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Sir Alex Ferguson ist seit 1986 Trainer von Manchester United © getty

Nach der Pleite im Spitzenspiel bei Chelsea London rastet ManUniteds Trainerlegende aus. Seinen Zorn zieht der Unparteiische auf sich.

London - Sir Alex Ferguson wurde mal wieder zur Furie.

Nach der 1:2-Pleite von Tabellenführer Manchester United im Nachholspiel der Premier League beim englischen Meister FC Chelsea richtete sich der ganze Unmut des Schotten gegen Schiedsrichter Martin Atkinson.

"In einer solch wichtigen Partie wünscht man sich einen fairen Referee - den haben wir nicht bekommen", wetterte der ManUnited-Teammanager wutenbrannt und mit hochrotem Kopf.

Mit 69 Jahren hat Ferguson der Historie seiner legendären Rundumschläge ein weiteres Kapitel hinzugefügt (DATENCENTER: Premier League).

Grund für den Ärger von Ferguson waren die ungeahndeten Attacken von David Luiz gegen Wayne Rooney und Javier Hernandez.

(Auch um 12 und 13 Uhr: Die News im TV auf SPORT1)

Ferguson schimpft auf Schiedsrichter

"Herr Atkinson steht unmittelbar daneben. Es ist unglaublich", schimpfte Ferguson und redete sich in Rage.

"Ich habe schon das Schlimmste befürchtet, als ich von der Schiedsrichter-Ansetzung erfahren habe", schimpfte er:

"Wir sind jetzt drei Jahre in Folge an der Stamford Bridge benachteiligt worden. Das ist schwer zu verdauen. Ich weiß wirklich nicht, wie Luiz es geschafft hat, auf dem Platz zu bleiben."

Luiz durfte weiterspielen - und sorgte schließlich für die Wende.

Der Brasilianer, der im Winter für umgerechnet rund 30 Millionen Euro von den Blues verpflichtet worden war, glich Manchesters Führung durch Rooney (30.) in der 54. Minute aus.

"Leichtes Foul an Schirkow"

In der Schlussphase kam es für ManUnited dann knüppeldick.

Nach einem "leichten Foul" - so Ferguson - von Chris Smalling am eingewechselten Juri Schirkow entschied Atkinson auf Elfmeter.

Frank Lampard (79.) verwandelte zum 2:1.

Zu allem Überfluss sah Gäste-Verteidiger Nemanja Vidic in der Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte und fehlt United im kommenden Auswärtsspiel am Sonntag beim FC Liverpool.

Giggs stellt Rekord ein

So wurde auch die Freude von Ryan Giggs stark getrübt.

Der 37-Jährige, der in der 70. Minute eingewechselt wurde, zog mit seinem 606. Ligaspiel für die "Red Devils" mit Legende und Rekordhalter Sir Bobby Charlton gleich.

Trotz der zweiten Saisonpleite kann Manchester aber weiter davon träumen, sich am Ende der Saison zum alleinigen Rekordchampion zu küren.

In der Tabelle liegen die Nordengländer an der Spitze mit 60 Punkten vier Zähler vor Verfolger FC Arsenal, der allerdings ein Spiel weniger absolivert hat.

Hohn für Cole

Bei Meister Chelsea, der sich auf Platz vier verbessert hat, lag der Fokus dagegen auf Ashley Cole.

Der englische Nationalspieler hatte zuletzt mit einem Schuss mit einem Luftgewehr auf einen Praktikanten für Schlagzeilen gesorgt.

Bei jedem Ballkontakt wurde Cole von einem langanhaltenden "shooooot" der Fans begleitet.

Das Massenblatt "The Sun" titelte letztlich: "Shot down".

Damit waren aber Ferguson und United gemeint.

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