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David N'Gog (l.) trifft gegen Arsenal in der 46. Minute zum 1:0 für Liverpool © getty

In der Nachspielzeit gelingt Arsenal gegen Liverpool der Ausgleich. Zwei Akteure sehen Rot. Chelsea zündet eine "Six-Bomb".

München - Für den englischen Rekordmeister FC Liverpool begann die neue Saison in der Premier League gleich mit zwei herben Enttäuschungen.

Im Prestigeduell gegen den FC Arsenal sah Neuzugang Joe Cole kurz vor der Halbzeit die Rote Karte (45.).

In der Nachspielzeit unterlief dann Reds-Torhüter Pepe Reina das Eigentor (90.+1) zum 1:1 (0:0)-Endstand gegen die Gunners.

Meister FC Chelsea zündete im ersten Spiel nach dem Abgang von Michael Ballack am Samstag gleich eine "Six-Bomb". (DATENCENTER: Die Ergebnisse der Premier League)

Manchester City blieb ohne Jerome Boateng torlos und auch West Ham United erwischte ohne Thomas Hitzlsperger einen Fehlstart.

Rot auf beiden Seiten

Der französische Stürmer David N'Gog (47.) sorgte Anfang der zweiten Hälfte vor 44.722 Zuschauern für die Liverpooler Führung.

Der englische Nationalspieler Cole, der vor der Saison vom Meister FC Chelsea nach Liverpool gewechselt war, wurde nach einer Attacke gegen Gunners-Verteidiger Laurent Koscielny des Feldes verwiesen.

Für den englischen Nationalspieler war es die erste Rote Karte seiner Karriere.

Koscielny sah in der fünften Minute der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte.

Drogbas Dreierpack

Erster Spitzenreiter ist der Titelverteidiger. Dass Chelsea schon große Spielfreude an den Tag legte, kam aber etwas überraschend.

Die Vorzeichen schienen wegen vieler WM-Teilnehmer, einem Prämienstreit zwischen Spielern und Klub-Bossen sowie dem 1:3 im Supercup gegen Manchester United eigentlich ungünstig.

Dennoch machten die "Blues" nahtlos dort weiter, wo sie beim 8:0 gegen Wigan zum Finale der letzten Saison aufgehört hatten.

Torschützenkönig Didier Drogba schoss sich mit einem Dreierpack den WM-Frust von der Seele.

Prämienstreit nur Bagatelle

"Das war kein Zeichen an die anderen, sondern nach der schwierigen Vorbereitung in erster Linie eines für uns selbst", sagte Teammanager Carlo Ancelotti dann auch.

Den Prämienstreit tat der Italiener dann auch als Bagatelle ab.

"Ich spreche nicht mit den Spielern darüber. Aber ich denke nicht, dass sie unglücklich sind", meinte er: "Ich habe gesehen, wie sie heute gespielt haben. Und das sehr glücklich aus."

"Uns fehlen noch vier oder fünf Spieler"

Dies konnte man vom Starensemble bei Manchester City nicht behaupten. (DATENCENTER: Die Ergebnisse der Premier League)

"Uns fehlen noch vier oder fünf Spieler und drei oder vier Wochen zum Einspielen", klagte Coach Roberto Mancini.

Der für 12,5 Millionen Euro vom Hamburger SV verpflichtete Boateng fehlte verletzt, der von Inter Mailand verpflichtete Mario Balotelli hat noch nicht mit der Mannschaft trainiert und der Wechsel von Nationalspieler James Milner (Aston Villa) ist noch nicht in trockenen Tüchern.

Lob für Torhüter Hart

Bei dem Tabellenvierten der Vorsaison hatten die Citizens sogar Glück bei einem Pfostenschuss und einem nicht gegebenen Elfmeter.

Zudem hielt Keeper Joe Hart überragend - was man auf der Insel nach dem erneuten Torhüter-Debakel bei der WM in Südafrika mit großer Genugtuung zur Kenntnis nahm.

So konnte sogar der gegnerische Coach Harry Redknapp der Weltklasse-Leistung etwas Positives abgewinnen:

"Der Torhüter war fantastisch. Das ist gut für den englischen Nationaltrainer und gut für den englischen Fußball."

Manchester United spielt am Montag gegen Aufsteiger Newcastle United (ab 21 Uhr LIVESCORES).

Blackpool gewinnt Premier-League-Premiere

"Erst fotografiere ich die Tabelle und dann trete ich zurück", meinte Ian Holloway, nachdem der FC Blackpool das erste Premier-League-Spiel seiner Geschichte mit 4:0 bei Wigan Athletic gewonnen hatte.

Und Aston Villas Interimscoach Kevin MacDonald scherzte sich nach dem 3:0 gegen das ohne den verletzten Hitzlsperger angetretene West Ham: "Ich sollte jetzt auf dem Gipfel abtreten. Meine Bilanz kann nur noch schlechter werden."

Ob er das Amt endgültig übernehmen wolle, "werde ich zu Hause bei einem Bier entscheiden. Ich weiß noch nicht genau, ob ich es genossen habe. Ich war doch ein ziemliches Nervenbündel."

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