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Sir Alex Ferguson ist seit 1986 Trainer von Manchester United © getty

Alex Fergusons Schiri-Zorn über das Chelsea-Spiel ist nicht verraucht: Er verweigert nun den Journalisten das Gespräch.

Manchester - Alex Ferguson hat genug, der Sir schweigt.

Einen Tag, nachdem der nationale Verband FA ein Disziplinarverfahren gegen den Teammanager vom englischen Rekordmeister Manchester United eingeleitet hatte, sagte Ferguson die traditionelle Pressekonferenz vor dem Premier-League-Klassiker am Sonntag beim FC Liverpool (ab 14.30 Uhr LIVESCORES) ab.

Eine mögliche Strafe will er dagegen nicht kommentarlos hinnehmen, gegen das Disziplinarverfahren legte Ferguson Einspruch ein.

Ferguson, dem wegen seiner Schiri-Schelte im Anschluss an die 1:2-Niederlage beim FC Chelsea ein Nachspiel droht, schwänzt nicht zum ersten Mal.

Schon in der Vergangenheit hatte sich der 69-Jährige immer mal wieder geweigert, den Medienvertretern Rede und Antwort zu stehen.

Stattdessen äußerte sich der kauzige Trainer exklusiv über den klubeigenen Fernsehsender "MUTV", doch selbst die "eigenen" Journalisten blitzten dieses Mal ab.

Ärger über Referee

Ferguson, der ein angespanntes Verhältnis zu den Medien hat und mit der öffentlich-rechtlichen "BBC" überhaupt nicht mehr spricht, hatte am Dienstag nach dem Schlusspfiff zum Rundumschlag ausgeholt und seinem Unmut über die Leistung von Schiedsrichter Martin Atkinson Luft gemacht (DATENCENTER: Premier League).

"In einer solch wichtigen Partie wünscht man sich einen fairen Referee - den haben wir nicht bekommen", wetterte Ferguson vor laufenden Kameras.

Schon vor dem Spiel habe er mit "dem Schlimmsten gerechnet", als er erfahren habe, welche Schiedsrichter angesetzt wurden, sagte Ferguson - auch über "MUTV". Jetzt ermittelt die FA wegen "unangemessenen Benehmens".

Geldstrafe oder Tribünenplatz

Grund für Fergusons Ärger waren die ungeahndeten Attacken von David Luiz gegen ManUnited-Stürmerstar Wayne Rooney und Javier Hernandez.

"Wir sind jetzt drei Jahre in Folge an der Stamford Bridge benachteiligt worden. Das ist schwer zu verdauen. Ich weiß wirklich nicht, wie Luiz es geschafft hat, auf dem Platz zu bleiben", meckerte Ferguson.

Mit Glück kommt der für seine Ausraster bekannte Ferguson mit einer Geldstrafe davon, möglich ist aber auch ein Tribünenplatz.

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