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Freunde fürs Leben werden sie wohl nicht mehr: Ballack (l.) und Arsenals Arsene Wenger © imago

Chelseas Sieg über Arsenal hat ein Nachspiel: Der DFB-Team-Kapitän lässt die Vorwürfe des Arsenal-Trainers nicht gefallen.

Von Christian Paschwitz

München - Auf dem Platz hat er ihm schon die Grenzen aufgezeigt - nun geht Michael Ballack mit Arsene Wenger in die dritte Halbzeit und bläst ihm kräftig den Marsch.

"So wie er spielen lässt, wird er niemals den Titel holen", pampte der deutsche Nationalspieler in Diensten des FC Chelsea in Richtung des Trainers vom FC Arsenal.

"Außerdem sagt Wenger immer so Sachen wie gerade, er hat immer Ausreden parat", ergänzte Ballack in mehreren englischen Medien und reagierte damit ungewohnt unwirsch auf Wengers verbales Nachtreten nach Chelseas 2:0 im Stadtduell gegen Arsenal.

Ballack genervt

Der Coach hatte sich nach der Niederlage als unfairer Verlierer erwiesen, unter anderem über die Blues geätzt: "Eine fußballerische Machtdemonstration war das nicht von ihnen."

Wenger warf Chelsea zudem vor, sich permanent taktische Fouls zu erlauben.

Die Schelte des Unterlegenen, der sich mit nunmehr neun Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Chelsea aus dem Titelrennen verabschiedet haben dürfte, ging Ballack derart auf den Keks, dass er Trainerfuchs Wenger süffisant gar taktische Defizite unterstellte.

"Immer das gleiche Strickmuster"

Und Ballack stichelte weiter: "Schon in der Saison davor ist Arsenal den Beweis schuldig geblieben, dass sie den Liga-Titel holen können."

"Wir wussten genau, wie Arsenal spielt, es ist immer nach dem gleichen Strickmuster", so Ballack, der bei Sieg eines seiner besten Saisonspiele bestritt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Und wenn du dich darauf taktisch einstellst, dann schlägst du sie auch."

"Rennen zwischen United und uns"

Für Ballack führt das Rennen um die Meisterschaft nun auch wohl nur noch über "ein Rennen zwischen Manchester United und uns". Allerdings könne es nach wie vor "schnell gehen, wenn auch die Spitzenteams Punkte liegen lassen."

Gerade das wollen die Blues, bei denen Didier Drogba gegen Arsenal zum Matchwinner avancierte (8. und 23.), vermeiden. Am Mittwoch (ab 21 Uhr LIVESCORES) gilt es gegen den Rangneunten FC Everton.

Von der Papierform wesentlich schwerer ist die Aufgabe der "Gunners", die sich mit dem FC Liverpool auseinander setzen müssen (ab 20.45 Uhr LIVESCORES).

Auch Liverpool zum Siegen verdammt

Auch die fünf Zähler schlechter dastehenden "Reds" (44 Punkte) müssen unbedingt siegen, soll nicht auch die Champions-League-Qualifikation noch verspielt werden.

Chelsea baut gegen Everton wieder auf einen starken Kapitän John Terry, der wegen seines Sex-Skandals schwierige Zeiten durchmacht.

Gegen Arsenal war der Kapitän aber einer der stärksten Akteure und damit maßgeblich beteiligt an der Rückkehr der Blues an die Spitze.

Das zumindest gestand auch Wenger ein: "John Terry ist ein Spieler, der immer gewinnen will und er ist zudem stark genug, die Dinge auf und neben dem Platz zu trennen."

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