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Craig Bellamy (Nr. 39) wird von John O'Shea und Rio Ferdinand bedrängt © imago

Nach dem Faustschlag gegen einen United-Fan ermittelt die Polizei gegen Bellamy. Mourinho wird gesperrt, Atalanta feuert den Coach.

München - Der 4:3-Erfolg des englischen Meisters Manchester United am Sonntag im überaus turbulenten Derby gegen den Stadtrivalen Manchester City beschäftigt mittlerweile die Polizei. (DATENCENTER: Premier League)

Die ermittelt gegen City-Stürmer Craig Bellamy wegen eines Faustschlags gegen einen United-Fan.

Der Mann war in der Schlussphase der Begegnung auf das Spielfeld gestürmt.

Obwohl ihn sofort zwei Ordner einfangen und überwältigen konnten, lief der zweifache Torschütze Bellamy auf den Mann zu und verpasste ihm einen Faustschlag ins Gesicht.

Ermittlungen auch gegen den Fan

Das wiederum sorgte für einen kurzen Tumult mit einigen United-Spielern.

Die Polizei bestätigte dem Nachrichtensender "Sky News", dass sie sowohl gegen den Fan als auch gegen Bellamy Ermittlungen eingeleitet habe.

Spieler von Münze getroffen

Gleiches gilt auch für einen weiteren Vorfall, der sich nach dem Schlusspfiff abspielte. ManCity-Ersatzspieler Javier Garrido wurde beim Gang in den Spielertunnel von einer Münze am Kopf getroffen.

Das Wurfgeschoss dürfte Carlos Tevez gegolten haben, der direkt neben Garrido das Spielfeld verließ. Tevez war in der Sommerpause von United zu City gewechselt.

Die Fans im Old Trafford hatten den Argentinier während der gesamten Partie ausgebuht.

Ob Bellamy auch mit einer nachträglichen Strafe durch den englischen Fußballverband FA rechnen muss, ist unklar.

Sport1.de fasst weitere News aus dem internationalen Fußballs zusammen:

Sperre und Geldstrafe für Mourinho

Jose Mourinho frönte einer seiner Lieblingsbeschäftigungen und zoffte sich heftig mit dem Schiedsrichter: Inter Mailands unberechenbarer Trainer hat sich am Sonntag wieder einmal mit einem Unparteiischen angelegt.

Beim 2:1-Sieg in Cagliari kritisierte Mourinho Referee Daniele Orsato, der ihn daraufhin auf die Tribüne verbannte.

Am Montag wurde der Portugiese für ein Spiel gesperrt und muss zudem 15.000 Euro Geldstrafe zahlen. Er kann damit sein Team am Mittwoch gegen den SSC Neapel nicht betreuen.

Mourinho, der Inter seit Sommer 2008 trainiert, ist bereits dreimal bei Meisterschaftsspielen von der Trainerbank verbannt worden.

Platzverweis gefordert

Mourinho hatte in der 57. Minute vehement einen Platzverweis für den schon verwarnten Verteidiger von Cagliari Davide Astori gefordert.

Dieser hatte zuvor Inter-Stürmer Mario Balotelli gefoult.

Der Schiedsrichter verzichtete aber auf einen Platzverweis, was Mourinhos heftigen Protest auslöste.

Rassistische Gesänge gegen Eto'o

Das Spiel in Cagliari wurde derweil von rassistischen Gesängen der sardischen Tifosi gegen die dunkelhäutigen Inter-Spieler Samuel Eto'o und Balotelli überschattet.

Der Schiedsrichter verzichtete allerdings auf einen Spielabbruch, obwohl die neuen Regeln zur Bekämpfung des Rassismus in den italienischen Stadien dies erlauben.

"Bei rassistischem Verhalten der Fans sollen die Referees das Match abbrechen", sagte Präsident Sergio Campana.

Im April war Balotelli bereits von Juve-Fans beschimpft worden. Die Turiner hatten daraufhin ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestreiten müssen.

Neuer Trainer für Atalanta

Nach vier Niederlagen zu Beginn der Meisterschaft hat Atalanta Bergamo Trainer Angelo Gregucci entlassen. Nachfolger ist Antonio Conte.

Die Entscheidung traf Klubchef Alessandro Ruggeri, der mit dem Trainerwechsel ein Zeichen setzen will, um einen Weg aus der Krise zu finden.

Atalanta ist mit null Punkten und 1:7 Toren Tabellenletzter der Serie A.

Verletzt bei Krawallen in Sofia

Bei Krawallen am Rande des Lokalderbys Lewski Sofia gegen ZSKA Sofia in Bulgariens Meisterschaft sind sechs Personen verletzt worden.

Das gab das bulgarische Innenministerium am Montag rund 24 Stunden nach dem 2:0-Sieg von Spitzenreiter ZSKA bekannt.

Den offiziellen Angaben zufolge nahm die Polizei 30 Personen fest. Bei den Ausschreitungen entstanden Medienberichten zufolge Sachschäden an fünf Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs.

Zweitliga-Spieler bricht tot zusammen

Ein Zweitliga-Spieler aus Angola ist während eines Punktspiels zusammengebrochen und gestorben.

Die Ärzte konnten nach dem Kollaps von Neridson Estavao im Match seines Klubs Progresso de Sambizanga gegen Benfica de Cabinda nur noch den Tod des 26-Jährigen feststellen.

Über die Todesursache lagen zunächst noch keine Informationen vor.

EM 2016: Frankreich will groß investieren

150 Millionen Euro will Frankreichs Regierung im Fall der Vergabe der Fußball-EM 2016 an die Grande Nation in die Stadien investieren.

Die Zusage gab Sportministerin Roselyne Bachelot in Absprache mit Premierminister Francois Fillon.

Die Gelder sollen laut Bachelot für "die Renovierung und Verbesserungen von bestehenden Arenen sowie den Bau neuer Stadien" verwendet werden.

Bachelots abschließenden Gesprächen mit Fillon war die Annahme eines Gesetzesentwurfes vorausgegangen. Durch diesen ist Frankreichs EM-Kandidatur zu einem nationalen Interesse erklärt worden.

EM-Vergabe im Mai 2010

Neben den Franzosen bewerben sich Italien, die Türkei sowie als gemeinsamer Kandidat das skandinavische Duo Schweden und Norwegen.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) vergibt die übernächste EM-Endrunde, an der erstmals 24 Mannschaften teilnehmen werden, am 27. Mai 2010.

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