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Kenny Dalglish spielte von 1977 bis 1990 aktiv für den FC Liverpool © getty

Im zweiten Spiel unter Dalglish kassieren die Reds erneut eine Pleite. Im derby soll nun die Wende her. Arsenal patzt im Liga-Cup.

Von Björn Seitner

München - Erst das Aus im FA-Cup, nun die erste Pleite in der Liga.

Liverpools neuer Coach Kenny Dalglish ist auch in der Premier League unsanft in der Realität angekommen.

In einer Nachholbegegnung vom 19. Spieltag unterlagen die Reds mit 1:2 (1:1) bei Aufsteiger FC Blackpool. (DATENCENTER: Premier League)

Nach der zehnten Saisonniederlage war Dalglish dann auch bewusst, dass ihn an der Anfield Road kein leichter Job erwarten würde.

"Es ist ganz offensichtlich eine große Herausforderung", so der 59-Jährige, der Liverpool bereits von 1985 bis 1991 betreute und in dieser Zeit dreimal die Meisterschaft und zweimal den FA-Cup gewann.

Dalglish folgt auf Hodgson

Nach 19 Jahren, in denen der Schotte die Blackburn Rovers, Newcastle United und Celtic Glasgow trainierte, übernahm er nun die Reds als Tabellen-13. von Roy Hodgson.

Nach eigenen Aussagen konnte Hodgson dem Team seinen Stempel nicht aufdrücken, was Liverpool-Eigner John Henry dazu bewegte, den 63-Jährigen nach nur sechs Monaten zu feuern.

Vor einigen Tagen war Henry noch "begeistert, dass Kenny Dalglish einspringt". Ob er das aber immer noch ist? (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

"Uns steht viel Arbeit bevor"

Dalglish jedenfalls meint: "Wir müssen aufhören uns zu bemitleiden und uns reinhängen. Dann werden wir auch noch eine Chance bekommen."

Eine Chance worauf ließ er aber offen. Im FA-Cup ist Liverpool raus. In der Liga rangieren die Reds elf Punkte hinter den Champions-League-Plätzen.

"King Kenny", der sogar in der Klub-Hymne "Fields of Anfield Road" erwähnt wird ("Where once we watched the King Kenny play - and could he play!"), weiß deshalb auch: "Uns steht noch viel Arbeit bevor."

Dalglish nach Pleite enttäuscht

In Balckpool brachte Fernando Torres die Reds schon in der dritten Minute in Führung. "Die Einstellung stimmte", resümierte Dalglish.

Doch der Rückschlag kam schnell. Gary Taylor-Fletcher (12. Minute) and DJ Campbell (69.) drehten das Spiel für den Aufsteiger.

"Ich bin enttäuscht, dass wir keine Punkte mitgenommen haben", äußerte sich Liverpools Coach unzufrieden.

[kaltura id="0_74n3zydp" class="full_size" title="Arsenal blamiert sich im Carling Cup"]

Zumal die Seasiders bereits am 7. Spieltag drei Punkte aus Liverpool entführen konnten. Zwei Siege in der Liga gegen die Reds gab es für Blackpool zuletzt vor 64 Jahren.

Wende gegen den Stadtrivalen?

Im nächsten Spiel kehrt Dalglish an die Anfield Road zurück.

Gegen den ebenfalls kriselnden Stadtrivalen FC Everton (Punktgleich mit Liverpool) soll die Wende gelingen.

Dalglish gibt sich hoffnungsvoll: "Wir müssen es weiter versuchen und das Glück erzwingen."

Rückschlag für Arsenal

Einen Rückschlag musste auch der FC Arsenal hinnehmen.

Im Halbfinal-Hinspiel des Carling Cup unterlagen die Gunners bei Ipswich Town mit 0:1 (0:0).

Tamas Priskin erzielte in der 78. Minute das entscheidende Tor für den Zweiligisten.

"Wir haben in jeder Hinsicht unter unserem normalen Niveau gespielt", so der verärgerte Arsenal-Coach Arsene Wenger.

Gunners wollen Upson

Der Grund für die Pleite ist laut Wenger nicht nur die Müdigkeit seiner Spieler.

Auch die Defensive macht dem 61-Jährigen sorgen. Bevor das Transferfenster am 31. Januar schließt, will Wenger seine Mannschaft in der Verteidigung deshalb noch verstärken.

Ganz oben auf seiner Liste steht West Hams Innenverteidiger Matthew Upson, der bereits von 1997 bis 2000 für die Gunners spielte.

Wenger zuversichtlich

Trotz der knappen Niederlage sei jedoch noch nichts verloren.

"Wir spielen jetzt zu Hause und können dort Wiedergutmachung betreiben", so Wenger: "Ich bin zuversichtlich, dass wir das Finale erreichen."

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