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Michael Ballack steht vor seiner ersten Meisterschaft mit Chelsea © imago

Chelsea gewinnt 2:0 in Liverpool und hat die Meisterschaft selbst in der Hand. Manchesters Coach Ferguson gibt sich kämpferisch.

London - Michael Ballack greift mit dem FC Chelsea nach dem englischen Meisterpokal, Titelverteidiger Manchester United klammert sich an den letzten Strohhalm.

Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft und die Blues haben gute Chancen, den Titel in der Premier League nach dem 2:0 beim Rekordmeister FC Liverpool zu erringen. (DATENCENTER: Premier League)

Mit einem Punkt Vorsprung vor Titelverteidiger Manchester United reicht dem Team von Trainer Carlo Ancelotti am kommenden Sonntag ein Heimsieg gegen Wigan Athletic, und die vierte Meisterschaft nach 1955, 2005 und 2006 wäre perfekt.

Maximale Ausbeute gegen die Spitzenteams

"Das war ein Schlüsselspiel im Titelkampf und wir haben sehr gut gespielt. Wir hatten den Sieg verdient", sagte Ancelotti nach dem Erfolg bei den Reds und sah bei seiner Mannschaft schon den "Geist eines Meisters".

Es habe viel Druck auf ihnen gelegen. "Aber wir haben unsere Emotionen kontrolliert. Die Mannschaft ist jetzt physisch und mental fit für das Spiel nächste Woche", sagte der Italiener, der in seinem ersten Jahr bei Chelsea gegen die großen Konkurrenten Liverpool, ManU und den FC Arsenal die Maximalausbeute von sechs Siegen holte.

Gerrard leitet Chelsea-Sieg ein

Bedanken konnten sich die Londoner allerdings bei Liverpools Kapitän Steven Gerrard, der mit einem katastrophalen Fehlpass Chelseas Führung durch Didier Drogba (33.) einleitete.

Erst nach dem Treffer des Ivorers bestimmten Ballack, der 90 Minuten durchspielte, und seine Mannschaftskameraden das Spielgeschehen und machten durch Frank Lampard (54.) alles klar.

Alex Ferguson bedient

ManUnited-Teammanager Alex Ferguson, der mit seinem Team durch das Tor des Portugiesen Nani (28.) 1:0 beim FC Sunderland gewann, war dementsprechend bedient:

"Ich habe das Tor gesehen. Es war ein großartiges Geschenk. Aber wir können nichts machen, sondern müssen damit leben", sagte der Schotte.

ManUnited auf Schützenhilfe angwiesen

Manchester muss nun am Sonntag im heimischen Old Trafford gegen Stoke City gewinnen und gleichzeitig auf einen Patzer der Londoner hoffen, um doch noch die Titelverteidigung zu schaffen. Doch Chelsea hat auch die um neun Treffer bessere Tordifferenz.

Ferguson gibt nicht auf

"Der Kampf ist noch nicht vorbei. Alles was wir tun können, ist unser Spiel nächste Woche zu gewinnen. Aber natürlich klammern wir uns jetzt ein wenig an den letzten Strohhalm", sagte Ferguson, der mit einem vierten Meistertitel in Folge und dem 19. überhaupt zwei Rekorde aufstellen würde. Doch dieser Traum scheint wohl zu platzen.

Chelsea vor Double-Gewinn

Chelsea darf dagegen weiter auf das erste Double der Klubgeschichte hoffen: "Vor ein paar Monaten hatten wir ein kleines Tief. Aber wir haben uns da selbst rausgekämpft und stehen nun vor dem Double", sagte Lampard. Im Pokalfinale am 15. Mai treffen die Blues auf den FC Portsmouth. Doch zuvor steht das Meisterschaftsfinale gegen Wigan an. "Es wäre wunderbar, wenn wir die Meisterschaft vor unseren Fans holen könnten", sagte Lampard.

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