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Kevin Prince Boateng wechselte 2007 von Berlin auf die Insel zu den Tottenham Hotspurs © getty

Blackburns Coach Sam Allardyce hält die steigende Ausländerzahl in der Premier League Gefahr. Beim FC Portsmouth verschlimmert sich die Krise.

London - Das erste Premier-League-Spiel ohne einen Engländer in der Startformation hat eine Kontroverse über die Zukunft des englischen Fußballs ausgelöst.

"Für das Nationalteam sieht es in Zukunft sehr, sehr trostlos aus", sagte Teammanager Sam Allardyce von den Blackburn Rovers.

Im Punktspiel zwischen dem FC Portsmouth und dem FC Arsenal hatten mit dem Anpfiff 22 Ausländer aus 15 Nationen auf dem Platz gestanden, darunter allein sieben Franzosen.

Zwei Engländer wurden in den letzten Minuten zumindest eingewechselt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Verband muß tätig werden"

"Die Premier League und der Verband müssen auf der Stelle tätig werden und ein Konzept entwickeln, wie sie mit dieser Situation umgehen wollen", forderte Allardyce.

Unterstützung erhielt er von Steve Bruce, Teammanager des FC Sunderland.

"Wir bringen keine Spieler hervor, die so gut sind wie sie sein sollten, aus welchem Grund auch immer", sagte Bruce. "Wir würden alle gerne mehr Engländer aufstellen, aber vielen Spielern fehlt dafür die Qualität."

Keane bleibt gelassen

Roy Keane, langjähriger Starspieler von Manchester United und derzeit Teammanager des Zweitligisten Ipswich Town, bezeichnete die Diskussion als "alleiniges Problem von Nationaltrainer Fabio Capello". Ihm raube das nicht den Schlaf, sagte der Ire.

Am 26. Dezember 1999 hatte der FC Chelsea für eine ähnliche Debatte gesorgt. Als erster Verein schickten die Blues damals elf Ausländer auf das Feld.

Krise in Portsmouth spitzt sich zu

Unterdessen wird die Finanzkrise des FC Portsmouth immer schlimmer. 188005(DIASHOW: Die Bilder des "Boxing Day")

Der zweimalige Meister, bei dem unter anderem der frühere deutsche U-21-Nationalspieler Kevin-Prince Boateng unter Vertrag steht, kann seine Spieler nicht mehr pünktlich bezahlen.

"Wir werden das Gehalt für Dezember am 5. Januar überweisen", teilte der Verein mit.

Bereits im September und November hatte der zweimalige FA-Cup-Sieger die Gehaltszahlungen verzögern müssen.

Dementi zu angbelicher Insolvenz

Nun erklärte ein Offizieller des Tabellenletzten, es werde "hart gearbeitet", um die Situation in den Griff zu bekommen.Einen Medienbericht über eine drohende Insolvenz hatte der Verein jüngst zurückgewiesen.

Allerdings räumte der FC Portsmouth ein, vom Finanzamt zur Zahlung ausstehender Steuern aufgefordert worden zu sein.

Wegen der Finanzprobleme darf der Klub derzeit keine Spieler verpflichten.

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