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Cesc Fabregas (r.) spielt seit 2003 bei Arsenal, Nasri seit 2008 © getty

Arsenal begeistert einmal mehr mit Offensivfußball. Doch nach langer Durstrecke soll in dieser Saison auch wieder ein Titel her.

Von Christan Stüwe

München - Lange ist es her, dass der FC Arsenal von den gegnerischen Fans als "Boring, Boring Arsenal" verschmäht wurde.

Spätestens seit Arsene Wenger den Londoner Klub im Jahre 1996 übernahm, stehen die "Gunners" für begeisternden Offensivfußball.(DATENCENTER: Premier League)

Während die Spiele stets hohen Unterhaltungswert hatten, blieben die Titel in den vergangenen Jahren allerdings aus.

Vor sechs Jahren holten die "Gunners" die letzte Meisterschaft, ein Jahr später zum letzten Mal den FA-Cup.

Doch der eindrucksvolle Start in die neue Saison schürt große Hoffnungen, dass die Durststrecke bald ein Ende haben könnte.

"Wir müssen jetzt etwas gewinnen"

"Wir haben sehr viele junge gute Spieler hier", sagt Kapitän Cesc Fabregas: "Aber um ein großes Team zu werden, müssen wir jetzt etwas gewinnen."

Um die Träume vom Pokalgewinn am Leben zu erhalten, müssen die "Gunners" zunächst am Mittwoch im Carling-Cup-Auswärtsspiel bei Newcastle United (ab 20.40 Uhr im LIVESTREAM und LIVESCORES) bestehen.

Doch die Generalprobe für das Pokalspiel verlief vielversprechend.

Arsenal sitzt Chelsea im Nacken

Am Wochenende gewann Arsenal das Spitzenspiel der Premier League bei Manchester City mit 3:0 und schob sich in der Tabelle an den "Citizens" vorbei auf Rang zwei.

Es war der erste Sieg in den letzten elf Spielen gegen eines der Topteams der Premier League und somit ein echtes Ausrufezeichen.

Das Wenger-Team sitzt nun dem FC Chelsea im Nacken, doch Fabregas warnt vor Übermut.

Fabregas: Abgerechnet wird am Ende

"Die Saison ist noch jung", erklärte der Spanier: "Wenn man gewonnen hat, ist es einfach zu sagen: 'Oh, ihr habt euch aber weiterentwickelt'. Am Ende der Saison werden wir sehen, ob wir uns weiterentwickelt haben."

Vieles deutet allerdings daraufhin, dass die junge Elf des Traditionsklubs einen enormen Schritt nach vorne gemacht hat.

Vor allem die Offensive macht dem Klub-Spitznamen "Gunners" alle Ehre, ganz besonders in der Champions League.

Torrekord in der Champions League winkt

Auch wenn die Gruppe H mit Schachtjor Donezk, dem SC Braga und Partizan Belgrad sicherlich eine der leichtesten ist, sind 14 Tore in drei Partien mehr als beeindruckend.

Es spricht vieles dafür, dass der Rekord von 20 Vorrunden-Toren, den Manchester United in der Saison 1998/99 aufstellte, gebrochen wird.

Entscheidenden Anteil daran hat Samir Nasri. Der torgefährliche Mittelfeldspieler ist derzeit in glänzender Verfassung.

"Mit 23 Jahren beginnt er nun, auf höchsten Level zu spielen", urteilte Trainer Wenger über seinen französischen Landsmann: "Er spielt viel effizienter."

"Wir jagen Chelsea"

Gegen ManCity erzielte Nasri das erste Tor selber und bereitete die anderen vor.

Mit Marouane Chamakh und Andrej Arschawin bildet Nasri eine kaum auszurechnende Offensive, die Arsenal zu einem weiteren Titelgewinn führen soll.

"Wir jagen Chelsea", sagte Arschawin: "Hoffentlich können wir diese Motivation und diesen Schwung mitnehmen, um die anstehenden Spiele alle zu gewinnen."

Und die Einstellung stimmt bei den Londonern. Selbst als Fabregas einen Elfmeter verschoss, ließen sie die Köpfe nicht hängen.

"Es ist einfach sich in so einer Situation selbst zu bemitleiden", erklärte Fabregas: "Aber so bin ich nicht und so ist unsere Mannschaft nicht. Wir spielen immer weiter Fußball."

Fabregas als Anführer

Der Spanier ist das Herzstück der Mannschaft.

Vor der Saison wurde er heftig vom FC Barcelona umworben, blieb aber in der Premier League und ist mit 23 Jahren schon auf dem Weg, eine Klub-Ikone zu werden.

Und der Welt- und Europameister weiß, wie man Titel gewinnt. Als Anführer soll er die junge Truppe zu Titeln führen.

"Wir haben in Manchester fantastischen Fußball gespielt", freute sich Fabregas: "Uns hat es Spaß gemacht und den Fans sicher auch."

Die Zeiten von "Boring, Boring Arsenal" sind wirklich weit weg.

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