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Tomas Rosicky wechselte 2006 von Borussia Dortmund zum FC Arsenal © getty

Das Last-Minute-Tor des Spaniers bewahrt die Londoner vor einer Blamage. Die leisten sich die "Magpies".

Von Stefan Missy

München - Der FC Arsenal ist im FA-Cup nur um Haaresbreite an einer Blamage vorbeigeschrammt.

Gegen Leeds United kamen die "Gunners" in der dritten Runde nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. (DATENCENTER: 3. Runde im FA-Cup)

Damit müssen die Londoner nachsitzen, denn nun kommt es zu einem Entscheidungsspiel im Stadion des Zweitligisten.

Arsenals Teammanager Arsene Wenger hatte seine Startelf gleich auf neun Positionen umgebaut. Dennoch erwischten die Hausherren im Emirates Stadion den besseren Start und erspielten sich eine Reihe von Chancen.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Gäste lauern auf Konter

Nach elf Minuten tauchte Andrej Arschawin nach einem Pass von Tomas Rosicky vor Keeper Kasper Schmeichel auf, konnte den Dänen allerdings nicht überwinden.

Aber auch die Gäste versteckten sich nicht und waren vor allem bei Kontern gefährlich. Robert Snodgrass brachte Luciano Becchio in Position, der jedoch in Wojciech Szczesny seinen Meister fand (13.).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Arsenal die dominante Mannschaft - bis Leeds den Spielverlauf auf den Kopf stellte.

Arsenal stürmt, Leeds trifft

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In der 54. Minute riss Denilson seinen Gegenspieler Max Gradel im Sechzehner zu Boden, Schiedsrichter Phil Dowd zeigte sofort auf den Punkt. Robert Snodgrass ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte trocken zur Führung für den Außenseiter.

Wenger reagierte und brachte wenig später Cesc Fabregas für Alex Song ins Spiel. Die Hausherren erhöhten den Druck, das Tor schien jedoch wie vernagelt.

Auf der Gegenseite vergab wiederum Becchio die Möglichkeit zur Vorentscheidung, Szeczesny kratzte den Kopfball mit einer Hand von der Linie.

Last-Minute-Tor durch Fabregas

In der Schlussminute zog Ben Parker im Strafraum am Trikot des eingewechselten Theo Walcott - und wieder gab es Strafstoß.

Fabregas übernahm Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:1.

In der Nachspielzeit wäre sogar der Siegtreffer möglich gewesen, aber Schmeichel hielt Denilsons Schuss sicher fest.

Aus für die "Magpies"

Dagegen ist Newcastle United sensationell ausgeschieden: Die "Magpies" scheiterten beim Drittligisten Stevenage Borough mit 1:3 (0:0).

Ein Doppelschlag nach der Pause brachte die Hausherren auf die Siegerstraße, anschließend dezimierte sich das Team von Trainer Alan Pardew durch die Rote Karte für den Ivorer Cheikh Tiote.

Den Ehrentreffer erzielte Joey Barton erst in der Schlussminute.

Sunderland und West Brom raus

Auch der AFC Sunderland scheiterte an einem Drittligisten: Die "Black Cats" mussten sich gegen das von Paul Ince gecoachte Notts County mit 1:2 (0:1) geschlagen geben.

Mit West Bromwich Albion, das beim Zweitligisten FC Reading mit 0:1 (0:1) verlor, ist ein weiterer Premier-League-Klub aus dem Rennen.

Und am Sonntag wird mindestens ein weiteres Top-Team folgen: In Old Trafford kommt es zu einem echten Klassiker zwischen Manchester United und dem FC Liverpool (ab 14.25 Uhr im Livestream bei SPORT1).

Prestige-Duell in Old Trafford

15 Mal standen sich diese Teams schon im Pokal gegenüber - und die Bilanz spricht ganz klar für die Hausherren, die acht dieser Aufeinandertreffen gewannen (vier Niederlagen, drei Remis).

Für die krisengeschüttelten Reds ist es jedoch nicht nur ein Prestige-Duell, sondern auch Spiel eins nach der Demission von Chefcoach Roy Hodgson.

Richten soll es nun mit Kenny Dalglish eine der Legenden des Klubs von der Anfield Road.

Reds zum Siegen verdammt

"Wir sind begeistert, dass Kenny Dalglish einspringt", sagte Vereinseigner John Henry über den Ex-Profi, der zuletzt schon als Botschafter für Liverpool fungierte.

Auf den 102-maligen schottischen Nationalspieler wartet allerdings viel Arbeit beim Tabellenzwölfen der Premier League.

Umso wichtiger wäre ein Weiterkommen im Pokal.

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