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Michael Ballack spielt seit 2006 beim FC Chelsea © getty

Ballacks Patzer im Elfmeterschießen bedeutet das Aus für Chelsea im Carling Cup. Auch ein anderer Londoner Klub verliert.

Von Olaf Mehlhose

London - Eines galt bisher in Chelsea als sicher: Wenn es einen Spieler gibt, der vom Elfmeterpunkt die Nerven behält, dann der "zuverlässige Deutsche" Michael Ballack.

Bisher war ihm im Dienste von Chelsea noch kein Fehlschuss unterlaufen.

Doch im Elfmeterschießen des Carling-Cup-Viertelfinals bei den Blackburn Rovers fand der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft in Blackburn-Keeper Paul Robinson seinen Meister.

Da auch Gael Kakuta verschoss, musste Chelsea die Segel streichen.

3:3 nach 120 Minuten

Nach der regulären Spielzeit hatte es 2:2 gestanden, nachdem Nikola Kalinic (9.) und Brett Emerton (64.) für Blackburn und Didier Drogba (48.) und Salomon Kalou (52.) für Chelsea getroffen hatten.

In der Verlängerung erzielte Benny McCarthy per Elfmeter die Führung (93.) für die Rovers. Die Blues mussten zu diesem Zeitpunkt bereits mit zehn Mann auskommen, da sich Kalou verletzte. Chelsea hatte sein Auswechsel-Kontingent bereits erschöpft.

Als Blackburn schon wie der Sieger aussah, traf Paolo Ferreira in der letzten Spielminute zum Ausgleich.

Ballack nicht alleine

Im Elfmeterschießen verwandelten Drogba, Florent Malouda und Youri Zhirkow für Chelsea. Ballacks Fehlschuss fiel noch nicht ins Gewicht, da auch Kalinic für Blackburn verschossen hatte.

Somit lag die ganze Last auf dem französischen Teenager Kakuta, der zum letzten Penalty für Chelsea antrat.

Doch die nervliche Belastung erwies sich als zu groß. Robinson parierte und brachte Blackburn ins Halbfinale.

Auch Arsenal draußen

Ebenfalls am Mittwochabend musste der FC Arsenal gegen Manchester City die zweite Pflichtspiel-Niederlage in Folge hinnehmen. Die "Gunners" blieben beim 0:3 durch Tore von Carlos Tevez (50.), Sean Wright-Phillips (69.) und Vladimir Weiss (89.) ohne Chance.

Über die gesamte Spielzeit kamen die "Citizens" sehr gut mit dem Team von Arsene Wenger zurecht. Für Manchester City war es der erste Sieg nach zuletzt sieben Unentschieden in der Premier League.

Wenger: Zoff mit Hughes

Pikantes Detail am Rande: Wenger verweigerte City-Trainer Mark Hughes nach dem Spiel den Handschlag. Es wurde nicht ganz klar, worüber der Arsenal-Coach verärgert war. Allerdings hatten sich die beiden schon während des Spiels ein Wortgefecht geliefert.

Hughes bezeichnete Wenger später als "schlechten Verlierer".

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