vergrößernverkleinern
William Gallas (l., mit Bromwichs Do-heon Kim) kam 2006 von Chelsea zu den "Gunners" © getty

Der FC Arsenal steckt nach der Niederlage gegen Stoke und zwei Remis in der sportlichen Krise. Jetzt kommt Manchester United.

Von Rainer Nachtwey

München - 1:2 gegen Stoke City, davor kurz vor Schluss ein 4:2 gegen die Tottenham Hotspur verspielt und in der Champions League gegen Fenerbahce Istanbul nicht über ein torloses Remis hinausgekommen:

Beim FC Arsenal läuft es sportlich derzeit nicht rund.

Dazu herrschte abseits des Platzes große Aufregung um Kapitän William Gallas, der mit einer Zigarette im Mund beim Verlassen einer Londoner Diskothek fotografiert worden war.

Fans stellen Wenger in Frage

Der Druck auf Teammanager Arsene Wenger nimmt zu. Zuletzt stellten ihn die eigenen Fans sogar in Frage.

Und ausgerechnet in dieser Phase kommt jetzt der große Rivale Manchester United (Sa., 13.30 Uhr LIVE) zum Gastspiel ins Emirates Stadium.

Zumal der französische Trainer, der bereits seit zwölf Jahren das Zepter schwingt, weiter enorme Verletzungssorgen hat.

"Sicher haben wir viele Verletzte, aber das ist keine Ausrede dafür, dass wir die letzten Spiele eigentlich hätten gewinnen müssen", sagt Europameister Cesc Fabregas jedoch.

"Es wird hart gegen Manchester, aber es ist ein großes Match und große Spieler lieben große Spiele."

Vier Abwehrspieler angeschlagen

Problematisch könnte sich aber vor allem die Ausfälle in der Defensive gegen Rooney und Ronaldo auswirken. Mikael Silvestre zog sich gegen Fenerbahce einen Nasenbeinbruch zu und wird voraussichtlich ausfallen.

Der französische Routinier, der erst vor der Saison die Seiten wechselte, ist damit der vierte Abwehrspieler, der angeschlagen ist.

Ob Gallas nach seiner Muskelverletzung wieder fit sein wird, ist fraglich. Ebenso ungewiss ist der Zustand bei Bacary Sagna. Ein Mal heißt es, sein Sprunggelenk ist wieder belastbar, ein anderes Mal, er würde definitiv ausfallen. Emmanuel Eboue wird Wenger aufgrund einer Knieverletzung definitiv nicht zur Verfügung stehen.

Damit muss sich der Franzose zwischen den unerfahrenen Johan Djourou und Alex Song entscheiden, wen er neben Kolo Toure auflaufen lassen wird.

Auch Rosicky fehlt

Und auch in den anderen Mannschaftsteilen sieht es nicht besser aus. Tomas Rosicky kann nicht auflaufen und Theo Walcotts Einsatz ist nach einer Schulterblessur fraglich.

Im Sturm fehlt mit Emmanuel Adebayor (Sprunggelenk) und Robin van Persie (Sperre) die etatmäßige Angriffsformation der Gunners. Edeljoker Nicklas Bendtner wird deshalb von Beginn an zum Einsatz kommen.

Großer Druck für den 20 Jahre alten Dänen: "Ich werde versuchen meine Stärken auszuspielen und wenn wir als Team auftreten, werden wir sie schlagen", gibt sich der Stürmer selbstbewusst. Neben Bentner werden wohl Abou Diaby oder Carlos Vela stürmen.

"Wir kennen United"

Auch Toure gibt sich vor dem Treffen der Giganten optimistisch: "Wir kennen United und wissen, was uns erwartet. Wir haben schon des Öfteren gegen sie gespielt. Wir werden zeigen, dass wir immer noch um ein Wort im Titelrennen mitreden."thema

Dass Arsenal unter Druck steht, davon will der Ivorer nichts wissen. "Wir sind Vierter und das ist für uns kein Spiel, das wir gewinnen müssen. Es ist ein ganz normales Spiel, auch wenn Duelle mit Manchester immer etwas Besonderes sind."

Nicht nur für die Gunners auch für den Meister ist es ein besonderes Aufeinandertreffen. "Das sind richtig heiße Duelle", sagte ManU-Superstar Cristiano Ronaldo. "Aber wir fahren dorthin, um drei Punkte zu holen."

Neues Stadion, schlechte Bilanz

Dies ist den "Red Devils" seit der Öffnung des Emirates Stadium vor zwei Jahren noch nicht gelungen. "

Arsenals schwacher Start, drei Niederlagen und zwei Unentschieden in elf Ligaspielen, ist auch Ronaldo nicht verborgen geblieben.

Der Portugiese gibt zu, dass er überrascht ist, warnt aber gleichzeitig: "Letzte Saison haben sie unheimlich stark begonnen und haben am Ende die Punkte abgegeben. Vielleicht ist es diese Saison bei ihnen genau andersherum. So ein Topspiel ist immer die Möglichkeit zur Trendwende. Das macht die Partie so schwer."

Zum Forum ? jetzt mitdiskutieren

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel