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Robson de Souza, genannt Robinho, spielte seit seiner Jugend bis 2005 beim FC Santos © imago

Der Dribbelkönig will in Brasiliens WM-Kader und kehrt dafür zu seinem Heimatverein zurück. Doch sein Traumklub ist in Europa.

Manchester/Santos - Die Angst vor der Statistenrolle bei der WM in Südafrika hat Brasiliens Nationalspieler Robinho in die Heimat getrieben.

Mit der Rückkehr zum FC Santos will der "verlorene Sohn" vom Reservistendasein beim englischen Premier-League Klub Manchester City wieder ins Rampenlicht stürmen.

Zwar braucht der 26-Jährige nach seinen tragenden Leistungen beim Copa-America-Triumph 2007 und in der abgelaufenen WM-Qualifikation Nationaltrainer Dunga nichts mehr zu beweisen, doch die Konkurrenz im Kampf um einen der vier Plätze im WM-Sturm der Selecao schläft nicht.

"Unsere Arbeit läuft schon dreieinhalb Jahre. Deshalb werden wir nicht in der letzten Sekunde entscheiden, wen wir auswählen und wen nicht", hatte Dunga jüngst erklärt.

Mancini für Wechsel

Bei den letzten fünf Selecao-Spielen fehlte Robinho jedoch verletzt, sein Vertreter Nilmar (FC Villarreal) sammelte mit sechs Toren Pluspunkte.

Selbst City-Coach Roberto Mancini sprach sich für einen Wechsel aus. "Robinho ist ein Spieler, der regelmäßig eingesetzt werden muss", erklärte der Italiener, für den der Argentinier Carlos Tevez und der Togoer Emmanuel Adebayor erste Wahl sind.

Die "Citizens" stimmten dem Ausleihgeschäft dann auch unter zwei Bedingungen zu: Rückkehr nach England am 4. August und Gehaltsübernahme durch Santos.

Robinho trifft auf alte Bekannte

Die fieberhafte Sponsorensuche des Ex-Pele-Klubs zeigte Erfolg, dennoch muss der "König der Übersteiger" (Rei das Pedaladas) wohl auf 30 bis 40 Prozent seines bisherigen monatlichen Nettolohns von umgerechnet 384.000 Euro verzichten.

Eine Situation, die die übrigen drei Stürmer aus dem WM-Kader 2006 bestens kennen. Ronaldo, Adriano und Fred kehrten Europa den Rücken und fanden in der Heimat wieder Anerkennung.

Respekt bei seinen neuen Teamkollegen genießt Robinho, der Santos 2002 und 2004 zur Meisterschaft führte, aber schon. "Das Trikot mit der 7 werde ich ihm mit größter Zuneigung überlassen", verkündete Jungstar Neymar.

Barcelona als Traumziel

Der dritte forcierte Klubwechsel hat das Image des Dribbelkünstlers dennoch weiter angekratzt. Mit einem Streik zwang Robinho Santos 2005, ihn an Real Madrid zu verkaufen.

Die "Königlichen" ließen den Star 2008 nach Unmutsäußerungen ziehen. Und Manchester gab jetzt dem Drängen Robinhos nach.

So lässt sich bereits ahnen, was nach Santos kommt: Denn das Traumziel des Brasilianers bleibt der FC Barcelona.

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