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Lee Probert hat durch den nicht gegebenen Elfmeter den Zorn Fergusons auf sich gezogen © imago

Nach der Nullnummer in Newcastle findet Manchesters Coach einen Sündenbock, darf aber entspannt bleiben: Arsenal vertändelt einen Zwei-Tore-Vorsprung, Chelsea springt auf Rang zwei.

Von Raphael Weber

München - Eine Pfeife, die stumm blieb, und nur ein Punkt im Titelrennen - Alex Ferguson war "not amused".

Mit dem 0:0 in Newcastle (Spielbericht) verpasste Manchester United die Chance, sich an der Tabellenspitze der Premier League weiter abzusetzen. (DATENCENTER: Premier League)

Dabei ärgert sich Manchester vor allem über einen nicht gegebenen Elfmeter nach einem Foul von Danny Simpson an Javier "Chicharito" Hernandez.

Der mexikanische Stürmer sah von Referee Lee Probert sogar noch die Gelbe Karte für eine angebliche Schwalbe.

Strittige Strafstoß-Entscheidung

"Das war ein klarer Strafstoß", echauffierte sich Teammanager Sir Alex Ferguson.

Besonders die anschließende Bestrafung für Hernandez ärgerte ihn: "Das ist eine Beleidigung. Chicharito ist nicht der Typ Spieler, der sich einfach fallen lässt", meinte Ferguson. 380378(Diashow: Das ist Manchester United)

"Ich fand eigentlich, dass der Referee eine exzellente Leistung gezeigt hat, aber mit der Gelben Karte hat er sie verdorben."

Eine Frage der Perspektive

Fergusons Gegenüber sah das naturgemäß etwas anders. "Klar lässt Danny das Bein stehen, aber es gab keine Berührung und Hernandez hat definitiv abgehoben. Er hat nur darauf gewartet", entgegnete Newcastles Coach Alan Pardew.

So blieb der Elfmeterpfiff aus und dazu gratulierte Pardew dem Unparteiischen sogar: "Man muss ihm Beifall klatschen für die Entscheidung die er getroffen hat, denn sie war korrekt."

Newcastle stellte mit dem Punktgewinn den Klassenerhalt so gut wie sicher, wie Pardew anmerkte: "Es sollte reichen."

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Rooney kehrt zurück

Ferguson hatte sein Team im Vergleich zur Niederlage im FA-Cup-Halbfinale auf fünf Positionen verändert.

Wayne Rooney kehrte nach seiner abgesessenen Sperre wieder zurück ins Team und stürmte an der Seite von Hernandez.

Chris Smalling ersetzte Rio Ferdinand als Innenverteidiger. Routinier Ryan Giggs stand ebenfalls in der Startelf, dafür fiel Stürmer Dimitar Berbatov krankheitsbedingt aus.

Wichtige Spiele vor der Brust

Mit Blick auf die Verfolger tat sich Ferguson schwer, das Ergebnis einzuschätzen: "Schwierig zu sagen, ob wir heute einen Punkt gewonnen oder zwei verloren haben."

"Wir haben jetzt zwei wichtige Spiele vor uns: Bei Arsenal und zuhause gegen Chelsea", richtet Ferguson den Blick in die Zukunft.

Außerdem trifft United in den kommenden Wochen der Entscheidung im Halbfinale der Champions League auch noch auf Schalke 04.

ManU auswärts mit Problemen

Vielleicht können die Königsblauen dabei von der Auswärtsschwäche profitieren, die Manchester in der Liga plagt.

Von 51 möglichen Punkten auf fremdem Platz holte United gerade einmal 24.

Das Polster auf Chelsea und Arsenal beträgt immer noch beruhigende sechs Zähler.

Chelsea springt auf Rang zwei

Titelverteidiger Chelsea bezwang Birmingham City am Mittwochabend mit 3:1 (2:0) und schob sich am punktgleichen FC Arsenal vorbei auf Rang zwei.

Florent Malouda (3. und 62.) und Salomon Kalou (26.) trafen für Chelsea, bevor Sebastian Larsson per Elfmeter verkürzte (77.).

Die Gunners wiederum, bei denen Jens Lehmann als Ersatztorhüter auf der Bank saß, kamen bei Tottenham Hotspur über ein 3:3 (3:2) nicht hinaus.

Arsenal vertändelt Vorsprung

Arsenal sah in einem hochklassigen Spiel nach Toren von Theo Walcott (4.), Samir Nasri (12.) und Robin van Persie (40.) bei einem Gegentreffer des Ex-Hamburgers Rafael van der Vaart (7.) schon wie der Sieger aus.

Doch Tom Huddlestone (44.) und erneut van der Vaart (70./Foulelfmeter) glichen aus.

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