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Javier Hernandez (r.) hat elf Treffer in der Premier League erzielt © getty

Die "Red Devils" marschieren Richtung Rekordmeisterschaft. Eine "kleine Erbse" spielt sich ins Rampenlicht. Arsenal patzt.

Manchester - Sir Alex Ferguson strafte Ralf Rangnick Lügen.

Vor dem Champions-League-Halbfinale am Dienstag auf Schalke bot der Coach von Manchester United im Liga-Alltag seine Bestbesetzung auf (DATENCENTER: Premier League).

Beim 1:0-Sieg gegen Everton stürmten Wayne Rooney und Javier Hernandez, auf den Außenbahnen wirbelten Nani und Antonio Valencia.

Und in der Verteidigung hielt Kapitän Rio Ferdinand die meisten Angriffe von Edwin van der Sars Tor ab.

Die "Red Devils" setzen auf ihre eingespielte Star-Mannschaft.

Rangnick verweist auf Ferguson

Rangnick ließ seine Schalker dagegen im Bundesliga-Endspurt gegen Kaiserslautern (0:1) mit einer besseren B-Elf auflaufen.

Er rechtfertigte sich später, nach Fergusons Vorbild gehandelt zu haben: "Wenn man die Aufstellung von Manchester am Wochenende gegen Everton sieht, erübrigt sich jede Nachfrage."

Da hatte Rangnick wohl nicht genau hingeschaut.

"Red Devils" wollen 19. Titel

Denn Manchester United hat in der Premier League nichts zu verschenken, Ferguson will mit aller Macht den 19. Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Der würde sein Lebenswerk garnieren und seinen Klub zum Rekordchampion in England erheben. Sechs Spieltage vor Schluss ist Manchester mit sechs Punkten Vorsprung noch nicht am Ziel.

Vier Spieltage vor

Zumindest der FC Arsenal verabschiedete sich am Sonntag durch ein 1:2 (0:1) in Bolton angesichts von neun Zählern Rückstand aber aus dem Titelrennen.

Der FC Chelsea und der FC Arsenal lauern auf jeden Ausrutscher, können mit ihren Kräften haushalten und sich ganz auf die Liga konzentrieren.

SO4 setzt alles auf Pokalwettbewerb

Der Fokus der königsblauen Schalker liegt nur noch auf den Pokalwettbewerben.

So konnte es sich Rangnick erlauben, gegen Kaiserslautern mit Vasilios Pliatsikas, Hao Junmin, Danilo Avelar und Sergio Escudero einen Defensivverbund aufzubieten, der in dieser Zusammensetzung wohl einzigartig bleiben wird.

Nach einer Stunde kam sogar Ali Karimi zu weiteren Bundesliga-Ehren, da Rangnick im Mittelfeld Kräfte sparen wollte.

Jefferson Farfan, Jose Manuel Jurado und Alexander Baumjohann spielten jeweils nur 45 Minuten, der zuletzt starke Grieche Kyriakos Papadopoulus fehlte mit muskulären Problemen komplett.

"In der Champions League werden wir wieder eine andere Startelf haben", kündigte Rangnick an.

"Kleine Erbse" verdrängt Berbatow

Die muss sich voraussichtlich nicht mit dem Führenden der Premier-League-Torschützenliste auseinandersetzen.

Der frühere Leverkusener Dimitar Berbatow (21 Saisontore) hat seinen Stammplatz in Manchester verloren. An der Seite von Rooney wirbelt mittlerweile der Mexikaner Hernandez, genannt "Chicharito" - die kleine Erbse. 380378(Diashow: Das ist Manchester United)

Rooneys Sturmpartner sorgte per Kopf für den Sieg gegen Everton und ist aus der United-Offensive nicht mehr wegzudenken. "Er ist für jeden Gegner eine Bedrohung", sagte Rooney. Auch für ausgeruhte Schalker.

Der 34. Spieltag im Überblick:

Samstag

Manchester United - FC Everton 1:0 (0:0)

Aston Villa - Stoke City 1:1 (1:1)

FC Blackpool - Newcastle United 1:1 (1:1)

FC Liverpool - Birmingham City 5:0 (2:0)

FC Sunderland - Wigan Athletic 4:2 (0:0)

Tottenham Hotspur - West Bromwich Albion 2:2 (1:1)

Wolverhampton Wanderers - FC Fulham 1:1 (1:0)

FC Chelsea - West Ham United 3:0 (1:0)

Sonntag

Bolton Wanderers - FC Arsenal 2:1 (1:0)

Montag

Blackburn Rovers - Manchester City (21.00)

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