vergrößernverkleinern
Emmanuel Adebayor wechselte im Sommer 2009 vom FC Arsenal zu Manchester City © getty

Bei ManCity fliegen vor Gipfel bei Arsenal die Fetzen. "Gunners"-Coach Wenger sieht die "Citizens" als "Problem des Fußballs".

Von Stephan Weber

München - Die Bilder, die sich den Trainingsgästen am Dienstag bei Manchester City boten, hatten wenig mit Fußball zu tun.

Nach einer Attacke von Emanuel Adebayor an Kolo Toure lieferte sich das Duo zunächst ein verbales Wortgefecht, bevor die Beiden schließlich in bester "Fight-Club-Manier" die Fäuste fliegen ließen.

Bevor die Situation eskalierte, schafften es die Mitspieler gerade noch, die beiden Streithähne voneinander zu trennen.

Vor dem Topspiel des 22. Spieltags der Premier League beim FC Arsenal (ab 20.40 Uhr im LIVE-TICKER) fiel es den Akteuren bei Manchester City sichtlich schwer, kühlen Kopf zu bewahren.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Dzeko-Transfer steht kurz bevor

Vor allem Adebayor, der seit Monaten seinen Abschied aus Manchester plant, scheint die nahende Verpflichtung des Wolfsburger Stürmers Edin Dzeko zu belasten. Der Bosnier reiste am frühen Mittwochmorgen zum Medizincheck und wird wohl in Kürze bei City unterschreiben.

Für Dzeko, will City-Besitzer Scheich Sulaiman Al-Fahim geschätzte 31 Millionen nach Niedersachsen überweisen. Erreichen die "Citizens" die Champions League, wären weitere knapp vier Millionen fällig

Kein Platz mehr für Adebayor

Da der Bundesliga-Torschützenkönig bereits der siebte Angreifer im Kader des Team von Trainer Roberto Mancini wäre, wird der Platz für Ex-Arsenal-Star Adebayor, der in der aktuellen Saison erst zu acht Einsätzen kam, immer kleiner.

Insgesamt hat Al-Fahim in den vergangenen 29 Monaten rund eine Milliarde Euro in die "Citizens" investiert.

Wenger: Chelsea und City ein Problem

Insbesondere diese schier grenzenlose Investitionsfreudigkeit des Arabers gab Arsenal-Coach Arsene Wenger Anlass, in der britischen "Sun" eine Grundsatzdebatte anzustrengen und die Geschäftsgebahren des Scheich-Klubs und des FC Chelsea zu kritisieren.

"Als ich nach England kam, musste jeder Verein mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln auskommen. Heute sind Chelsea und ManCity die neuen Probleme des Fußballs", ereiferte sich der Franzose.

"Spending" Cap als Lösung?

Als Lösung gegen die Ungleichheit regte Wenger zeitgleich die Einführung eines "Spending Cap" an, bei welchem jedem Premier-League-Klub zu Saisonbeginn die gleichen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen.

"Es wäre einen Versuch wert, allen 20 Vereinen 100 Millionen Pfund zu geben und zu sagen: 'Los geht?s'. Nur dann kann man sagen, dass am Ende der beste Verein den Titel gewonnen hat."

Dass Wengers Anregungen Gehör finden werden, ist allerdings eher unwahrscheinlich.

Nur Sieger bleibt an ManUnited dran

Sportlich hat das Duell am Abend für beide Teams für den weiteren Saisonverlauf richtungsweisende Bedeutung.

Nur der Sieger des Duells zwischen den zweitplatzierten "Citizens" (41 Punkte) und den direkt dahinter liegenden Londonern (39 Punkte) bleibt Tabellenführer Manchester United (44 Punkte) dicht auf den Fersen. (DATENCENTER: Premier League)

City, das bereits ein Spiel mehr bestritten hat als United und Arsenal, könnte durch einen Sieg zudem den Abstand auf den direkten Verfolger auf fünf Zähler vergrößern.

Teams plagen Verletzungssorgen

Personell können beide Trainer nicht aus dem Vollen schöpfen.

So muss City-Coach Roberto Mancini auf die zuletzt stark aufspielenden Mario Balotelli und David Silva verzichten, die beide von Knieproblemen geplagt werden.

Auf der Gegenseite muss Wenger mit Abou Diaby, Thomas Vermaelen, Manuel Almunia und Kieran Gibbs sogar vier Spieler ersetzen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel