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Nicolas Anelka (r.) wechselte im Januar von den Bolton Wanderers zu Chelsea © getty

Der FC Chelsea kämpft vor dem Duell mit Aston Villa mit Problemen, Liverpools Kuyt provoziert den nächsten Gegner ManCity.

Von Martin Hoffmann

München - 14 Punkte aus sechs Ligaspielen, keine Niederlage, Tabellenplatz eins: Die bisherige Saisonbilanz des FC Chelsea bietet wenig Anlass, sich Gedanken zu machen.

Und dennoch herrscht beim Team von Michael Ballack gedrückte Stimmung vor dem Sonntagsspiel gegen Aston Villa (So., ab 16 Uhr LIVESCORES).

Trainer Luiz Felipe Scolari geht mit großen Verletzungssorgen in das Duell mit dem Überraschungs-Dritten der Premier League.

Besonders die Situation im Sturm bereitet den Blues Kopfzerbrechen. Nach dem Ausfall von Didier Drogba denkt Chelsea schon daran, im Winter einen neuen Topstürmer zu verpflichten.

Mehrere Wochen Pause für Drogba

Dabei gab es im Fall Drogba, der beim 0:0 bei CFR Cluj am Mittwoch mit einer Verletzung am rechten Knie vom Feld musste, zumindest Teilentwarnung.

Anders als befürchtet, ist kein Band gerissen und kein Knochen gebrochen. Dennoch wird er drei bis sechs Wochen fehlen, nachdem er schon den Saisonstart wegen einer Blessur am anderen Knie verpasst hatte.

Und ohne Drogba ist Chelseas Personaldecke im Angriff dünn: Claudio Pizarro und Andrej Schewtschenko hat Scolari ziehen lassen, Robinho bekam er von Manchester City vor der Nase weggeschnappt.

Der einzig verbliebene Angreifer von Format ist Nicolas Anelka - und der ist bei Chelsea nicht glücklich, weil er hinter einem fitten Drogba nur zweite Wahl ist.

Fabiano im Visier

Wegen Drogbas zunehmender Verletzungsanfälligkeit sondiert Chelsea aber schon den Markt für einen Wintertransfer: Ganz oben auf der Wunschliste soll der brasilianische Torjäger Luis Fabiano vom FC Sevilla stehen.

Gegen Villa muss Chelsea aber mit dem aktuellen Kader ran - und in diesem plagen sich auch noch einige weitere Spieler mit Problemen: John Terry und Alex gehen ebenso angeschlagen ins Spiel wie Ashley und Joe Cole.

"Es ist im Moment nicht einfach für uns", erklärt Michael Ballack: "Aber ich hoffe wir gehen am Sonntag mit einer starken Mannschaft aufs Feld."

Kuyt provoziert ManCity

Der FC Liverpool, Chelseas punktgleicher Konkurrent um die Spitze, gastiert am Sonntag bei Manchester City.

Eine brisante Partie, denn die "Reds" nehmen es ManCity übel, dass der Klub seit der Übernahme durch die Ölscheichs Fernando Torres und Steven Gerrard umgarnt.

Vor dem Anpfiff fällt Liverpools Stürmer Dirk Kuyt mit provokanten Kommentaren in Richtung der "Citizens" auf: "Ich glaube nicht, dass irgendein Spieler von uns zu City gehen würde, denn Liverpool ist ein viel größerer Klub", meint der Niederländer in der "Sun".

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