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Kevin-Prince Boateng (l.) wechselte für 4,6 Millionen Euro von Tottenham zu Portsmouth © getty

Ein Geschäftsmann springt in Portsmouth in die Bresche. Neapel schasst seinen Coach. In Bulgarien dauert ein Spiel vier Minuten.

München - Der saudi-arabische Milliardär Ali Al-Faraj hat 90 Prozent des FC Portsmouth übernommen und damit die Finanz-Probleme des Schlusslichtes der Premier League gelöst.

Der Teilhaber des Öl-Riesen Saudi Basic Industries Corp (SABIC) kaufte die Anteile von seinem Landsmann und bisherigen Klub-Besitzer Sulaiman Al-Fahim.

Dies gab Portsmouth am späten Montagabend bekannt. Eine Kaufsumme wurde nicht genannt.

In der vergangenen Woche hatte Al-Fahim versprochen, rund 55 Millionen Euro in den Klub zu stecken. Gleichzeitig war bekannt geworden, dass Spieler und Angestellte der Führungsebene offenbar nicht rechtzeitig ihre Gehälter bekommen hatten.

"Die Zukunft ist gesichert"

"Diese können nun bezahlt werden. Die Übernahme sichert die Zukunft des FC Portsmouth und bringt finanzielle Stabilität", hieß es in einem Statement des Klubs, für den seit Sommer der Ex-Berliner Kevin-Prince Boateng spielt.

Sportlich hatte Portsmouth mit sieben Niederlagen in den ersten sieben Spielen den schlechtesten Start eines erstklassigen englischen Klubs seit 1930 hingelegt.

Erst am vergangenen Samstag feierte der Tabellenletzte mit dem 1:0 beim Aufsteiger Wolverhampton Wanderers seinen ersten Saisonsieg.

Sport1.de hat weitere internationale Splitter zusammengefasst:

Donadoni in Neapel nach zehn Monaten entlassen

Der frühere italienische Nationaltrainer Roberto Donadoni ist bei Erstligist SSC Neapel nach nur zehn Monaten wegen Erfolglosigkeit entlassen worden.

Der 46 Jahre alte Ex-Nationalspieler hatte nach dem WM-Titel die Squadra Azzurra übernommen, war nach dem Viertelfinal-Aus bei der EM 2008 aber wieder durch seinen Vorgänger Marcello Lippi ersetzt worden.

Nachfolger in Neapel ist Walter Mazzari, der bis Juni Sampdoria Genua trainierte. "Dieser Schritt ist notwendig, um dem Verein einen neuen Impuls zu geben", sagte Klubchef Aurelio de Laurentiis, der Ende September vor laufenden Fernsehkameras den Sportdirektor des Vereins, Pierpaolo Marino, gefeuert hatte.

Mit sieben Punkten nach sieben Runden liegen die Neapolitaner nur auf Platz 14 in der Tabelle. Dabei hatte De Laurentiis vor dem Saisonbeginn einen Spitzenplatz gefordert.

Der 59 Jahre alte Filmproduzent hatte den Verein 2004 erworben und ihn tiefgreifend saniert.

Kürzestes Spiel aller Zeiten

Bulgariens kürzestes Fußballspiel aller Zeiten hat am vergangenen Sonntag nur vier Minuten gedauert.

Weil Gastgeber Gigant Belene im Drittliga-Match gegen Schawdar Bijala Slatina aufgrund von Verletzungen nur noch insgesamt sechs Spieler auf dem Feld hatte, musste die Begegnung den Regeln entsprechend in der fünften Minute abgebrochen und vom Verband tags darauf mit 3:0 für die Gäste gewertet werden.

Belene war schon zu Spielbeginn nur mit acht spielberechtigten Akteuren auf dem Platz angetreten, weil zahlreiche Gigante-Spieler entweder verletzt oder gesperrt waren.

Gleich in den Anfangsminuten mussten zwei weitere Kicker der Platzherren verletzt vom Feld, so dass die Begegnung nicht fortgesetzt werden konnte.

Nach den Regeln des Weltverbandes FIFA muss eine Mannschaft für die ordnungsgemäße Durchführung eines Spiels mindestens sieben Spielern auf dem Platz haben.

Schweizer Gericht setzt Mutus Rekordstrafe aus

Der rumänische Star Adrian Mutu muss die Rekordstrafe in Höhe von 17,17 Millionen Euro an seinen Ex-Klub FC Chelsea vorerst nicht zahlen.

Das Schweizer Bundesgericht setzte ein Urteil des Internationalen Sportgerichtshof (CAS) gegen den Stürmer des italienischen Erstligisten AC Florenz aus. Dies bestätigte Mutus Berater Victor Becali "Sky".

Mutu war 2004, ein Jahr nach seinem Wechsel vom AC Parma für 23 Millionen Euro zu den "Blues" des Kokainmissbrauchs überführt, für sieben Monate gesperrt und von

Chelsea gefeuert worden. Ende Juli dieses Jahres war der 30-Jährige mit seinem Einspruch vor dem CAS gegen das Urteil des Weltverbandes FIFA wegen Vertragsbruchs gescheitert. Daraufhin hatte Mutu das Schweizer Bundesgericht angerufen.

Drei Tote bei Krawallen in Chile

Der "Superclasico" zwischen den Hauptstadtklubs Colo Colo und Universidad de Chile hat mit drei Toten und über 200 Verhafteten eine blutige Spur in beiden Fanlagern hinterlassen.

Nach dem 1:0-Sieg Colo Colos am Samstag war es an zahlreichen Stellen in Santiago de Chile zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen.

Ein Fan wurde nach einem Wortgefecht von seinem eigenen Cousin erstochen. Ein 15-Jähriger Colo-Colo-Fan prügelte gemeinsam mit seinem 20 Jahre alten Freund einen Anhänger von "La U" zu Tode.

Im Stadtteil La Cisterna schossen Unbekannte wahllos auf Universidad-Fans und töteten dabei einen Jugendlichen.

Zwei Busse wurden von einer gut 100-köpfigen Gruppe völlig demoliert. "U"-Fans brachten drei Häuserwände zum Einsturz, auf denen Parolen des Rivalen gepinselt waren.

Manipulation: Lettischer Erstligist ausgeschlossen

Wegen der Manipulation von Spielen ist der lettische Erstligist Dinaburg aus der laufenden Meisterschaft ausgeschlossen worden.

Der nationale Verband fällte die Entscheidung gegen den Klub aus der ostlettischen Stadt Daugavpils nach eigenen Angaben aufgrund eindeutiger Beweisen und sperrte Dinaburgs Präsidenten Oleg Gawrilow sowie Trainer Tamaz Pertia lebenslänglich.

Das Duo hatte im Zusammenspiel mit der Wettmafia für Niederlagen oder vorher vereinbarte Ergebnisse seines Teams gesorgt.

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