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Wayne Rooney erzielte gegen Chelsea seine Saisontore 14 und 15 © getty

Uniteds Wayne Rooney kann der Aufholjagd beim FC Chelsea nur Positives abgewinnen. Der Stürmer schickt eine Kampfansage an City.

Von Christoph Lother

München/London - Zwei Punkte verloren? Von wegen.

Wenn es nach Wayne Rooney geht, kann das unglaubliche Comeback, das Manchester United am Sonntag beim 3:3 beim FC Chelsea zeigte, noch eine entscheidende Rolle spielen (BERICHT: Trotz Aufholjagd - United verliert an Boden).

"Wir haben uns großartig zurückgekämpft. Dieser eine Punkt kann für uns am Ende die Meisterschaft bedeuten", sagte der Stürmer der "Red Devils".

Irre Aufholjagd von United

Diese hatten an der Stamford Bridge schon wie sichere Verlierer ausgesehen, sich aber in beeindruckender Manier zurückgekämpft.

Durch ein Eigentor von Jonny Evans (36.) sowie zwei weitere Treffer von Juan Mata (46.) und David Luiz (51.) hatte das Team von Coach Sir Alex Ferguson bereits 0:3 zurückgelegen, ehe es sich in Person von Rooney eindrucksvoll zurückmeldete.

Mit zwei verwandelten Foulelfmetern verkürzte "Roo" innerhalb von nur elf Minuten (58., 69.) auf 2:3, Javier Hernandez besorgte sechs Minuten vor dem Ende den Ausgleich.

Der kaum noch für möglich gehaltene Punktgewinn dürfte dem englischen Rekordmeister eine Menge Selbstvertrauen im Kampf um die Titelverteidigung gebracht haben.

"Haben nicht aufgegeben"

"Bei einem 0:3-Rückstand lassen viele Mannschaften den Kopf hängen und finden sich mit der Niederlage ab. Aber wir haben nicht aufgegeben, weiter hart gearbeitet und ? zum Glück ? noch etwas aus dem Spiel mitgenommen", resümierte Rooney.

In der Tabelle der Premiere League liegt United nun zwei Punkte hinter Spitzenreiter und Lokalrivale Manchester City, der den FC Fulham bereits am Samstag mit 3:0 bezwungen hatte (DATENCENTER: Premier League).

Kampfansage an Tabellenführer City

Nach dem 3:3 in London schickte Rooney gleich eine Kampfansage in Richtung der "Citizens":

"Die Art und Weise, wie wir uns zurückgekämpft haben, und unseren Teamgeist werden die City-Spieler zu Hause am Fernseher nicht gern gesehen haben. Sie wissen, dass es bis zum Schluss ein heißer Kampf wird und wir werden am Ende da sein."

Gefühlte Niederlage für Chelsea

Für Chelsea und Teammanager Andre Villas-Boas bedeutete das Remis hingegen einen Rückschlag.

"Es ist ein scheußliches Gefühl, so als ob wir verloren hätten. Die Stimmung ist ziemlich mies und wir sind enttäuscht", fand Verteidiger Gary Cahill nach seinem Debüt in der Londoner Startelf drastische Worte.

Die Blues liegen zwar weiterhin auf Rang vier. Sollte Tottenham Hotspur sein Auswärtsspiel beim FC Liverpool am Montagabend gewinnen, würde der Rückstand auf einen direkten Champions-League-Platz aber schon auf neun Punkte anwachsen (SERVICE: Der Tabellenrechner der Premier League).

Chelsea-Fans pfeifen Ferdinand aus

Am Sonntag machten große Teile des Londoner Publikums ihrem Ärger über die Diskussionen um Chelsea-Verteidiger John Terry Luft.

Manchesters Rio Ferdinand hatte sich durch seine Kommentare über den erst kürzlich vom englischen Verband als Kapitän der Nationalelf abgesetzten Terry den Unmut der Chelsea-Fans zugezogen, und wurde als "Dank" dafür bei nahezu jedem Ballkontakt ausgepfiffen.

Villas-Boas zeigte nur wenig Verständnis für die eigenen Anhänger: "Man kann zwar nicht erwarten, dass die gegnerischen Fans einem Spieler zujubeln, aber Diskriminierung und aggressives Verhalten sind dennoch zu verurteilen", meinte der Coach.

Ferdinand zeigt sich unbeeindruckt

Ferdinand hingegen ließen die Pfiffe scheinbar völlig kalt.

"Gut gemacht, Leute. Danke dafür, dass ihr mich und meine Kameraden inspiriert habt. Das ist wie zusätzlicher Treibstoff für mich", verkündete der 33-Jährige via "Twitter".

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