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Roberto Mancini trainiert seit Dezember 2009 Manchester City © getty

Nach dem 2:0 über Stoke City wittert die Mannschaft von Alex Ferguson Morgenluft. Gleichzeitig lässt ManCity bei Everton Federn.

Manchester - Enger geht es kaum, nur noch sechs Treffer trennnen Manchster City und ManUnited.

Der Kampf um die englische Meisterschaft zwischen den Stadtrivalen ist wieder völlig offen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Denn United zog durch ein 2:0 gegen Stoke City nach Punkten mit den "Citizens" gleich, das nach dem 0:1 beim FC Everton nur dank der Tordifferenz die Tabellenführung behauptete. (Spielbericht)

Den Schuldigen für die überraschende Niederlage hatte City-Teammanager Robert Mancini übrigens schnell gefunden: Sich selbst!

Gibson ärgert ManCity

"Wahrscheinlich ist es mein Fehler, weil wir uns nicht gut genug auf das Spiel vorbereitet haben", lamentierte der 47-Jährige:

"Ich dachte, es würde einfacher werden - wahrscheinlich habe ich sie unterschätzt."

Diese Nachlässigkeit nutzte ausgerechnet Darron Gibson in der 60. Minute mit seinem ersten Tor für Everton aus.

Der irische Nationalspieler spielte mit Unterbrechungen sieben Jahren für Manchester United und war erst im Januar zu den "Toffees" gewechselt.

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Nur die Protest-Aktion sorgt für Unruhe

Neben Gibson sorgte ein Fan für das größte Aufsehen im Goodison Park.

Aus Protest gegen die Entlassung seiner Tochter aus einer Fluggesellschaft, hatte sich der 46-Jährige kurz vor der Halbzeitpause an den Pfosten des City-Tores gekettet.

Polizisten mussten den Mann mittels eines Bolzenschneiders "befreien".

Trotz der dritten Niederlage in der laufenden Premier-League-Saison verfiel Mancini nicht in Panik.

"Wir sind immer noch an der Spitze und haben noch 15 Spiele vor uns", sagte der Italiener.

Pizarro kommt vom AS Rom

Dann ist auch der Chilene David Pizarro mit von der Partie.

Die Offensivkraft, die mit Mancini bei Inter Mailand 2006 den Scudetto gewann, wechselt auf Leihbasis bis zum Saisonende vom italienischen Erstligisten AS Rom auf die Insel.

Dagegen lief der 19 Jahre alte Nachwuchsspieler Frederic Veseli zu United über.

"Ich bin sehr glücklich und es ist eine Ehre bei Manchester United zu unterschreiben", sagte der Schweizer.

Ferguson lobt die Geduld

Glücklich war auch United-Teammanager Alex Ferguson.

Dass Javier Hernandez (38.) und der Ex-Leverkusener Dimitar Berbatow (53.) ihre Treffer per Strafstoß erzielten, trübte die Stimmung des 70-Jährigen nicht.

"Wir haben Ruhe bewahrt und sind geduldig geblieben. Okay, wir haben durch zwei Elfmeter gewonnen, aber die Weise, wie wir Fußball gespielt haben, war die Hauptsache."

Gegen das Team von Ex-Nationalspieler Robert Huth, der seinen 150. Startelfeinsatz in der Premier League absolvierte, fuhr der Rekordmeister ohne die verletzten Wayne Rooney, Nani und Ashley Young einen ungefährdeten Sieg ein.

Im Tor feierte Ben Amos ein entspanntes Debüt. Der 21-Jährige kam zum Einsatz, weil sich die etatmäßigen Torhüter Anders Lindegaard und David de Gea im Training verletzt hatten.

Großer Showdown Ende April

Zwar hat United nun wieder den 20. Meistertitel vor Augen, doch in zu große Euphorie wollte Ferguson nicht verfallen.

Schließlich sei es ja gerade einmal der letzte Tag im Januar gewesen. Mit einer Entscheidung über den Platz an der Sonne ist wohl nicht vor dem 28. April zu rechnen.

Dann, zwei Spieltage vor Schluss, steht das absolute Spitzenspiel zwischen den "Citizens" und den "Red Devils" an.

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