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Edin Dzeko wurde vergangene Saison mit 22 Treffern Bundesliga-Torschützenkönig © getty

Der Stürmer soll City zum ersehnten Titel schießen. Fans und Trainer verehren ihn. SPORT1 analysiert seine Aussichten in England.

Von Nikolai Kube

München - "Blue Moon Rising".

Drei englische Worte, durch die Edin Dzeko ins Schwärmen gerät.

"Unfassbar, wie extrem sich die Fans mit diesem Verein identifizieren. So etwas habe ich noch nie gesehen", sagt der bosnische Stürmer. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Dzeko hatte sich vor seiner Präsentation bei Manchester City 335753(Bilder) eine DVD gekauft. Inhalt: 97 Minuten Filmmaterial über seinen neuen Arbeitgeber - voller Emotionen und Informationen über die "Citizens".

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Schlägt Dzeko auch in England ein?

Und aus diesem Film zieht Dzeko, der von der englischen Presse bereits den Spitznamen "Ed" erhalten hat, reichlich Motivation.

"Die Fans hier sind verrückt nach ihrem Verein. Aber sie haben so lange keinen Titel gewonnen. Nun will ich sie glücklich machen!", sagt Dzeko.

Selbstbewusste Worte. Nun muss der Torschützenkönig der vergangenen Bundesliga-Saison (22 Tore) Taten folgen lassen. Am Samstag feiert er im Heimspiel gegen die Wolverhampton Wanderers wohl sein Debüt.

Doch schlägt Dzeko, der für rund 34 Millionen Euro von Wolfsburg nach Manchester wechselte, auch in England ein?

SPORT1 analysiert seine Aussichten beim Tabellenzweiten der Premier League. (DATENCENTER: Premier League)

Hohe Ansprüche

Zwar gelang Dzeko in Wolfsburg der große Durchbruch, doch nun sucht er eine neue Herausforderung. Seine Ansprüche sind hoch: "Ich möchte auch hier einer der Besten sein", sagt Dzeko.

Das Potenzial dafür besitzt er durchaus. Mit Manchester City hat er zudem einen Klub gefunden, der ebenfalls große Visionen hat.

Klub-Besitzer Scheich Mansour bin Zayed Al-Nahyan drängt mit aller Macht auf den ersten Titelgewinn seit 1968.

[kaltura id="0_2adfos17" class="full_size" title="Very british Peinlicher Pokal Fehlgriff"]

Dzeko als "wichtiger Eckpfeiler"

Seit der Übernahme des Klubs im Jahr 2008 hat er schon 300 Millionen Pfund (gut 360 Millionen Euro) in den Klub gepumpt. Der 24 Jahre alte Dzeko soll nun das letzte Mosaiksteinchen zur Meisterschaft sein.

"Er wird ein wichtiger Eckpfeiler in den nächsten Jahren werden", sagt Trainer Roberto Mancini, der schon jetzt Dzekos größter Fan ist.

Stammplatz ist ihm sicher

Die Konkurrenz in der Offensive könnte jedoch stärker kaum sein. Der City-Angriff konnte sich mit Spielern wie Carlos Tevez, Mario Balotelli, Jo, Emmanuel Adebayor und Roque Santa Cruz schon vor der Verpflichtung des Wolfsburgers sehen lassen.

Einen Stammplatz wird Dzeko in den nächsten Wochen dennoch erst einmal sicher haben.

Denn der Italiener Balotelli fällt wegen einer Knieverletzung für vier Wochen aus. Der Ausfall des Italieners könnte dazu führen, dass City den abwanderungswilligen Adebayor im Januar doch nicht ziehen lässt. Ein ernsthafter Konkurrent für Dzeko ist er aber nicht.

Sturmduo Dzeko/Tevez

Der frühere Münchner Santa Cruz darf sich indes einen neuen Verein suchen. Mancini: "Er ist ein guter Kerl und verdient es zu spielen."

Und so wird der wuchtige Dzeko wohl gemeinsam mit dem quirligen Argentinier Tevez das Sturmduo bei den "Citizens" bilden.

"Dzeko ist ein anderer Stürmertyp. Sie werden sich perfekt ergänzen", sagt Trainer Mancini, der zuletzt auf Grund seiner sehr defensiven Spielweise stark in der Kritik stand.

Bereits Wetten auf Dzeko möglich

Abzuwarten bleibt, ob der bosnische Nationalspieler dem Druck bei City standhalten wird. Die englische Presse ist bekannt dafür, Spieler am einen Tag in den Himmel zu loben und am nächsten zu vernichten. Die heile Welt in Wolfsburg gehört der Vergangenheit an.

Ein Indiz: Der Englische Buchmacher William Hill bietet bereits zahlreiche Wetten auf Edin Dzeko an.

So kann man bereits Geld darauf setzen, ob Dzeko in der Rückrunde der Premier League mehr als sechs Tore gelingen. Oder ob der Bosnier die "Citizens" irgendwann verlassen wird, ohne eine Titel gewonnen zu haben.

Die Last der Rekordablöse

Auch die Rekordablösesumme könnte zur Last für Dzeko werden. Eine Tatsache, mit der Mario Gomez nach seinem Wechsel für 30 Millionen Euro vom VfB Stuttgart zum FC Bayern 2009 lange zu kämpfen hatte.

Der hatte sich vor seinem Dienstantritt aber auch keine Bayern-DVD angesehen.

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