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Übergangslösung in Newcastle: Kommt nach Joe Kinnear danach wieder Kevin Keegan? © getty

Everton gegen die "Reds": Ausgerechnet Manchester Uniteds Wayne Rooney heizt das Liverpooler Derby kräftig an.

München - Das Merseyside-Derby FC Everton gegen den FC Liverpool (ab 13.45 Uhr LIVESCORES) birgt ohnehin reichlich Brisanz. Zusätzlich angeheizt wird das Duell der beiden Liverpooler Erstligisteb durch einen alten Bekannten.

Manchester Uniteds Stürmer Wayne Rooney lässt den Rangdritten Liverpool vor dessen Vergleich mit seinem sechs Plätze schlechter dastehenden Ex-Klub via "Sun" großspurig wissen: "Es wird schwer für sie, in der Tabelle am Ende unter die Top drei zu kommen."

Den Titel für Liverpool hält Rooney für ausgeschlossen: "Wenn sie Dritter werden, wäre das für sie doch schon eine Verbesserung."

Rooney stichelt

Faktisch ist das richtig: Im Vorjahr waren die "Reds" Vierter - Rooney dagegen Meister. Die Intention des 22-Jährigen dürfte aber sein, die Liverpooler nervös machen. Schließlich stehen sie aktuell immer noch zwei Punkte besser als ManUnited, das die Bolton Wanderers erwartet.

Liverpool-Coach Rafael Benitez fehlen gegen die "Toffees" nach wie vor Aurelio (Knöchelblessur) und der Ex-Dortmunder Philipp Degen (Rippenbruch). Mit Robbie Keane, Andreas Dossena und Albert Riera könnten im Goodison Park somit gleich drei Liverpooler zu ihrem Derby-Debüt kommen.

Besonders Keane ist hochmotiviert, will endlich sein erstes Tor erzielen für die "Reds": "Jeder Spieler will große Spiele bestreiten. Und etwas viel Größeres als Everton gegen Liverpool gibt es nicht", sagte der im Sommer von Tottenham gewechselte Ire.

Nach dem überraschenden Punkt gegen Liverpool will Aufsteiger Stoke City nun Chelsea ein wenig ärgern. Zumal dem Rangzweiten Deco und Ricardo Carvalho fehlen. Allerdings drängen Jose Bosingwa, Ashley Cole und John Mikel Obi wieder in die Startelf von Trainer Luiz Felipe Scolari.

Der hält für Didier Drogba eine eher ungewöhnliche Defensivaufgabe bereit - der Ivorer soll mit seiner Kopfballstärke mithelfen, die Wirkung der langen und gefährlichen Einwürfe von Stokes Rory Delap einzudämmen. "Der ist besser mit den Händen am Ball als mit seinen Füßen", ist Scolari beeindruckt

Kinnear überraschend Interimslösung

Schon vor dem Match gegen die Blackburn Rovers überrascht Newcastle United: Mit der Interimslösung Joe Kinnear - anstelle des laut "Sun" schon quasi feststehenden früheren englischen Nationalcoach Terry Venables als Trainer-Nachfolger für Kevin Keegan.

Pikant: Venables soll laut "Soccernet" eine Gehaltsofferte von 100 000 Pfund pro Spiel ausgeschlagen haben. Kinnear erhielt nun einen Vertrag bis November.

Und: Spekuliert wird nach Andeutungen des 61-Jährigen gar darüber, ob Keegan danach möglicherweise zurückkommt. "Ich denke, der Klub wird im Oktober verkauft", so Kinnear. Hintergrund: Ein nicht näher bekanntes nigerianisches FInanzkonsortium will die Anteile des bisherigen Klubeigners Mike Ashley übernehmen.

Kommen Keegan und Shearer wieder?

"Dann dürften wohl auch Keegan und Alan Shearer wiederkommen", meinte Kinnear und verwies darauf, die neuen Macher versuchten sogleich, die "local heroes" früherer Tage zu installieren.

Shearer hatte bis 2006 bei den "Magpies" gespielt. Schon unmittelbar nach seinem Rücktritt wurde spekuliert, dass der frühere Angreifer in Newcastle einmal United eine Trainer- und Managertätigkeit anstreben werde. Was Shearer aber damals wie auch heute ablehnt.

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