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Wayne Rooney gewann zwischen 2007 und 2009 drei Meistertitel mit den "Red Devils" © getty

Auch seriöse Zeitungen bekräftigten Berichte, nach denen der Stürmerstar Manchester schon im Winter verlassen will. Madrid dementiert.

Von Martin Volkmar

München/Manchester - Manchester United muss offenbar tatsächlich ohne Wayne Rooney planen:

Auch seriöse englische Zeitungen bekräftigten am Montag die Berichte, nach denen der Stürmerstar den Verein schon im Winter verlassen will.

Demnach hat Rooney United bereits über seine Pläne informiert und ist auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber.

Top-Kandidaten sind demnach Lokalrivale Manchester City, der FC Chelsea, der FC Barcelona und Real Madrid.

Madrid dementiert Interesse

Real-Sportdirektor Jorge Valdano dementierte allerdings ein aktuelles Interesse.

"Im Januar wird es bei uns keine Abgänge oder Zugänge geben. Wir haben zwei großartige Stürmer: Gonzalo Higuain und Cristiano Ronaldo", sagte der der Sportzeitung "AS".

"Außerdem gibt es noch Mesut Özil und Angel di Maria, die die beiden unterstützen. Wen würden wir abgeben?"

Abschied spätestens im Sommer

Spätestens im kommenden Sommer scheint Rooneys Abschied aus Manchester jedoch wahrscheinlich, zumal United aufgrund seines Vertrags bis 2012 nur dann noch eine Ablöse kassieren könnte.

Das Zerwürfnis zwischen Ferguson und Rooney gilt jedenfalls als offenes Geheimnis.

Außereheliche Affäre als Auslöser

Ursache sollen massive Vorwürfe des Schotten gegenüber seinem Star sein, nachdem Anfang September eine außereheliche Affäre Rooneys mit einer Prostituierten bekannt geworden war.

Daraufhin verzichtete der Chefcoach auf seinen besten Torjäger, zuletzt offiziell wegen einer Knöchelverletzung.

Rooney hatte dieser Darstellung öffentlich widersprochen, nachdem er vergangene Woche 90 Minuten für England gegen Montenegro gespielt hatte.

72 Minuten gegen West Bromwich auf der Bank

Offenbar als Konsequenz ließ ihn Ferguson dann am Samstag gegen West Bromwich 72 Minuten auf der Ersatzbank schmoren und brachte seinen besten Angreifer erst beim Stand von 2:2.

ManUnited hatte die Partie klar dominiert, eine 2:0-Führung nach einem Eigentor von Patrice Evra und einem groben Patzer von Keeper Edwin van der Sar noch aus der Hand gegeben.

Entsprechend irritiert reagierten die englischen Medien auf Fergusons Rooney-Verbannung. "Was zum Teufel tust Du, Fergie?", fragte das Boulevardblatt "News of the World".

"Das Bizarre wird zur Routine"

Und der "Sunday Telegraph" kommentierte: "Von Wayne Rooneys Fehlen zum Punkte-Wegwerfen: Das Bizarre wird bei Manchesters zunehmend schädlichem Start immer mehr die Routine."

Ferguson selber wich danach Fragen nach Rooney aus und monierte die schwache Chancenverwertung seines Teams.

"Wären wir ein Team im Mittelfeld der Liga, könnten wir uns darüber freuen, noch ungeschlagen zu sein", erklärte er. "Aber für Manchester ist das nicht genug."

Nach dem fünften Unentschieden im achten Spiel verpasste es der Vize-Meister (14 Punkte), Boden auf den fünf Zähler entfernten Titelverteidiger und Tabellenführer Chelsea (0:0 bei Aston Villa) gutzumachen.(DATENCENTER: Premier League)

Stattdessen wurde United von Arsenal London (2:1 gegen Birmingham) vom zweiten Platz verdrängt.

Ohne Rooney nur die Hälfte wert

Sollte Rooney die "Red Devils" tatsächlich verlassen, dürfte die geplante Rückkehr an die Spitze der Premie League ungleich schwerer werden.

Ende der vergangenen Saison hatte sich der Nationalspieler am Knöchel verletzt und war mehrere Wochen ausgefallen.

Auch bedingt durch sein Fehlen hatte United im Endspurt des Meisterrennens das Nachsehen gegen Chelsea.

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