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John Terry (l., mit Drogba und Cole) kam 2000 von Nottingham Forest in die Chelsea-Jugend © getty

Der FC Chelsea läuft seiner Form klar hinterher. Dennoch ist John Terry weiter fest von der Qualität seines Teams überzeugt.

Von Stephan Weber

München - Während viele Bundesliga-Teams derzeit gerade ihre Trainingslager bezogen haben, um sich für die anstehende Rückrunde fit zu machen, rollt der Ball in der englischen Premier League von Mitte Dezember bis Mitte Januar traditionell auf Hochtouren.

So bestreiten die Teams heute und morgen bereits das vierte Spiel innerhalb von nur elf Tagen.

Dabei würde gerade der FC Chelsea eine Winterpause sicherlich begrüßen.

Nächstes Schicksalsspiel für Ancelotti

Der Vorjahresmeister, der am vergangenen Sonntag zuhause gegen Aston Villa nur zu einem 3:3-Unentschieden kam, gewann nur eines seiner letzten acht Ligaspiele (am 29. Dezember 1:0 gegen die Bolton Wanderers) und wurde nach sensationellem Saisonstart mit fünf Siegen aus den ersten fünf Partien mittlerweile bis auf Tabellenplatz Fünf durchgereicht.

Vor allem für Coach Carlo Ancelotti wird die Partie bei den Wolverhampton Wanderers (Mittwoch, 20.45 Uhr) wahrscheinlich zum ultimativen "Do or Die"-Spiel.

Bei einer erneuten Pleite der "Blues" und eines Sieges von Tabellenführer Manchester United, der zum Auftakt des 22. Spieltags bereits am Abend (ab 21 Uhr LIVESCORES) gegen Stoke City spielt, würde der Rückstand der Londoner (35 Punkte) auf United (aktuell 41 Zähler) auf neun Punkte anwachsen.(DATENCENTER: Premier League)

Dass Klub-Boss Roman Abramowitsch dann noch weiter am Italiener festhält, erscheint mehr als unwahrscheinlich.

Drogba weiter von Malaria beeinträchtigt

Insbesondere die Formschwäche seines Torjägers Didier Drogba macht dem Vorjahresmeister schwer zu schaffen.

Nach starkem Start mit sechs Toren in den ersten sieben Partien traf der Ivorer seitdem nur noch dreimal. Vor allem eine Malariaerkrankung, die sich Drogba im vergangenen Herbst eingefangen hatte, warf den der 32-Jährigen aus der Bahn.

Obwohl er bereits seit November wieder am Ball ist, fühlt sich der Stürmer noch immer nicht fit, wie er jetzt der "Sun" berichtete: "Ich bin immer noch nicht bei 100 Prozent, aber ich kämpfe in jedem Match, um meine Form wiederzufinden und dem Team zu helfen", so Drogba.

Terry glaubt noch an den Titel

Trotz des jüngsten Negativtrends glaubt John Terry indes weiter an ein Comeback seines Teams im Kampf um den Titel.

"Wir spielen noch zwei Mal gegen Manchester United (das Hinrundenspiel in London wurde wegen Schneechaos in England vom 19. Dezember auf den 1. März verschoben, Anmerkung der Redaktion) und Manchester City hat bereits ein Spiel mehr absolviert als wir", zeigt sich der Chelsea-Kapitän im "Daily Mirror" zuversichtlich und fügt an: "Wir sind Doublegewinner, das beste Team des Landes".

Um die Wende zu schaffen, müsste bei den "Wolves" aber dringend ein Dreier her.

Verfolgerduell in London

Schützenhilfe könnten Chelsea und Manchester United unterdessen von Uniteds direkten Verfolgern Manchester City (41 Punkte) und Arsenal London (39 Punkte) erhalten, die im Topspiel in London direkt aufeinandertreffen (Mi., 20.45 Uhr).

Bei einem Remis zwischen Arsenal und City sowie einem eigenen Sieg, könnten die "Blues" wieder deutlich näher heranrücken.

ManUnited bangt um Rooney und Evra

Die "Red Devils" aus Manchester setzen indes gegen Stoke City auf ihre beeindruckende Heimstärke.

Mit neun Siegen und einem Remis ist das Team von Coach Sir Alex Ferguson in "Old Trafford" in dieser Saison noch ungeschlagen.

Allerdings muss Ferguson im Duell gegen das Team des ehemaligen deutschen Nationalverteidigers Robert Huth neben Innenverteidiger Nemanja Vidic (Gelbsperre) womöglich auch auf die angeschlagenen Wayne Rooney und Patrice Evra verzichten.

Dafür kehrt der portugiesische Flügelspieler Nani nach Verletzungspause wohl wieder in den Kader zurück.

Huth kehrt bei Stoke zurück

Bei den Gästen ist Huth - mit vier Saisontoren Stokes' zweitbester Torschütze - nach abgesessener Gelbsperre wieder mit dabei.

Außerdem treten die viertplatzierten Tottenham Hotspur (36 Punkte) mit dem ehemaligen HSV-Profi Rafael van der Vaart beim FC Everton an, der kriselnde FC Liverpool (9., 25 Punkte) muss zu den Blackburn Rovers reisen (beide Mi., 21 Uhr).

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