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Im Champions-League-Viertelfinale setzte sich ManUnited (Hernandez, M.) klar durch © getty

Manchester United kann gegen Chelsea einen Riesenschritt zur Rekordmeisterschaft machen. Und für ein Ferguson-Comeback sorgen.

Manchester - "Finale" in England:

Es geht um über zehn Millionen Euro Prämie, um den Titel des alleinigen Rekordmeisters und um Sir Alex Ferguson in kurzen Hosen.

Wenn Tabellenführer Manchester United am drittletzten Spieltag der Premier League Titelverteidiger FC Chelsea empfängt (ab 17 Uhr im LIVE-TICKER) steht vor allem für die "Red Devils" und deren Teammanager viel auf dem Spiel.

Seit Anfang März ist der Vorsprung Uniteds auf die Blues von zwölf auf nur noch drei Punkte geschrumpft, die schon sicher geglaubte 19. Meisterschaft in Gefahr geraten. (DATENCENTER: Premier League)

Chelsea, das sich bereits an den Gedanken einer trophäenlosen Spielzeit gewöhnt hatte, wittert plötzlich wieder seine Chance. United fürchtet, dass sich die Geschichte wiederholt.

Chelsea marschiert, ManU strauchelt

"Wir haben es schon einmal geschafft", sagt Kapitän John Terry über das 2:1 im Vorjahr, das Chelsea den Weg zum Titel ebnete. "Warum soll uns das nicht nochmal gelingen?"

Die Form spricht tatsächlich für die Londoner. Seit dem 2:1-Erfolg im Hinspiel am 1. März hat Chelsea in der Liga 22 von 24 möglichen Punkten geholt.

United brachte es im gleichen Zeitraum auf mittelmäßige 13 (von 21) Zählern.

Zwar hat sich Manchester im Viertelfinale der Königsklasse gegen Chelsea ebenso souverän durchgesetzt wie im Halbfinale gegen Schalke 04 (Bericht), doch das 0:1 am vergangenen Wochenende beim FC Arsenal rief böse Erinnerungen wach.

Schon einmal zwölf Punkte verspielt

Am 1. März 1998 führte United die Liga schon einmal mit zwölf Punkten Vorsprung an - am Ende feierte aber Arsenal.

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"So was passiert mal", sagt Ryan Giggs, der damals schon dabei war. Der Waliser hofft, dass sich Geschichte nicht wiederholt, und sagt:

"Es wäre fatal, nur defensiv zu denken und auf ein Remis zu spielen."

Stattdessen sei Offensive gefragt: "Wir müssen angreifen, wie ManUnited es in Old Trafford immer getan hat. Jeder weiß doch, dass es vorbei ist, wenn wir gewinnen. Und das ist auch unser Ziel."

Es winken 10 Millionen

Die Vorjahresniederlage, ergänzt Paul Scholes, "macht uns noch hungriger. Es ist nicht schön zuzusehen, wie andere feiern. Wir wollen dafür sorgen, dass es diesmal wir sind".

Im Erfolgsfall könnten die United-Profis über zehn Millionen Euro an Prämien kassieren. So viel gibt es laut der "Sun" für das Double aus Meisterschaft und Champions League.

Mit dem 19. Titel würde United außerdem den verhassten Rivalen FC Liverpool überflügeln, der ebenfalls 18-mal Meister war.

Ferguson-Comeback?

Sollte sich Manchester den Meisterpokal bereits vor dem letzten Spiel gegen den FC Blackpool sichern, dürften sich die Fans zudem auf ein besonderes Schmankerl freuen:

Ferguson hat für diesen Fall sein Comeback als Spieler angekündigt.

"Ich habe ihn angerufen, um ihm für die Leistung zu gratulieren. Sie waren atemberaubend", erzählt Blackpool-Teammanager Ian Holloway von einem Gespräch mit Ferguson nach dem Duell mit Schalke.

"Wir kamen ins Plaudern. Ich sagte zu ihm, dass ich hoffe, dass sie dann (vor dem Blackpool-Spiel, d. Red.) schon Meister sind. Er sagte: ''Wenn das der Fall ist, setze ich mich selbst ein, alter Knabe.' Ich werde ihn beim Wort nehmen", so Holloway weiter.

Rooney und Drogba von Beginn an

Vorher allerdings muss das Team gegen Chelsea seine Hausaufgaben machen.

Dabei kann Ferguson wieder auf Wayne Rooney bauen, der sich nach überstandenen Oberschenkelproblemen fit meldete.

Bei den Gästen dürfte Didier Drogba im Sturmzentrum den Vorzug vor Fernando Torres erhalten.

Sollten beide Mannschaften am Ende punkt- und torgleich sein (derzeit: 73:70 Punkte für ManUnited, 71:33 und 66:28 Tore) gäbe es übrigens laut Statuten "ein oder mehrere Play-offs auf neutralem Platz".

Garantiert ohne den Spieler Ferguson.

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