen

"Das Wichtigste ist, dass Manchester City das Spiel gewinnt", sagt Tevez, der es sich lieber nicht mit den Zuschauern im "Theatre of Dreams" verscherzen will: "Wenn ich nicht treffe und wir dennoch die drei Punkte holen, wäre ich sehr glücklich."

Adebayor hatte nach dem Treffer zum 4:2 gegen seinen Ex-Klub FC Arsenal einen Sprint über den halben Platz bis direkt vor den "Gunners"-Fanblock hingelegt und die Anhänger mit seinem Jubel provoziert.

Die Sperre von drei Spielen, die er wegen einer Tätlichkeit gegen Arsenals Robin van Persie kassierte, könnte deshalb sogar noch ausgeweitet werden.

Adebayor wehrt sich

Adebayor verteidigte nun seine überschäumenden Emotionen: "Die Leute sagen, ich hätte Zeit gehabt nachzudenken. Doch das stimmt nicht", sagte der 25-Jährige der "Sun".

"Ich wurde das ganze Spiel beschimpft und habe dann das Siegtor erzielt. Zehn Sekunden sind da gar nichts, die Emotionen halten viel länger vor", so Adebayor, der Arsenal im Sommer verlassen und sich zuvor mit den Fans überworfen hatte.

Ferguson stichelt gegen City

ManUnited-Coach Alex Ferguson hat unterdessen den Druck auf den finanzstarken Lokalrivalen erhöht: "Mit all diesen Ausgaben musst du die Meisterschaft holen", sagte er.

"Die Rivalität ist in den letzten Monaten noch angewachsen, da sie all diese Spieler verpflichtet haben und auf Postern mit Carlos Tevez werben. Sie waren ein bisschen großspurig", so der Schotte zu "Sirius XM Radio" .

Tevez ist in der Stadt auf Plakaten mit dem Schriftzug "Welcome to Manchester" zu sehen - eine Anspielung darauf, dass United seinen Sitz im Verwaltungsbezirk Trafford und nicht in Manchester selbst hat.

Derby auch in London

Spitzenreiter FC Chelsea bekommt es ebenfalls am Sonntag im zweiten Topspiel des sechsten Spieltags in einem weiteren Derby mit Tottenham Hotspur zu tun (17 Uhr LIVE).

Das Team von Michael Ballack, mit fünf Siegen aus fünf Spielen die Mannschaft der Stunde, könnte mit elf saisonübergreifenden Liga-Siegen in Folge einen Klubrekord aufstellen. (DATENCENTER: Premier League)

Unter der Woche mussten die "Blues" jedoch einen schweren personellen Rückschlag verkraften: Geschäftsführer Peter Kenyon hört zum Ende des Oktobers auf und wird kurzfristig durch Ron Gourlay, bisher Mitglied der Geschäftsführung, ersetzt.

Chelsea holt Kroaten-Keeper

Neuigkeiten gibt es auch in Sachen Transfers: Chelsea hat nach der einjährigen Einkaufssperre durch die FIFA wegen der Ungereimtheiten bei der Verpflichtung des französischen Nachwuchsspieler Gael Kakuta erstmals wieder zugeschlagen. (Alle News zum internationalen Fußball)

Der kroatische Torwart Matej Delac (17) von Inter Zapresic kommt aber logischerweise erst 2011 nach London.

Transfer rettet Zapresic

Delac gilt als eines der größten Talente zwischen den Pfosten und wurde von Nationaltrainer Slaven Bilic schon für das Länderspiel der Kroaten in England am vergangenen Spieltag der WM-Qualifikation nominiert.

"Wir sind stolz, dass wir einen unserer Spieler an einen der stärksten Klubs der Welt verkauft haben", sagte Zapresic-Sportdirektor Branko Laljak, für den der Deal einen weiteren angenehmen Nebeneffekt hat: "Dieser Transfer rettet uns vor dem Bankrott."

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