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Wayne Rooney (M.) erzielte in Portsmouth drei Treffer für ManUnited © getty

Manchester bleibt durch den Sieg in Portsmouth auf den Fersen des FC Chelsea. Liverpool gewinnt. Sonntag ist Derby-Tag in London.

Von Martin Hoffmann

München - Titelverteidiger Manchester United bleibt in der englischen Premier League auf den Fersen von Tabellenführer FC Chelsea.

Am 14. Spieltag gewannen die "Red Devils" 4:1 (1:1) beim FC Portsmouth und festigten mit 31 Punkten den zweiten Platz hinter den "Blues" (33), die am Sonntag mit einem Sieg im Londoner Derby beim FC Arsenal den alten Abstand wieder herstellen können.

Englands Nationalstürmer Wayne Rooney erzielte drei Treffer, Ryan Giggs setzte den Schlusspunkt für United.

Boateng trifft bei Grants Debüt

Trotz des dritten Saisontors des Deutschen Kevin-Prince Boateng kassierte Avram Grant bei seinem Debüt als Teammanager des FC Portsmouth eine Niederlage.

Das Schlusslicht kassierte die 11. Niederlage im 14. Saisonspiel.

Der frühere Chelsea-Teammanager Grant hatte unter der Woche die Nachfolge des entlassenen Paul Hart angetreten.

Nach dem 0:1 durch Rooney (25., Elfmeter) glich Boateng, ebenfalls per Strafstoß, aus (32.).

Nach dem Wechsel sorgte Rooney mit zwei weiteren Treffern (48./54., Elfmeter) für die Vorentscheidung, Ryan Giggs sorgte für den Schlusspunkt (87.).

ManCity nur remis gegen Hull

Stadtrivale Manchester City (22) kam gegen den Tabellen-15. Hull City dagegen nur zu einem 1:1 (1:0).

Der abstiegsbedrohte Traditionsklub West Ham United (14) schoss sich dagegen durch das 5:3 (3:0) gegen den FC Burnley (17) den Frust der letzten Woche von der Seele.

Tottenham Hotspur kam bei Aston Villa zu einem 1:1 und zog am FC Arsenal vorbei auf Platz drei, die Spurs können aber am Sonntag wieder von den "Gunners" überholt werden.

Arsenals böse Erinnerungen an Chelsea

Michael Ballack und sein FC Chelsea wollen am Sonntag im Londoner beim Derby beim FC Arsenal (ab 16.45 Uhr LIVE) an den Erfolg der Vorsaison anknüpfen.

Die "Gunners" haben hingegen böse Erinnerungen an das letzte Gastspiel der "Blues".

Zum Ende der vergangene Saison erlebte Arsenal nämlich gegen Chelsea ein peinliches 1:4-Debakel, das die "Gunners" die Chance auf die direkte Champions-League-Qualifikation kostete.

Kampf um den Anschluss

Aber es sind nicht nur die Revanchegelüste an Frank Lampard, Didier Drogba und Co., die Arsene Wengers Elf vor dem Topspiel am Sonntag umtreiben.

Arsenal (25 Punkte) muss aufpassen, nicht frühzeitig den Anschluss an das Spitzenduo zu verlieren (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Acht Punkte ist Tabellenführer Chelsea seinem Gegner schon voraus - auch wenn der ein Spiel weniger auf dem Konto hat.

Almunia nimmt Team in die Pflicht

Bei einer Niederlage im Schlüsselspiel wären die Meisterschaft aber schon weit weg - wohl auch deshalb appelliert Arsenal-Keeper Manuel Almunia vor dem Derby an den Charakter seiner Vorderleute.

"Wir müssen sicherstellen, dass wir keine dummen Fehler machen", fordert der Spanier im "Evening Standard".

"Ich denke, mehr Spieler müssen bei uns Führungsqualität zeigen - egal in welchem Alter sie sind. Ohne Charakter gewinnt man im Fußball nichts."

Wenger plagen Personalsorgen

Einer der unbestrittenen Führungskräfte der "Gunners" fehlt am Sonntag womöglich: Der Franzose hat sich beim 2:0-Sieg in der Champions League gegen Lüttich Blessuren an Auge und Knöchel zugezogen.

Eine Hiobsbotschaft, zumal Wenger in der Defensive schon Gael Clichy, Kieran Gibbs und Johan Djourou fehlen - wie auch die Angreifer Robin van Persie und Nicklas Bendtner.

Ballack, Drogba und Deco fit

Chelsea dagegen kann fast mit Bestbesetzung auflaufen.

Frank Lampard, der beim 1:0 in Porto mit Oberschenkelproblemen fehlte, wird am Sonntag zurückerwartet.

Auch die zuletzt angeschlagenen Ballack und Deco sind wieder beschwerdefrei.

Dasselbe gilt für Didier Drogba, der sich zuletzt als Arsenal-Schreck hervorgetan hat: Der Ivorer traf in den jüngsten acht Pflichtspielen gegen den Wenger-Trupp achtmal.

Anelka ist titelhungrig

Dazu ist Sturmkollege und Ex-"Gunner" Nicolas Anelka in bestechender Form: Sieben Treffer stehen bei ihm aus den jüngsten neun Ligaspielen zu Buche.

Und der Franzose hat sich vor dem Duell mit seinem alten Klub auch eine kleine Provokation erlaubt.

Er hat erklärt, dass ihm ein Titel mit den Blues mehr bedeuten würde, als der mit den "Gunners" im Jahr 1998: "Ihn mit Chelsea zu gewinnen, wird sogar noch eine größere Sache sein als damals mit Arsenal."

Liverpool verbessert sich auf Platz fünf

Am Sonntagnachmittag hat der FC Liverpool hat das brisante Derby beim FC Everton für sich entschieden. Die Reds siegten mit 2:0 (1:0) und verbesserten sich in der Tabelle auf Platz fünf mit 23 Punkten.

Die Mannschaft von der Anfield Road schob sich an Manchester City und Aston Villa vorbei. Die Treffer für die Gäste erzielten Joseph Yobo per Eigentor (12.) und der Niederländer Dirk Kuyt (80.).

Der 14. Spieltag:

FC Portsmouth - Manchester United 1:4Tore: 0:1 Rooney (25./Elfm.), 1:1 Boateng (32./Elfm.), 1:2 Rooney (48.), 1:3 Rooney (54./Elfm.), 1:4 Giggs (87.)

Aston Villa - Tottenham Hotspur 1:1Tore: 1:0 Agbonlahor (10.), 1:1 Dawson (77.)

West Ham United - FC Burnley 5:3Tore: 1:0 Collison (18.), 2:0 Stanislas (33.), 3:0 C. Cole (43./Elfm.), 4:0 Franco (51.), 5:0 Jimenez (64./Elfm.), 5:1 Fletcher (68.), 5:2 Fletcher (74.), 5:3 Eagles (90.) Rot: Caldwell (90./Burnley)

Manchester City - Hull City 1:1Tore: 1:0 Phillips (45.), 1:1 Bullard (82./Elfm.)

FC Fulham - Bolton Wanderers 1:1Tore: 0:1 Klasnic (35.), 1:1 Duff (75.)

Wigan Athletic - AFC Sunderland 1:0Tor: 1:0 Rodallega (76.)

Blackburn Rovers - Stoke City 0:0

Wolverhampton W. - Birmingham 0:1Tor: 0:1 Bowyer (3.)

FC Everton - FC Liverpool 0:2Tore: 0:1 Yobo (12./ET), 0:2 Kuyt (81.)

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