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Uniteds Wayne Rooney (l.) ging im Hinspiel leer aus, Tevez erzielte zwei Tore © getty

Im Rückspiel des Carling-Cup-Halbfinales wollen die Citizens gegen den Stadtrivalen Manchester United den nächsten Coup schaffen.

Von Christian Stüwe

München - Der zweite Teil des Manchester Derbys steht an.

Und die ohnehin schon brisante Ausgangslage hat sich nach dem 2:1-Sieg von Manchester City im Hinspiel des Carling-Cup Halbfinales (ab 21 Uhr LIVE im DSF) noch deutlich verschärft.

ManCitys Stürmer Carlos Tevez erzielte im Hinspiel beide Tore und provozierte United-Routinier Gary Neville, der ihm daraufhin den Mittelfinger zeigte.

Tevez, der im Sommer von United zu den Citizens wechselte und somit ohnehin einen schweren Stand im Old Trafford haben dürfte, legte aber noch einmal nach.

Neville sei ein "Vollidiot", sagte er einem argentinischen Radio-Sender.

Keine Frage, dass Tevez auch im Rückspiel gegen seine alten Kollegen wieder bis in die Haarspitzen motiviert sein dürfte.

Zwei Topstürmer im direkten Vergleich

Im Duell der Erzrivalen geht es um viel.

Um den Einzug ins Finale des Ligapokals, um die Vorherrschaft in Manchester - und nicht zuletzt auch um den Vergleich der derzeit wohl stärksten Stürmer der Premier League.

Auf der einen Seite der argentinische Nationspieler Tevez, auf der anderen ManUniteds Wayne Rooney, der zuletzt mit vier Toren gegen Hull ein Ausrufezeichen setzte.

Sowohl Roberto Mancini, Trainer der Citizens, wie auch sein Kollege Sir Alex Ferguson sind überzeugt, den besseren Stürmer in den eigenen Reihen zu haben.

"Niemand kann es mit ihm aufnehmen"

"Carlos ist ein Weltklasse-Stürmer in topform", schwärmte Mancini: "Er macht nicht einfach nur Tor, mit seinen Bewegungen und seiner Schnelligkeit ärgert er die Verteidiger. Und er ist auch noch schlau."

Ferguson sieht jedoch Rooney, der in 28 Pflichtspielen 20 Tore erzielt hat, im Vorteil. "Wenn er so weiter macht, schafft er die 30 locker", sagte Ferguson.

"Rooney ist in einer großartigen Form. Niemand in England kann es derzeit mit ihm aufnehmen", führte Ferguson weiter aus.

Wird Rooney im Sommer verkauft?

Wie lange Rooney noch in England spielt, scheint derzeit aber vollkommen offen. Real Madrid soll großes Interesse an der Verpflichung des Stürmers haben.114788(DIASHOW: Internationale Wechselbörse)

Da ManUnited große finanzielle Sorgen hat, scheint ein Verkauf des Publikumslieblings im Sommer nicht ausgeschlossen.

Allerdings beteuern Verein und Spieler bislang, dass sie unbedingt weiter zusammenarbeiten wollen.

Angeblich haben die "Red Devils" Rooney sogar eine Vertragsverlängerung um fünf Jahre mit einem Jahresgehalt von fünf Milionen Euro geboten.

Angeblich 820 Millionen Euro Schulden

Fakt bleiben allerdings die horrenden Schulden von United von angeblich rund 820 Millionen Euro.

Die finanzielle Probleme machen dem durch Scheich-Millionen neureichen Nachbarn Hoffnung, die Nummer eins in Manchester zu werden.

Ein erster Schritt in diese Richtung wäre es, wenn die Citizens über United ins Endspiel des Carling Cups einziehen würden.

Beide Trainer glauben an "gute Chance"

"Wir können in die Geschichte des Klubs eingehen", sagte Mancini: "Nach vielen Jahren ohne einen Titel wollen wir in das Finale. Und wir haben eine gute Chance."

Zuletzt hatte City 1976 den Ligapokal gewonnen. Ganz anders als der erfolgsverwöhnte Stadtrivale.

Doch Ferguson glaubt noch nicht daran, dass sich das Blatt wenden wird.

"Es interessiert niemanden, ob City viel oder wenig Geld hat. Es ist eine Chance, nach Wembley zu kommen. Und unsere Aussichten sind gut", sagte "Fergie" allen Finanzproblemen zum Trotz.

Dennoch wirkt United trotz der guten sportlichen Vorstellungen angeschlagen, während City stark wie lange nicht mehr ist.

Das Rückspiel des Carling-Cup-Halbfinales wird Aufschluss darüber geben, ob sich die Kräfteverhältnisse in der Stadt verschieben könnten.

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