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Doppel-Torschütze Dimitar Berbatov (Nummer 9) wird von seinen Teamkollegen beglückwünscht © getty

Nach hohen Siegen für Manchester und Chelsea geht das Kopf-a-Kopf-Duell weiter. Dennoch könnte Arsenal lachender Dritter sein.

Manchester/London - Nach einem Tag der Schützenfeste wollte sich Sir Alex Ferguson erst mal nicht mit dem Spiel gegen den FC Bayern beschäftigen.

Den Teammanager von Manchester United, am Dienstag Gegner der Münchner im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League, hatte nur die Tabelle der Premier League im Blick.

"It is still a three-horse-race", es ist weiterhin ein Rennen zwischen drei Pferden, sagte Pferdekenner Ferguson zur Ausgangslage im Kampf um die englische Meisterschaft.

Zumindest zwei "Pferde" laufen nahezu Kopf an Kopf: Manchester United, souveräner 4:0-Sieger bei den Bolton Wanderers, und der FC Chelsea, bei dessen 7:1 gegen Aston Villa Frank Lampard vier Treffer erzielte und Michael Ballack zunächst 72 Minuten auf der Bank saß.

Damit liegt United weiter einen Punkt vor den Blues. (DATENCENTER: Premier League)

Das dritte "Pferd" gerät ins Straucheln

Das dritte "Pferd" fiel ein bisschen zurück.

Der FC Arsenal kassierte bei Birmingham City in der zweiten Minute der Nachspielzeit noch den Ausgleichstreffer zum 1:1 und liegt nun vier Punkte hinter Tabellenführer Manchester.

Torres führt Liverpool zum Sieg

Vierter ist Tottenham Hotspur (58), das am Samstag 2:0 gegen Schlusslicht Portsmouth gewann. Auf Platz fünf schob sich der FC Liverpool (54) durch ein 3:0 über den FC Sunderland. Fernando Torres erzielte zwei Treffer für die Reds.

Manchester City hat bei zwei Spielen Rückstand als Sechster 53 Zähler. Am Montagabend empfangen die Citizens Wigan Athletic.

Ferguson schont Rooney

Einen Ausblick auf die neue Woche erlaubte sich Ferguson dann doch - als er über Wayne Rooney sprach.

Der Torjäger wurde gegen die Bolton Wanderers nicht eingesetzt, was diesmal nicht weiter auffiel, weil unter anderem der ehemalige Leverkusener Dimitar Berbatov zwei Treffer erzielte.

"Wayne hat eine Fußprellung", erläuterte Ferguson, "hätte er gespielt und dann einen Schlag drauf bekommen, wäre er für Dienstag fraglich gewesen."

Rooney und der ebenfalls geschonte Rio Ferdinand seien gegen den FC Bayern nun aber einsatzbereit.

United vor "großer Woche"

Das souveräne 4:0 in Bolton kam für Ferguson genau zum richtigen Zeitpunkt. "Wir haben eine große Woche vor uns, da ist jedes gute Resultat wichtig", sagte der Schotte.

Ähnlich wie der FC Bayern, der zwischen den beiden Champions-League-Spielen am Dienstag sowie am Mittwoch nach Ostern bei Tabellenführer Schalke 04 antreten muss, hat United drei große Aufgaben innerhalb von acht Tagen zu bewältigen:

In der Liga laufen die "Red Devils" am Samstag in Old Trafford zum Duell mit Verfolger Chelsea auf.

Arsenal am Ende doch der lachende Dritte?

Wie in der Bundesliga, so sind auch in der Premier League noch sechs Partien zu spielen - nach dem kommenden Wochenende könnte Arsenal dann bereits wieder der lachende Dritte sein.

Am Samstag war Teammanager Arsene Wenger zunächst einmal bedient: "Das ist ein schwerer Rückschlag für uns", sagte er nach dem Ausgleich in letzter Minute durch Kevin Phillips.

Vermeintlich leichtestes Restprogramm

Trost kam vom Rivalen. "Jeder wird noch Punkte abgeben. Es geht nur noch darum, weniger Punkte zu verlieren als der Rest", erklärte Ferguson.

In der Liga hat Arsenal das vermeintlich leichteste Programm, am Mittwoch aber zunächst das Hinspiel im Viertelfinale der Champions League im eigenen Stadion gegen den Titelverteidiger FC Barcelona vor der Brust.

Lampard nun drittbester Chelsea-Torschütze

Chelsea dagegen kann sich nach seinem Aus in Europas Königsklasse in aller Gelassenheit auf die Meisterschaft konzentrieren.

Dies gelingt offensichtlich vorwiegend Frank Lampard.

Chelseas Mittelfeldspieler ist nach seinem Vierer-Pack gegen Villa mit 151 Treffern nun drittbester Torschütze in der Chelsea-Geschichte - hinter Bobby Tambling (202) und Kerry Dixon (193). Beide waren allerdings Stürmer.

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