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David Luiz erzielte im Spitzenspiel mit den Citizens die Führung für Chelsea © getty

Der Brasilianer bringt die "Blues" im Spitzenspiel auf die Siegerstraße. Spült "Almunias Horrorshow" Lehmann ins "Gunners"-Tor?

München - Die Krise des FC Chelsea scheint beendet.

Der englische Double-Sieger hat im Kampf um die direkte Qualifikation für die Champions League einen wichtigen Sieg gelandet.

Im Duell der Tabellennachbarn setzten sich die "Blues" dank der Treffer von David Luiz (79.) und Ramires (90.+ 2) gegen Manchester City mit 2:0 (0:0) durch. (DATENCENTER: Premier League)

Die "Citizens", bei denen Jerome Boateng nicht zum Einsatz kam, rutschten durch die Niederlage an der Stamford Bridge mit 53 Punkten auf Rang vier ab.

Chelsea eroberte indes Rang drei und liegt mit 54 Zählern neun Punkte hinter Spitzenreiter Manchester United.

Liverpool gut erholt

Derweil zeigte sich Rekordmeister FC Liverpool gut erholt vom Achtelfinal-Aus in der Europa League. Durch ein 2:0 (1:0) beim FC Sunderland verkürzten die "Reds" den Rückstand auf die Europa-League-Plätze auf vier Punkte.

Dirk Kuyt brachte den Tabellensechsten per Elfmeter (33.) in Führung, Luis Suarez besorgte den 2:0-Endstand (77.). Sunderlands John Mensah sah zudem wegen einer Notbremse sieben Minuten vor Schluss die Rote Karte.

Erneutes "Hassduell"?

Arsenal London dagegen patzte beim 2:2 (0:1) bei Aufsteiger West Bromwich Albion.

Manuel Almunia leitete den Punktverlust durch einen kapitaler Fehler ein.

Der Aussetzer könnte Arsenal nicht nur den Titel kosten, sondern auch der Startschuss zu einer Neuauflage des "Hassduells" um die Nummer eins mit Jens Lehmann werden.

Presse verspottet Almunia

Englische Medien, die die überraschende Verpflichtung Lehmanns in der vergangenen Woche noch als "Farce" und "Verzweiflungstat" bezeichnet hatten, wagten die Kehrtwende und spekulieren schon über eine Ablösung des spanischen Torwarts.

Als "Almunias Horrorshow" bezeichnete das Boulevardblatt "The Sun" den Auftritt des 33-Jährigen in der 58. Minute.

Der Torhüter Arsenals, das nach dem 1:0 (0:0)-Sieg von Manchester United gegen Bolton nun fünf Punkte Rückstand auf den Tabellenführer hat, war sich nach einem langen Ball mit Verteidiger Sebastien Squillaci nicht einig, sodass Peter Odemwingie unbedrängt zum zwischenzeitlichen 2:0 einschießen konnte.

Stammplatz an "Flapihandski" verloren

"Lehmann auf standby. Almunia ist in Gefahr, seinen Stammplatz an seinen Erzrivalen zu verlieren", schrieb die "Mail on Sunday".

Und Trainer Arsene Wenger, der nach dem Spiel individuelle Kritik ausdrücklich vermied ("Die Spieler, die am zweiten Tor beteiligt waren, wissen, worum es geht") hat bereits gezeigt, dass er keine Scheu hat, Almunia auf die Bank zu setzen.

Nach der 2:3-Niederlage im Hinspiel gegen West Brom verlor der Spanier die Nummer eins an Lukasz Fabianski.

Der aufgrund seiner Unsicherheiten in England auch "Flapihandski" genannte Pole ist derzeit an der Schulter verletzt. Ersatzmann Wojciech Szczesny, der im Ligacup-Finale mit einem Fehler die Niederlage Arsenals verschuldete, steht wegen einer Fingerverletzung nicht zur Verfügung.

Nun soll es möglicherweise Lehmann richten.

"Ich weiß, dass er mich hasst"

Und das Duell hat es in sich. Lehmann verlor während seines ersten Engagements bei Arsenal seinen Stammplatz an Almunia und ließ danach keine Gelegenheit aus, über seinen Kontrahenten herzuziehen.

"Ich weiß, dass er mich hasst", sagte Almunia 2008 in einem Interview über Lehmann: "Aber er ist mir egal, und er kann sagen, was er will."

"Das ist eine Herausforderung"

Gegenüber dem "Sunday Express" relativierte der Spanier seine Kommentare von damals jedoch: "Ich erinnere mich nicht, dass gesagt zu haben. Als er Arsenal verlassen hat, hatten wir ein gutes Verhältnis."

Auch von einer Feindschaft wollte Almunia nichts wissen: "Wir haben Respekt voreinander. Jens war einer der besten Torhüter der Welt."

"Er ist hier, um sich mit mirr zu messen, das ist eine Herausforderung", sagte der 33-Jährige.

Lehmann wiegelt ab

Auch Lehmann erteilte jeglicher Rivalität eine Absage - zumindest offiziell.

"Das ist drei Jahre her. Ob Almunia im Tor steht oder wer auch immer, ich werde ihm helfen. Ich weiß, dass ich der Mann für die Bank bin", sagte Lehmann.

Sollte ihn allerdings noch einmal der Ehrgeiz packen, würden sich vor allem die englischen Zeitungen freuen. Denn das damalige Duell der beiden Kontrahenten füllte wochenlang die Sportseiten.

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