vergrößernverkleinern
Carlo Ancelotti wechselte 2009 vom AC Mailand zum FC Chelsea © imago

Im Hit gegen Manchester United ist der Chelseas Verteidiger trotz seiner Luftgewehr-Attacke auf einen Praktikanten gesetzt.

Von Daniel Rathjen

München - Hätte er ihn rausschmeißen sollen?

Ashley Cole hat beim FC Chelsea mit seiner Luftgewehr-Attacke auf einen Praktikanten für mächtig Unruhe an der Stamford Bridge gesorgt.

Trainer Carlo Ancelotti stärkt dem "Scharfschützen" vor dem Nachholspiel gegen Manchester United (20.45 Uhr LIVESCORES) aber demonstrativ den Rücken (DATENCENTER: Premier League).

Im Duell mit dem Spitzenreiter ist der Linksverteidiger gesetzt.

"Soll ich ihn killen?!", antwortete Ancelotti rhetorisch auf die Frage nach Konsequenzen für Cole.

"Natürlich bin ich verärgert, Ashley hat einen Fehler gemacht. Aber er ist auch ein guter Spieler und ein guter Mensch. Wir unterstützen ihn", stellte der Coach klar.

Wichtig war für Ancelotti, dass sich der Profi beim "Opfer", das eine Wunde davontrug, für seine Aktion entschuldigte.

Alles unter Kontrolle

Zudem wehrte sich der Italiener vehement gegen Vorwürfe, er habe seine Mannschaft nicht im Griff:

"Ich stehe für Disziplin, wir haben Regeln hier. Die Dinge laufen hier nicht außer Kontrolle", betonte er.

Ancelotti ist allerdings auch bewusst, dass der Tabellenfünfte und amtierende Meister auf Cole angewiesen ist. Denn in dieser Saison läuft vieles nicht so, wie es sich die Verantwortlichen vorstellen.

[kaltura id="0_agz7hxug" class="full_size" title="Sensation im Carling Cup"]

Und auch 58-Millionen-Euro-Einkauf Fernando Torres wartet noch auf sein erstes Liga-Tor. Möglich ist, dass Didier Drogba in die Startelf rutscht. Auch David Luiz ist fit.

Alle Blues wünschen sich wieder sportliche Schlagzeilen. Satte 15 Punkte hängen sie hinter ManUnited hinterher.

"Wir sind deshalb noch nicht automatisch raus aus dem Meisterrennen. Aber wir müssen ehrlich sein und zugeben, dass es sehr schwer wird, diese Lücke zu schließen", sagt Ancelotti.

Giggs ist "angepisst"

Die "Red Devils" könnten indes mit einem dreifachen Punktgewinn einen großen Schritt Richtung Titel machen.

Besonders motiviert ist United-Routinier Ryan Giggs: Vor 20 Jahren feierte er sein Debüt für Manchester - aktuell ist er 37 und weiterhin eine Stütze im Team von Sir Alex Ferguson.

Dass Chelsea in der vergangenen Saison die Meisterschaft gewann, macht den Waliser immer noch fertig:

"Es pisst mich an, wenn ich an den letzten Sommer denke", schimpfte Giggs, der mit United elf Meisterschaften, viermal den FA Cup und zweimal die Champions League gewann.

"So etwas möchte ich nicht nochmal erleben", machte er klar.

Halten er und seine Kollegen Chelseas "Scharfschützen" in Schach, wird sein Wunsch realistisch.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel